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Schiffe, die von Athen nach Patras fahren, müßten ganz Peloponnes umfahren und damit einen Umweg von 325 km machen, wenn es nicht den Kanal im Isthmus von Korinth gäbe.
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Kanal von Korinth

Kanal von Korinth Das Fahrwasser des Kanals ist nur 8 m tief, aber die Tiefe der Mauern beträgt 80 m. Für die damalige Zeit eine große bautechnische Leistung. Täglich benutzen noch ca. 30 Schiffe den Kanal. Für breite Hochsee­frachter ist er allerdings mit seine max. Breite von 25 m längst zu schmal geworden.

Den besten Blick über und in den Kanal hat man von der Auto- und Fussgänger­brücke der National­straße. Gewöhnungsbedürftig waren für uns die Erschütterungen, die der reichliche PKW- und LKW-Verkehr auf der Brücke erzeugte. Bezeichnend für den baulichen Zustand ist ein Verkehrsschild, das am Beginn der Brücke steht: Ein vorgegebener Mindestabstand zwischen den Fahrzeugen, aber keiner hält sich dran.

An genau diesem Kanal erhitzen sich auch die Gemüter, wenn es heißt den Peloponnes als eine Insel oder Halbinsel zu definieren.

Wegen der Landenge mit einer Breite von 6,3 km müßte man von einer Halbinsel sprechen. Der Kanal dagegen macht widerum eine Insel daraus.

Da der Isthmus von Korinth schon seit Jahrtausenden besiedelt ist, gibt es zahlreiche antike Stätten zu besichtigen. Wenn man, so wie wir, nur auf der Durchreise auf dem Weg zur Fähre nach Patras ist, bleibt allerdings kaum Zeit für diese Schätze, ein Blick auf das "Muss" Kanal muß reichen.

Der Kanal wurde Ende des 19.Jh. verwirklicht, Bauzeit 3 Jahre, von 1881 bis 1893. Die Idee zum Kanal ist ca. 2600 Jahre alt. Kaiser Nero befasste sich dann 67 n.Chr. konkreter mit Plänen für eine derartige Erleichterung für die Schiffahrt. Kleinere Schiffe wurde damals über einen gepflasterten Weg über die Landenge gezogen, Reste davon sind bis heute zu sehen. Die Ausführung des Kanals scheiterte bei Nero an politischen Querelen und in Folge bis ins 19.Jh. an den technischen Möglichkeiten.

Die Fähre von Ancona nach Cesme (Italien - Türkei) hat in der Hochsaison den Kanal für die Passage benutzt und dabei in etwa 10 Stunden Fahrtzeit eingespart, die die Fähre sonst um den griechsichen Archipel herumfahren müsste. Ein Erlebnis, das seinesgleichen sucht. Tief im Kanal mit diesem Riesenschiff an den Sandsteinwänden, die zum Greifen nah erscheinen, vorbei zu fahren, muss man erlebt haben. Allerdings ist die Fährlinie Marmaralines mittlerweile eingestellt und welche Fährschiffe noch die teure Passage durch den Kanal nutzen, ist uns nicht bekannt.

Zur entsprechenden Tour:
Nafplio | Mykene | Korinth

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Die Halbinsel Mani

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