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Länge: 30km
Höchster Punkt: 1441 m
Max. Steigung: 17 %
Ausgangsort: Abfaltersbach (999 m) / im Westen
Zielort: Leisach (710 m) / im Osten
Wintersperre: keine
Italien | Dolomiten / Südtirol

Pustertaler Höhenstraße

Pustertaler Höhenstraße Pustertaler Höhenstraße Pustertaler Höhenstraße

Die Pustertaler Höhenstraße (L234) befindet an den Hängen des Hochpustertals und verläuft oberhalb des Drautals in den Lienzer Dolomiten. Einstieg ist im Osten nahe Lienz in Leisach (ausgeschildert). Sie ist unsere bevorzugte Alternative zur Straße B100 im Drautal, die wegen des starken Verkehrsaufkommens nicht unbedingt schneller ist. Im Pustertal lassen sich mehrere Hochstraßen mit dazwischen geschalteten Ab- und Aufstiegen miteinander verbinden: die Pustertaler Höhenstraße, die Pustertaler Sonnenstraße, der Vierschachberg und als Sackgassenvariante eine Höhenstraße ohne offiziellen Namen oberhalb des Villgratentales (von Sillian nach Norden). Bis auf letztere beschreiben wir alle diese Höhenstraßen.

Die Pustertaler Höhenstraße ist in Abfaltersbach Richtung Anras ausgeschildert. Nach einigen saftigen Anstiegen mit bis zu 17% erreichen wir bald einen größeren Abzweig. Hier mündet die Straße von Mittewald ein. (Ausstiegs- oder Einstiegsmöglichkeit!)

Hier kann man einen kurzen Abstecher zum Kirchlein St. Justina machen oder einfach weiter Richtung Vergein fahren. Die Straße zieht sich kurvenreich nach Norden ins Kristeinertal hinein, überquert zweimal den Bach um sich schließlich wieder nach Süden zu wenden, wo sie nach einigen Kehren die Weiler Burg, Kosten, den höchsten Punkt dieser Strecke, Bichl und Assling erreicht. In Assling kann man einen Wildpark besuchen.

Kurz nach Assling ist ein weiterer Ein- und Ausstiegspunkt erreicht: eine Straße führt hinunter auf die B100/E66. Aber bloß nicht! Nur Naturkatastrophen und unmißverständliche Sperrungen können uns dort hinunter ins Verkehrsgefühl zwingen. Nicht nur, daß der Verkehr und die Streckenführung für Motorradfahrer eher uninteressant ist, auch die Temperaturen sind gerade im Sommer unten im Tal wesentlich höher. Die Luft steht.

So erging es uns im Sommer 2011, als ein von den Experten lang befürchteter Hangrutsch die Straße unpassierbar machte. Wir kamen von Osten her und mussten vor Kosten irgendwo runter und ein Teilstück auf der B100 fahren, bis wieder eine Auffahrt hinauf die Höhenstraße möglich war.

Dabei ist ein besonders reizvolles Stück der nicht ausgeschilderte Bannberg vom/zum Ort Bannberg. Das einspurige, geteerte Sträßchen zieht sich in ca. 15 engen Serpentinen über den Hang.

Zahlreiche Print- und Onlinemedien berichteten im Juni 2011:
(hier ein Bericht von www.osttirol-online.at)

Tausende Kubikmeter Geröll und Erdreich rutschten nach den heftigen Regenfällen in die Tiefe und brachen die Höhenstraße zwischen Kosten und Vergein ab. Die Verbindung bleibt den Sommer über gesperrt.

Ein verheerendes Bild bot sich am vergangenen Wochenende auf der Pustertaler Höhenstraße. Auf einer Länge von 50 bis 100 m ist nur noch eine Handbreit Asphalt von der Höhenstraße im betroffenen Gebiet zwischen Kosten und Vergein vorhanden, der Rest in die Tiefe gerutscht. Die anhaltenden Regenfälle der letzten Wochen hatten der der ohnehin schon schwer mitgenommenen Pustertaler Höhenstraße derart zugesetzt, dass sie abbrach. Davon betroffen war auch der jedoch schon seit längerer Zeit nicht mehr zugängliche Wanderweg. Daher müssen Autofahrer entweder die Auffahrt von Thal-Assling oder von Mittewald aus nehmen.

Pustertaler Höhenstraße Der Bannberg ist garantiert nicht als von den Gemeinden gern gesehene Durchfahrtsvariante gedacht (und auch nicht ausgeschildert), da die Straße im oberen Teil fürchterlich steil (25%?) und - gerade so - einspurig zwischen den Gehöften von Bannberg hindurch geht.

Man kann eigentlich kaum glauben, sich auf einer öffentlichen Straße zu befinden. Die anschließenden Kehren sind sehr steil und eng!

Insgesamt empfehlen wir, diese Verbindung keinesfalls mit zweispurigen Fahrzeugen zu fahren! Motorradfahrer sollten Fahrpraxis haben, die steilen Passagen haben es echt in sich!

Im Ort Bannberg zweigt auch die kleine, mautpflichtige Hochsteinstraße hinauf zur Bannberger Alm (oder Alpe) in 1980 Metern Höhe ab. Dort oben an der Alm befindet sich ein Parkplatz, von dem aus viele Wanderer ihre Touren zur Hochsteinhütte (zehn Minuten Gehzeit) sowie zum Gipfel des Bösen Weibele starten.

Weiter auf der Pustertaler Höhenstraße: Ab Bannberg hat man noch die Ortschaft Oberburgfrieden und eine Abfahrt hinunter nach Leisach vor sich. Dreißig Kilometer Pustertaler Höhenstraße liegen nun hinter uns. Im Fazit: Ein herrliches Sträßlein, das man immer und immer wieder fahren mag!

Tipp: Im Juni prüfen wir bei Planung einer Tour, ob uns nicht gerade zur selben Zeit Radfahrer den Platz auf der Höhenstraße streitig machen würden. Denn alljährlich im Juni kämpfen 2000 Radler um die schnellste Zeit bei der Dolomiten-Radrundfahrt, und dies auch über die Pustertaler Höhenstraße.

Weitere Touren im Land:
Idro- & Gardasee | Sizilien | Amalfitana

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Pustertaler Sonnenstraße

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