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Länge: 42 km GPS-Koordinaten: N46 21.568 E10 30.018 |
Gavia-Pass |
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Region: Lombardei
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Allein schon die Auffahrt ist eine Augenweide, wenn sich die Straße an dem felsigen Hang hinaufschlängelt. Im zweiten Streckenabschnitt befindet man sich dann oberhalb der Vegetationsgrenze. Das eigentliche Highlight dieses Passes ist in unseren Augen die Strecke vor der Scheitelhöhe. Vor Jahren noch als Schotterpass zu fahren, ist der Gavia heute ein Asphalt-Zuckerl, daß sich kein Zweiradfahrer entgehen lassen sollte. Negativaspekt der Asphaltierung: Lärmende Italiener, die sich im Technosound ihrer Autoboxen vor dieser grandiosen Naturkulisse fotografieren lassen und ihr Auto mit offenen Türen in einer Kehre abstellen. Das mag nicht der Durchschnitt sein, aber wir konnten es so beobachten. Hier, in Höhe des Rifugio Berni wurden wir durch die Ausblicke fast gezwungen, alle paar hundert Meter anzuhalten, um die Natur zu erleben. Bucklige, hochalpine Grasnarben; im Hintergrund der Dosegugletscher am Punta S. Matteo. Mit Worten läßt sich diese Landschaft fast nicht beschreiben.
Die Abfahrt ist nicht weniger sehenswert. Da an einigen Stellen die "Leitplanken" aus nur an einbetonierten Pfosten und durch Draht befestigte Zaunlatten bestehen, ist anzunehmen, daß dieselbigen nur einen rein psychologischen Sinn erfüllen sollen. Kurz nach Beginn des Abstieges sieht man hinunter auf den Lago Nero (2386 m), zu dem auch ein naturbelassenes Sträßchen führt, welches für den Motorradtourismus nicht gesperrt ist. Nach einigen Kehren passiert man einen schätzungsweise 200 m langen Tunnel. |
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Doch für ganz Mutige besteht die Möglichkeit, auf der ursprünglichen Trasse, die sich außen am Berg entlang befindet, ihr "Adventure" zu suchen. Dieser Abschnitt ist grob geschottert und durch kein Verbotsschild gesperrt. Nach dem Tunnel folgen wieder dicht aufeinander annähernd ein Dutzend Kehren. Rechterhand erinnert ein Obelisk an welchem eine Gedenktafel an die hier mit einem LKW abgestürzten Alpinisoldaten. Unterhalb der Baumgrenze wird die Straße stellenweise sehr schmal. An diesen Passagen steht dann bei unserer Fahrt auch der Verkehr still,
es geht nichts mehr. Autos und äußerst wagemutige (oder leichtfertige?)
Wohnmobilfahrer verstopfen die Fahrbahn. Selbst mit dem Motorrad müssen
wir ganz schön zirkeln, da wir auf der Durchreise und mit den Koffern
voll beladen sind. Am Zielort des Passes hat man über 40 km zurückgelegt. Diese Tour würden wir als eine der beeindruckendsten, landschaftlich besonders reizvollen Strecken einsortieren. Da dieses aber natürlich ein rein subjektiver Eindruck ist, bleibt uns hier nur noch, Euch zu raten: bildet Euch einfach Eure eigene Meinung. |
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