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Eines von 46 denkmalgeschützten Zagoria Dörfern - mit Gassen zum Stolpern
Griechenland | Nord-Griechenland | Zagoria-Dörfer

Monodendri

Von Ioannina bis Monodendri sind es rund 40 km. Ist man 20 km nach Ioannina von der E90 abgebogen, kann man Monodendri nicht mehr verfehlen. Obwohl man mehrmals abbiegen muß. Aber die Ausschilderung ist vorbildlich, nur sollte man auch das griechische Alphabet beherrschen, nicht immer ist für "dumme" Touristen ein Schild in lateinischer Schrift aufgestellt.

Erster Eindruck von Monodendri: Der Ort ist nur 150 m lang und liegt in einer Kehre. Alle Häuser an dieser Straße haben sich in gastronomischer Hinsicht oder als Pension dem Tourismus verschrieben - es sind jedoch nur 4 Häuser mit insgesamt 34 Betten. Soweit der erste Eindruck.

Monodendri Der erste Eindruck ist ein­deutig falsch! Der Ort ist viel größer, beim Fahren jedoch sieht man nur die paar Meter Asphaltband, das den Ort am Rande tangiert. So richtig ein­tauchen in die beson­dere Atmosphäre der Zagoria-Dörfer und dessen Straßen und Gassen kann man nur zu Fuß. Man findet keiner­lei verputzte Häuser, sie sind generell aus Natur­steinen gebaut.

Auch die Dächer werden mit dicken Steinplatten gedeckt. In einigen Ortschaften, u.a. in Monodendri, gibt es feudale Herrenhäuser, die heute restauriert sind und als Pensionen und Hotels ein stilvolles Schlaflager bieten.

Die Pflasterung der Gassen wird uns wohl ein ewiges Rätsel bleiben. Wir steigen nicht dahinter: Die Gassen bestehen durchweg aus hochkant eingebuddelten Platten. In der Mitte der Gasse befindet ein ca. ein Meter breiter Streifen, der links und rechts von längs zur Laufrichtung gelegten Platten (wieder hochkant) begrenzt wird.

Monodendri Und zur Krönung stolpert man in diesem Mittel­streifen noch alle 80-100 cm über einen Stein, der ca. 5cm aus dem restlichen Belag herausragt. Auch die alten Bogenbrücken, die wir besichtigen, haben diese Stolpersteine. Wir suchen nach einer Erklärung:

Die Gassen und die Bogen­brücken sind abschüssig. Unsere Theorie: die Stol­per­steine sind als "Brems­steine" konzipiert. Da die Wagenbremse vielleicht noch nicht erfunden oder vielleicht auch noch nicht bis hierher vorgedrungen war, dienten die Steine dazu, die harten Holzräder vor'm Rutschen zu bewahren. So eine Art Hühnerleiter für Eselskarren ...

Von hier aus kann man viel Ziele im Zagoria-Gebiet erreichen, unter anderem die Brücke von Kipi, vermutlich DAS Fotomotiv hier, kein Bericht ohne diese dreibogige Steinbrücke. Auch hier setzt sich die Bauweise mit den querverlegten Stolperbremssteinen fort.

Zur entsprechenden Tour:
Konitsa

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Vikos-Schlucht

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