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Frankreich

... Liegt es an der nicht vorhandenen Verkehrsdichte oder ist der Col de la Cayolle aus anderen Gründen ein bevorzugtes Wohngebiet von Murmeltieren?

Wir amüsieren uns köstlich über diese Spezies. Da kann es schon mal vorkommen, daß sich so ein Fellknäuel wohlig auf der Straße räkelt und sich den Bauch von der Sonne wärmen lässt.

Wir lachen uns scheckig, als wieder mal ein Murmeltier mitten auf der Straße liegt: Als es uns herankommen sieht, springt es auf, rennt zur Leitplanke, bleibt aber unter dieser noch einmal stehen. Vielleicht, um zu schauen, ob wir wirklich so bedrohlich aussehen und sich eine Flucht überhaupt rentiert? Es hebt den Kopf und - DOING - hat es sich den Kopf angehauen. Das DOING übertönt selbst die Motorgeräusche ...

Malta

... Auweia! Jetzt geht der Spaß erst richtig los. Wir merken, wie das Schiff wie in der Achterbahn ganz nach oben gehoben wird, kurz verharrt (Luft anhalten!), um schließlich jäh nach unten zu sacken.

Nur dumm, daß sich der Katamaran gleichzeitig auch noch auf die Seite legt und alle Flaschen in der Bar lautklirrend der Schwerkraft folgen ...

passend dazu: DVD "Motorradtour
Sizilien & Malta"

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Italien / Golf von Neapel

... Die äußerste Spitze der Sorrentiner Halbinsel, die Punta Campanella, ist eine Tour wert. Dabei sollte man allerdings einen kleinen Fußweg von ca. 1,5 Stunden (hin und rück) einplanen. Ein Sonnenuntergang auf der Punta - einfach traumhaft !!

Schon der "Tourenfahrer" beschrieb die Punta Campanella, allerdings bezweifeln wir, daß der Autor die Strecke wirklich bis zur Felsspitze gefahren ist. Unserer Meinung nach sollte man das nur einem Cross-Motorrad zumuten...

Ca. 250 Höhenmeter sind es, die man von Termini kommend zu überwinden hat, bis man vor dem mittelalterlichen Küstenwachturm steht. Und diese 250 Höhenmeter muß man natürlich irgendwann wieder rauf ...

Slowakei

Eine Tour von fast 400 km unternehmen wir eher ungewollt, aber uns bleibt nichts anderes übrig: Am Flughafen dürfen wir unseren neuen Hinterreifen in Emfang nehmen, dem dank ADAC Flügel gewachsen sind und von München über Wien und Prag in die Ostslowakei nach Kosice, der zweitgrößten slowakischen Stadt, geflattert ist.

Rumänien

"Weicht's den Schlaglöchern aus und bleibt's weg vom Straßenrand!" meint ein Kollege beim Abschied vor der Rumänientour. Nicht so einfach - das mit dem Ausweichen auf den "asphaltierten Offroad-Strecken" ...

... Dracula lebt! Zumindest in den Souvenirbuden. In Bran besucht jeder die Burg, die ganz schnuckelig ist, aber mit dem berüchtigten Vlad Tepes nicht viel zu tun hat. Wesentlich interessanter ist die Umgegend, das Bucegi-Gebirge. Enge Offroadschluchten und Pässe zum Die-Kuh-fliegen-lassen.

... Der Pass senkt sich hinunter bis nach Podu Dambovitei. Hier biegen wir in eine kleine Straße zur Cheile Damboviciaora ab. Die Straße ist einspurig, anfangs eine ungepflegte Betonpiste, später unbefestigt und windet sich zwischen hohen Felswänden an einem wilden Bächlein entlang. Vor uns fährt gerade ein Bus in die Schlucht ein. Der? In diese Schlucht? Muß das sein? Glücklicherweise gibt es einige hundert Meter weiter eine Chance zum Überholen ...

 

passend dazu: DVD "Rumänien / Karpaten"

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Türkei

... Belebte, kopfsteingepflasterte Straßen mit vielen Autos, vielen Fußgängern, Straßenbahnen und Busse dazwischen. Tausende Reklameschilder, aber nicht immer Straßenschilder.

Und Einbahnstraßen! Verfluchte Einbahnstraßen! Zweimal zwingen sie uns über die Galatabrücke! Verflixt! Da rüber wollen wir jetzt noch nicht!

Keine Chance zum schnellen Wenden, denn die Fahrbahnen sind mit fetten Betonbanden geteilt. Aber beim zweiten Mal wissen wir dann ja schon, wie wir fahren müssen, um in entgegengesetzter Richtung über die Galatabrücke zurückfahren zu können. Irgendwann stehen wir ratlos vor dem Sirkeci-Bahnhof und ein netter Herr fragt nach dem Begehr und weist uns den Weg. Wir schauen ungläubig. Hier links abbiegen? Da steht doch, man darf nur rechts abbiegen! Da schaut widerum er ungläubig: Wir könnten ja auch soooo einen Bogen außen herum fahren ...

Wir befolgen also seinen Rat, und biegen links ab ...

passend dazu: DVD "Motorradtour
durch die Türkei" I und II

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Sizilien

... Die Straßen der Innenstadt sind verstopft bis zum Gehtnichtmehr.

Ein Auto reiht sich ans Andere, im Schritttempo geht es maximal vorwärts.

Währenddessen erreicht ein mit Blaulicht bewaffnetes Zivilfahrzeug

die verstopfte Straße. Hektisch hängt ein Flüche ausstoßender Ziviler mit dem ganzen Oberkörper aus dem Beifahrerfenster und fuchtelt wildverzweifelt und chaotisch mit der Kelle.

