|
Wie
fast jeden Tag im April fährt heute ab Palermo eine Fähre
nach Genua. Jedoch erst abends um 22 Uhr. So verbummeln wir den
Vormittag mit Packen und Treppenhaus-Klatsch mit unserer Vermieterin.
Nachdem wir die Südküste verlassen haben, bleibt uns
noch massig Zeit, die wir damit verbringen, daß wir auch die
touristisch nicht so besuchte Westküste kennenlernen.
In der Antike wurde Trapani Drepanon genannt, ein Ortsname, der
uns in Form von Drepano in Griechenland auch schon oft begegnet
ist. Heute hat die Fischerei große Bedeutung, früher
war das Mittelmehr wegen seiner roten und schwarzen Korallen eine
Quelle des Reichtums. Vor allem die Salzgewinnung und die Windmühlen
in Trapani wollen wir uns ansehen. Trapani liegt ganz im Westen
Sizilien aus einer weit vorspringenden Landzunge.
Zuerst
einmal schießen wir über 10 km über unser Ziel hinaus.
Wie befürchtet von unserem Michael-Müller-Reiseführer:
Wenn wir den richtig gelesen hätten, hätten wir nämlich
erfahren, daß es an einer wichtigen Abbiegestelle an der SS115
keine Hinweise gibt. Die Via del Sale (Salzstraße) ist berühmt
wegen seiner vielen Mühlen und den mit Terracotta bedeckten
Salzhaufen. Unweit von Paceco in Nubia befindet sich das Salzmuseum
"Museo del Sale". Das Gebiet ist Teil von zwei Naturreservaten,
den Salinen di Trapani e Paceco und des Stagnone di Marsala.
Die größte Salinenanlage Siziliens liefert den größten
Teil des Salzes, der in Sizilien gewonnen wird. Als wir in den Salinen
ankommen, halten wir uns jedoch nur relativ kurz auf. Mehrere Busse
spucken eine ganze Ladung Pauschaltouristen aus und wir flüchten.
Die Insel Mozia bildet zusammen mit Santa Maria, Isola Longa und
Isola della Schola das kleine Archipel Isole d. Stagnone, die größte
Lagune Siziliens und eines der bemerkenswertesten Feuchtgebiete
Europas.
Wir
fahren eine ganze Zeit bummelnd an der Lagune entlang und fragen
uns, was die Leute, die kniehoch im Wasser waten, in ihre Eimerchen
sammeln... ?
Wir schwingen uns nach dem Besuch an der Westküste auf die
Autobahn. Ruckzuck befinden wir uns in dem verkehrstechnisch "lustigen"
Palermo. Einen kleinen Schreck bekommen wir noch mit auf den Heimweg,
als wir bei der Fahrt auf der Autobahn bei erlaubten 90 km/h mit
gefahrenen 130 km/h von Carabinieri überholt werden! Wir halten
die Luft an....... puuuh, sie fahren vorbei!
|