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Länge Planseestraße: 5 km
Höhe: 976 m
Gebiet: Heiterwang, Reutte| AT
Strecke: Ettal - Reutte 36 km
Wintersperre: keine

Österreich | Tirol

Plansee

Planseestraße - Motorradtraum in Tirol Planseestraße - Motorradtraum in Tirol Planseestraße - Motorradtraum in Tirol

Südwestlich des Ammersattels befindet sich der Plansee.

Von Ettal und Oberammergau kommend wedelt man durch das waldige Naturschutzgebiet der Ammergauer Alpen, vorbei am legendären Schloss Linderhof - das man besichtigen und von dem aus man schöne Bergwanderungen unternehmen kann, aber das ist eine andere Baustelle ;-). Nach entspannter Abfahrt wird der je nach Sonneneinstrahlung grün- bis türkisfarbene Plansee erreicht. Steil aufragende Berge, die an den 2000er Höhen kratzen, mit phantasievollen Namen wie Lichtbrenntjoch, Faselbergkopf und Soldatenköpfe, rahmen den See ein. Für die geniale Uferstraße wird ein Geschwindigkeitslimit von 50km/h aufgerufen. Die Bergkulisse ist so überwältigend, dass die vermeintliche Beschränkung jedoch zu einem Genuss wird und die Berge zu einer gigantischen Kulisse für die in einen perfekten Radius gemeiselten Kurven. Die Erbauer müssen Motorradfahrer gewesen sein!

Bei schönem Wetter und vor allem am Wochenende ist die am Nordufer entlangführende Planseestraße (L 255) täglich das Ziel Hunderter begeisteter Motorradfahrer, die die schön geschwungenen Kurven schätzen. Der Plansee ist seit 1908 durch einen 300 Meter langen Kanal mit dem etwas höher liegenden Heiterwanger See verbunden. Kurz zuvor war das Kraftwerk in Betrieb genommen worden. Wer heute zu verschiedenen Jahreszeiten an den Plansee fährt, wird unterschiedliche Wasserstände bemerken, was auf die Arbeit des Kraftwerk zurückzuführen ist. Die Wasserqualität ist gut, vor allem Taucher wissen dies zu schätzen, da die geringe Menge an Schwebstoffen eine große Sichtweite von rund 15 Metern zulässt.

Wer etwas Erholung vom aufregenden Kurvengewetze braucht, der kann am Plansee sein zweirädriges Gefährt gegen ein Schwimmgefährt tauschen: Auf dem Plan- und Heiterwanger See verkehrt nämlich eine der höchstgelegenen Schifffahrtslinien in Österreich. Von Ende Mai bis in den Herbst kann man bei den drei Hotels "Forelle", "Seespitze" und "Fischer am See" in ein Schiff umsteigen.

Der Existenz des Heiterwanger Sees wird man bei der Fahrt am Plansee nur durch das Kartenstudium gewahr - und als Wanderer. Denn der See "verschwindet" in den Bergen, die Planseestraße führt nicht daran vorbei. Von der anderen Seite aus, der Fernpassstraße, gelangt man in Heiterwang an das Südufer des gleichnamigen Sees. Aber dort ist Endstation, um den See herum führen ausschließlich Wanderwege. Das nur am Rande.

Wer die Gelegenheit hat (aus dem Süden Deutschlands ist das ja kein Problem), sollte mal im Winter an den Plansee fahren. Da liegt der Wasserspiegel teilweise 5 Meter tiefer als im Sommer und - was das verblüffendste ist, wenn man den motorisierten, lauten Trubel im Sommer kennt - es ist kein Schwein unterwegs! Gut - dafür ist es zapfig, man darf nicht vergessen, dass der See inmitten hoher Berge liegt, die in den Wintermonten nicht viel Sonne in das Tal fallen lassen. Ein wenig Zwiebellook ist da angebracht. Die Fotos entstanden übrigens alle im April, da ist trotz frühlingshafter Temperaturen auch noch nicht viel los.

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