Beim dritten Versuch haben wir mehr Glück: Wir halten einem Motorradpolizisten den Palermo-Stadtplan unter die Nase. Er winkt nur ab und bedeutet uns, ihm zu folgen.

Der Polizist hat ebenso wie wir zwei Koffer am Mopped und schlängelt sich wo Platz ist an den Autos vorbei, oft links - meist jedoch rechts, gegebenenfalls auch auf dem Fußweg. Teilt Schimpfe aus, wenn Autofahrer unachtsam plötzlich die Tür öffnen und klappt anderen den Außenspiegel ein, damit wir mit den breiten Koffern durchkommen ...

passend dazu: DVD "Motorradtour
Sizilien & Malta"

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Kroatien

... Sveti Jure, der zweithöchste Berg Kroatiens. Die Straße wird enger. Sie ist jetzt nur noch einspurig, hat manchmal minimalste Ausweichstellen und gelb lackierte, ziemlich ramponierte und krumme Leitplanken. Oftmals wird die Straße auch von Steinmäuerchen, Steinquadern und ähnlichem begrenzt. Gegenverkehr wird zur Herausforderung.

Viele uneinsehbare Kurven erfordern fast Schritttempo. Manchmal, wenn Begrenzungen ganz fehlen, werden Fahrzeugbegegnungen zur Zitterpartie (vor allem, wenn man sich nicht auf der bergwärtigen Fahrspur befindet ...

passend dazu: DVD "Motorradtour
Sizilien & Malta"

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Marokko -NEU-

Wir besichtigen Fes bei 32 °C, verlassen es bei 13 °C und kämpfen mit den Naturgewalten: Kälte! Es wird noch um 10°C kälter als bei der Abfahrt! Regen! In Verbindung mit Wind zwingt er uns zu einer eigenartigen Schräglage. Nebel gibt uns kaum Blicke auf die Umgebung frei. Thomas' Bordanzeige meldet Frostgefahr... mehr

An einem Imbissstand verführen uns wagenradgroße Crepes. Der Imbissmitarbeiter würgt hasserfüllt einen dicken, zusammengerollten, vermutlich ein halbes Kilogramm wiegenden Crepe mit beiden Händen, rupft kraftvoll ein Stück ab und haut es voller Verachtung in die sicher penibel gereinigte Waagschale (Achtung Ironie), bevor er es mit Frischkäse beschmiert und zusammengerollt über die Theke reicht. Anschließend knallt er das Wechselgeld mit Karacho auf die Theke. Der Nächste bitte! Schon würgt er den nächsten Crepe ... mehr

Griechenland

... Wir wissen ja schon, was uns erwartet: An diesem Punkt fesselt ein einzigartiger Blick. 250 m über dem Meer stehend, können wir die engen und sehr steilen Serpentinen teilweise sehen oder auch nur ahnen. Also, dann wollen wir mal... An den leitplankenlosen Kehren ein lautloses Stoßgebet: "Gott der Bremsen ...! Gott der Lenkung ...!"

Die Straße ist leider nicht mehr im besten Zustand. Der "Zahn der Zeit" der letzten zwei Jahre hat ganz mächtig an ihr geknabbert. Aufgebrochener und teilweise fehlender Asphalt lässt die beispiellos steile Abfahrt fast zu einer Tortur werden ...

passend dazu: DVD "Motorradtour
durch Griechenland" I und II

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Alpen

Hier muß man sich entscheiden, ob man die 34 Kehren des Umbrailpasses hinunter ins Münstertal fahren will oder die 39 Kehren der Westrampe des Stilfser Jochs. Anfangs über sanft abfallende Hänge schlängelt sich die Straße entlang des Brauliobachs. Hier bekommt man schöne Ausblicke auf den Monte Cristallo.

Danach ändert sich die Szene schlagartig, wenn es gilt, die wilde Braulio-Schlucht ("Wormser Joch") mit seinen fast senkrechten Felswänden zu bewältigen. Zahlreiche Felsgalerien bieten hier Schutz vor Lawinen und Steinschlägen. Die 2758 m hohe, interessante und attraktive Hochalpenstraße liegt in der Region Südtirol.

passend dazu: DVD"Faszination Alpen"

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Tschechien

... Nichts für schwache Gemüter ist die Gebeinkapelle bei Sedlec, die wegen ihrem figürlichen Schmuck aus Knochen sehr makaber anzusehen ist.

Am meisten in Erinnerung wird uns jedoch ein Bahnübergang bei Kolin bleiben:
Die Vollschranken öffnen sich. Wir, als erste in der Warteschlange, fahren los.

Nur dumm: Als wir auf den Gleisen sind, schließen sich die Schranken vor und hinter uns wieder. Gasgeben? Keine Chance. Dran vorbeischlängeln? Auch keine Chance, dank Vollschranken und Bahndamm.

Also gut. Kriegt die "Turtle" eben einen ungemütlichen Parkplatz parallel zur Schranke. Nochmal ein abschätzender Blick, wieviel Abstand zwischen Strommast und den Gleisen ist - gut, das dürfte gehen ...

Italien / Idrosee

Wenn man in Anfo die Felsen hinaufblickt, erkennt man die Rocca di Anfo, eine alte Festungsanlage, die sich über annähernd 300 Höhenmeter den steilen Fels hinaufzieht und heute von der Natur zurückerobert wurde. Man hat Mühe, die Gebäude auszumachen, geschweige denn die Straße, die in Serpentinen den Hang hinaufzieht. Allerdings ist das Gelände für Besucher gesperrt. Eigentlich. Im Umland findet man auch alte Forts aus dem I. und II. Weltkrieg. Von hier aus hat man einen vorzüglichen Panoramablick.