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Ausgangsort: Thonon-les-Bains
Zielort: kurz nach Bioge (ca. 15 km von Thonon)
Frankreich | Hochsavoyen

Gorges du Pont du Diable
Teufelsschlucht

Castellane Castellane Von Thonon-les-Bains folgt man der D202 in Richtung Morzine entlang des Ge­birgs­flüsschens Dranse. Kurz nach Bioge, wo sich die Dranse mit den Neben­flüssen Brevon und Dranse d'Abondance vereinigt, fin­det man linkerhand eine Schlucht von wirklich se­hens­wertem Charakter. Und in der Vorsaison kann man vielleicht auch - so wie wir - die Schlucht ganz allein erkunden.

Der Parkplatz beim Ein­gang zur Teufelsschlucht ist im Besuchsjahr gebüh­ren­frei. Direkt an der Straße befindet sich unübersehbar ein Kiosk, der die nötigen Ein­tritts­karten zum Kauf anbietet. Mal nicht auf zwei Rädern, sondern per pedes er­kun­den wir diese Schlucht. Mit 5,- Euro pro Nase schlägt dieser Betrag kein allzu großes Loch in die Urlaubs­kasse. Die Eintrittskarten gibt es während der Vor­saison oben am Kiosk.

In der Hauptsaison kann man das Billett weiter unten, am Eingang der Schlucht erwerben. Dazu gibt's dann noch einen großen Zettel mit diversen Erklärungen, der - vielleicht nur in der Vorsaison? - den Führer ersetzt. Auf der Trep­pe haben wir den Ein­druck, eine Grotte zu be­treten; eigentlich ist es eine Klamm, die von der Dranse ausgewaschen wird.

Nur an dieser Stelle wird durch Infiltrationswasser auf eine Länge von etwa hundert Metern ein echtes unterirdisches Flußbett geschaffen, in dem die Dranse unter einem etwa zwanzig Meter dicken Gewölbe ihre Erosions­tätigkeit fortsetzt.

Da das Gewölbe selbst aber sehr stark mit Rissen durchsetzt ist, ist es im Verlauf der Jahrtausende durch das einsickernde Wasser angegriffen worden. Die Felsblöcke über der Klamm sind die Reste dieses ursprünglichen Gewölbes, dem sich anderes Geröll hinzugesellte. Auf dem Hinweg sehen wir die Felshaufen, auf denen sich wieder Wald angesiedelt hat.

Der riesige Felsblock (im Bild links direkt von unten fotografiert), der sich über die Dranse spannt, ist ebenfalls ein Relikt des ursprünglichen Gewölbes; er spannt sich in 40m Höhe über der Dranse und man nennt ihn die Teufelsbrücke.

Früher benutzten ihn die Einwohner von Jotty und Forclaz als Übergang, wenn sie von dem Fuß­weg kamen, den man jetzt noch an der Felsflanke erahnen kann. Die eigentliche Schlucht ist also die Folge der Erosionstätigkeit der Dranse von Morzine, die sich wie eine Säge nach und nach in die Felsmasse eingegraben hat. Das geschieht während einiger zehntausend Jahre, als die letzten großen Gletscher, die die Alpen bedeckten, schmelzen.

Damals ist die Durchflußmenge des Flusses zigmal so hoch als heute, was sowohl das Ausmaß als auch die Stärke der Erosion erklärt: die Schlucht erreicht eine Tiefe von 60 Metern. Die "Koch­töpfe der Riesen" - Sie wurden durch schnelle Strudel geschaffen, die Sand und Kieselsteine mit sich führten. Dennoch ist das Felsgestein, durch das sich die Dranse ihren Weg gebahnt hat, ziemlich hart, denn es handelt sich um grauen, weißgeäderten Marmor.

Zur entsprechenden Tour:
Gorges du Pont du Diable

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