3 Wochen Zeit, um die Mittelgebirge von Tschechien und der Slowakei zu erkunden. 5500 km, die einer unserer Reifen nicht vollständig miterleben durfte. Es gibt viel Sehenswertes anzuschauen und viele schöne Motorradstrecken von seeeehr unterschiedlicher Straßenqualität. Vor allem lernen wir: mit vollem Gepäck ist es unter Umständen nicht so gut, kleinste Micky-Maus-Straßen fahren zu wollen.

In Kutna Hora besuchen wir eine umstrittene, gänzlich mit Gebeinen "verzierte" Kapelle, wir verlassen die Kapelle gerade noch rechtzeitig, als zwei Reisebusse Horden von pixelwütigen Japanern ausspucken.

Bei Kolin überqueren wir einen Bahnübergang, während sich gerade die Schranken wieder geöffnet haben. Aber *schrecklaßnach* so schnell können wir nicht fahren, wie die Schranken vor und hinter uns wieder unten sind und wir mittendrin...

 
 

Wir erkunden das liebliche Isergebirge und werden vom polnischen Grenzer im Riesengebirge zurückgepfiffen. *Uuuupps* wohl zu weit drüben geparkt!

Danach lernen wir Milan im Altvatergebirge kennen, der sein Motorrad in die Werkstatt nach Jesenik gebracht hat und mit dem Schlafsack im Wald genächtigt hat. Kurz vor dem Grenzübertritt in die Slowakei fällt Jochen beinahe vor Lachen vom Bike, als wir ein Fahrschulmotorrad überholen: der Fahrlehrer streckt seine Arme unter den Armen des Fahrschülers hindurch und hält einen zweiten Lenker in der Hand! *grööööol*

Das Altvatergebirge lernen wir vor allem als Gegend kennen, in der das sportliche Touren möglich ist. Straßen mit neuem Belag und eine Unmengen Kurven.

Sprachprobleme gibt es bei dieser Tour kaum, ein Minimalwortschatz tschechisch ist vorhanden und der Rest wird mit Händen und Füssen und Wörterbuch erarbeitet. Englische und russische Spachkenntnisse sind bei der Kommunikation sehr hilfreich. Natürlich muß ein verwöhnter Deutscher bei gewissen Services und Angeboten Abstriche machen, es geht alles eben noch viel einfacher zu als wir es von zu Hause gewöhnt sind.

Als wir nach zwei Wochen Tour durch Tschechien und die Slowakei wieder die Slowakei verlassen, statten wir dem Mährischen Karst noch einen Besuch ab. Im nahen Brünn verfranzen wir uns gewaltig bei der Suche nach dem Weg nach Austerlitz. Eine freundliche Dame rettet uns schließlich, indem sie uns vorausfährt und durch Wohngebiete und Umleitungen lotst. Als krönenden Abschluß haben wir uns das böhmische Städtchen Cesky Krumlov auserkoren. Von hier aus erkunden wir ein weiteres Mal unsere geliebte Stadt in der Moldau-Schleife, den Lipno-Stausee und den Nationalpark.

Tschechien hat einen Löwen als Wappentier. Warum gerade einen Löwen? Keiner weiß es.
Aber warum der Wappenlöwe zwei Schwänze hat - dafür gibt es eine nette Erklärung:
Es waren einmal zwei Wappenlöwen... bis der eine Chef wurde und der andere kroch ihm in den A...
Das ist doch mal Staatsgeschichte wie wir sie lieben!

 

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