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Ramsbeck ist eines der vielen Besucherbergwerke im Sauerland. Seine erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 1518, es existiert also schon mindestens 500 Jahre.
Deutschland | Nordrhein-Westfalen

Bergwerk Ramsbeck

Förderturm Bergwerk Ramsbeck

Wer in die Grube einfahren will, wird erst mal in eine passende Kluft gesteckt: blauer Kittel und für das Oberstübchen gibt`s einen passenden Helm. Es müssen sich maximal 4 Personen in ein brusthohes Wägelchen falten. Mit 12 km/h rumpelt der Zug 1,5 km weit in einen Stollen hinein. Dort wird man vor allem mit den Arbeitsgeräten und -maschinen bekannt gemacht.

Im Obulus für die ca. einstündige Einfahrt ist auch ein Besuch des Bergbaumuseums enthalten. Hier erfährt man vor allem viel über die Bergbaubedingungen der vergangenen Jahrhunderte.

Die Anfänge des regionalen Bergbau datiert man um 1500 v.Chr. Rund 200 Meter oberhalb des Ortes Ramsbeck befindet sich der Eingang zum Venetianerstollen. Ein sehr kleiner Stollen, mit einem ovalen Querschnitt von nur 50 - 60 cm.

Der Name ist im Laufe der Jahrhunderte verfälscht worden, denn nach wissenschaftlicher Auffassung waren es keine Menschen aus Venedig, sondern die kleinwüchsigen Veneter, die die Stollen vortrieben. Danach kamen wechselnde Besitzer mit großen Plänen, aber nur mäßigen Erfolgen. Die abgebauten Menge Blei und Zink reichten nicht aus, um die Gruben (es waren in der Region ja mehrere kleine) wirtschaftlich betreiben zu können.

Doch das Gerücht, daß die Gruben reich an Erzen wären, hielt sich tapfer. Im 19. Jahrhundert erwarb der französische Marquis de Sassenay die Grube mit hochstaplerischen Plänen, die alle Welt blendeten, aber nur auf sehr wackligen Füssen stand. Trotzdem kamen 1000 Bergarbeiter aus dem Harz, die in der Region neue Siedlungen gründeten. Aber der Berg gab nicht so viel her. Das Unternehmen stand relativ bald vor dem wirtschaftlichen Ruin. Im Jahr 1855 verschwand der Marquis auf Nimmerwiedersehen und 1000 Bergleute standen vor dem Aus.

Während der Inflation, der Weltwirtschaftskrise und nach Zusammenbruch des Dritten Reiches kam der Betrieb dreimal zum Erliegen, rappelte sich jedoch immer wieder mühevoll auf. 1974 kam aber das endgültige Aus.

450 Arbeitsplätze fielen weg. Eine einschneidende Veränderung in einem 3500-Seelen-Ort. Mit staatlicher Unterstützung baute man die Grube zum Museumsstück um und den Ort zum Fremdenverkehrsort.

Wegbeschreibung
Am einfachsten erreicht man Ramsbeck über die A 46 bis zum Ende in Bestwig. In Bestwig orientiert Ihr Euch nach Heringhausen. Habt Ihr diesen Einstieg geschafft, kommt direkt als nächste Ortschaft Ramsbeck. In Ramsbeck selber gibt es kein Problem, das Bergwerk zu finden, da es sehr gut beschildert ist.

Erzbergbaumuseum und Besucherbergwerk Ramsbeck
Glück-auf-Straße 3
59909 Bestwig
Tel.: 02905/250
www.besucherbergwerk-ramsbeck.de
info@besucherbergwerk-ramsbeck.de

Öffnungszeiten
Mai bis Okt 9:00 bis 17:00 Uhr
Nov bis Apr 10:00 bis 17:00 Uhr
letzte Einfahrt 16:00 Uhr

Montags geschlossen!
Ausnahme: Oster- und Pfingstmontag
Vom 1. Adventssonntag bis einschließlich 1. Weihnachtstag durchgehend geschlossen!

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