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Mit Grubenlampen durch's Eis
Österreich

Eisriesenwelt

Weg zur Eisriesenwelt
Foto: Airon CC-BY-3.0, via Wikimedia Commons
Weg zur Eisriesenwelt
Foto: Arw63 CC-BY-3.0, via Wikimedia Commons
Farbenspiel in der Eisriesenwelt
Foto: Normand Roy CC-BY-2.5, via Wikimedia Commons

Noch Ende des 19. Jahrhunderts war die Höhle im Tennengebirge bestenfalls Jägern und Wilderern bekannt. Erst 1879 drang der Salzburger Naturforscher Anton von Posselt-Czorich rund 200 m weit ins Dunkel vor und entdeckte die Eisriesenwelt damit offiziell. Ein Jahr später veröffentlichte er zwar einen ausführlichen Bericht über seinen Besuch in der Zeitschrift des Alpenvereins, dennoch geriet die Höhle wieder in Vergessenheit.

Alexander von Mörk, Begründer der Salzburger Höhlenforschung, erkannte Anfang dieses Jahrhunderts die Bedeutung von Posselts schriftlichem Vermächtnis. Seinen Expeditionen folgten die bahnbrechenden Erkundungen weiterer Forscher in den zwanziger Jahren. Mit zunehmender Bekanntheit des Naturwunders wuchs bald auch sein touristischer Wert. Schon 1920 errichtete man die sogenannte "alte Forscherhütte" am Achselkopf und die ersten primitiven Steiganlagen zur Höhle und ihrem Inneren.

Ein Jahr darauf führte die steigende Besucherzahl zum Bau eines Fußweges von Werfen und Tenneck. 1924 war der Eisteil der Höhle durchgehend begehbar und 1925 entstand neben der Forscherhütte ein großzügiges Schutzhaus, das in Anerkennung der Verdienste Friedrich Oedls um die Erschließung der Eisriesenwelt seinen Namen erhielt. Rund 25 Jahre lang war der Anstieg zur Höhle ausschließlich zu Fuß möglich. Unter eher abenteuerlichen Bedingungen konnte man ab 1953 die zunächst einspurige und unasphaltierte "Eisriesenweltstraße" befahren und ab 1955 anschließend in die Seilbahn umsteigen, die den steilsten Teil des Weges (1076 m - 1586 m) in wenigen Minuten bewältigt.

Grundeigentümer der Eisriesenwelt sind die Österreichischen Bundesforste. Mit ihnen hat der Salzburger Verein für Höhlenkunde zunächst eine vorläufige Pacht vereinbart, die 1928, nach Gründung einer eigenen Eisriesenwelt - Gesellschaft, in ein langfristiges Vertragswerk mündete. Die Bundesforste erhalten einen nicht unbeträchtlichen jährlichen Prozentsatz der Eintrittsgebühren.

Eisriesenwelt
Foto: Geolina163 CC-BY-3.0, via Wikimedia Commons

Besucherinfors

Öffnungszeiten
Höhlen- und Seilbahnbetrieb:
1. Mai bis 26. Oktober. Öffnungszeiten: 9:00 bis 15:30 Uhr (letzte Führung) oder 16:30 (letzte Führung im Juli und August). Dauer der Führung: ca. 1 Stunde, 15 Minuten. Für den Besuch sollte man insgesamt 3 bis 4 Stunden einkalkulieren.

Vorbereitung auf den Besuch
Empfehlenswert sind feste Schuhe und warme Kleidung. Die Temperatur liegt auch im Sommer meist unter Null Grad. Am Höhleneingang wird man mit Grubenlampen ausgerüstet. Im Inneren sorgt Magnesiumlicht für effektvolle Beleuchtung der eisigen Skulpturen. Die Höhle selbst steht im übrigen unter Denkmalschutz und darf nur mit autorisierten Führern betreten werden.

Hunde
Natürlich steht die Eisriesenwelt auch Tieren offen. Doch wirklich empfehlenswert ist ihr Besuch wegen der vielen Treppen in der Höhle nicht.

Kinder
Es liegt in der Verantwortung der Eltern, ob sie ihren Kindern den für sie relativ langen Marsch durch die kalte Höhle zutrauen oder nicht. In jedem Fall sollte auf ausreichend warme Bekleidung geachtet werden. Mütze und Handschuhe bitte nicht vergessen.

Gesundheit
Während des Besuches der Höhle sind insgesamt 134 Höhenmeter zu überwinden. Das entspricht etwa dem Füßmarsch durch das Treppenhaus eines großen Hochhauses. Auch hier liegt es in der Eigenverantwortung jedes Einzelnen, ob er sich die damit verbundene Anstrengung zutraut. Zweifellos entschädigt jedoch die Schönheit der Eisfiguren und die beeindruckende Dimension der Höhle für jede Anstrengung!

Foto und Film
Um es gleich vorweg zu sagen: Das Fotografier- und Filmverbot in der Höhle dient nicht der Ankurbelung des Postkartengeschäftes. Die große Menge an Besuchern macht die Regelung jedoch sinnvoll. Alle sechs Minuten startet zur Hochsaison eine Führung, deren Ablauf präzise geplant ist. Die unvermeidliche Verzögerung bei der Suche nach geeigneten Foto-Objekten und deren Plazierung von Angehörigen oder Freunden davor, die besonderen Lichtverhältnisse und das eventuelle "Nachladen" der Kamera würde diesen Rhythmus empfindlich durcheinanderbringen. Auch die Blendung anderer Besucher durch Blitzlicht, die Belastung der Höhlenumwelt durch achtlos weggeworfene Filmhüllen und die Gefährdung durch "Abstecher" ins Eis spielen eine Rolle.

Schönwetter/Schlechtwetter
Auch an schönen und heißen Tagen empfiehlt sich ein Besuch bei den Eisriesen. Gerade dann beeindruckt der Panoramablick vom Eingang weit über das Salzachtal hinaus und der Wechsel zwischen Licht und Finsternis ist bei schönen Wetter besonders reizvoll.

Textauszüge wurden mit freundlicher Genehmigung der Eisriesenwelt zur Verfügung gestellt

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