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Startseite Tour-Highlights Italien Lombardei Gaviapass

Länge: 42 km
Höhe: 2618 m
Höhenunterschied: ca. 1400 m
Max. Steigung: 16 %
Wintersperre: November - Mai
Ausgangsort: Bormio / Santa Caterina (1242 m)
Zielort: Ponte di Legno (1257 m)
GPS-Daten
Italien | Lombardei

Gaviapass
Passo di Gávia

Gavia-Pass Ausgangspunkt ist Santa Caterina (1734 m, bei Bor­mio), Zielort ist Ponte di Legno. Hinweisschilder weisen schon in Bormio auf den Gaviapaß hin.

Allein schon die Auffahrt ist eine Augenweide, wenn sich die Straße an dem fel­si­gen Hang hinauf­schlän­gelt. Im zweiten Strecken­abschnitt befindet man sich dann oberhalb der Vegetationsgrenze. Das eigentliche Highlight dieses Passes ist in unseren Au­gen die Strecke vor der Scheitel­höhe. Vor Jahren noch als Schotterpass zu fahren, ist der Gavia heute ein Asphalt-Zuckerl, daß sich kein Zweiradfahrer entgehen lassen sollte. Negativaspekt der Asphaltierung: Lärmende Italiener, die sich im Technosound ihrer Autoboxen vor dieser grandiosen Naturkulisse foto­gra­fieren lassen und ihr Auto mit offenen Türen in einer Kehre abstellen. Das mag nicht der Durch­schnitt sein, aber wir konnten es so beobachten.

Gavia-Pass Hier, in Höhe des Rifugio Berni wurden wir durch die Ausblicke fast gezwungen, alle paar hundert Meter anzuhalten, um die Natur zu erleben. Bucklige, hoch­alpine Grasnarben; im Hinter­grund der Dosegu­gletscher am Punta S. Matteo. Mit Worten läßt sich diese Landschaft fast nicht beschreiben.

Gavia-Pass Am Scheitelpunkt ange­kommen hat man einen Höhenunterschied von 1400 m überwunden. Leider haben wir es zeit­mäßig nicht geschafft, querfeldein durchs zerklüf­tete Gelände bis zum Glet­scher zu laufen, aber wir schätzen, daß man für diesen Spaziergang unge­fähr eine Viertel­stunde braucht.

Die Abfahrt ist nicht weni­ger sehenswert. Da an eini­gen Stellen die "Leit­plan­ken" aus nur an einbeton­ierten Pfosten und durch Draht befestigte Zaun­lat­ten bestehen, ist anzu­neh­men, daß dieselbigen nur einen rein psychologischen Sinn erfüllen sollen.

Kurz nach Beginn des Abstieges sieht man hinunter auf den Lago Nero (2386 m), zu dem auch ein naturbelassenes Sträßchen führt, welches für den Motorradtourismus nicht gesperrt ist. Nach einigen Kehren passiert man einen schätzungsweise 200 m langen Tunnel.

Gavia-Pass Doch für ganz Mutige besteht die Möglichkeit, auf der ursprünglichen Trasse, die sich außen am Berg entlang befindet, ihr "Adventure" zu suchen. Dieser Abschnitt ist grob geschottert und durch kein Verbotsschild gesperrt. Nach dem Tunnel folgen wieder dicht aufeinander annähernd ein Dutzend Kehren.

Rechterhand erinnert ein Obelisk an welchem eine Gedenktafel an die hier mit einem LKW abgestürzten Alpinisoldaten. Unterhalb der Baumgrenze wird die Straße stellenweise sehr schmal.

An diesen Passagen steht dann bei unserer Fahrt auch der Verkehr still, es geht nichts mehr. Autos und äußerst wagemutige (oder leichtfertige?) Wohnmobilfahrer verstopfen die Fahrbahn. Selbst mit dem Motorrad müssen wir ganz schön zirkeln, da wir auf der Durchreise und mit den Koffern voll beladen sind.

Am Zielort des Passes hat man über 40 km zurückgelegt. Diese Tour ist eine der beein­druckend­sten, landschaftlich besonders reizvollen Strecken.

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