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Startseite Tour-Highlights Italien Dolomiten | Südtirol Stilfserjoch

Länge: 49 km
Höhe: 2758 m
Höhenunterschied: ca. 900 m
Max. Steigung: 15 %
Ausgangsort: Spondinig
Zielort: Bormio
Wintersperre: Oktober bis Juni
Ostrampe: 48 Kehren (15 %)
Westrampe: 39 Kehren (12 %)
GPS-Tourdaten
Italien | Dolomiten / Südtirol

Stilfserjoch
Passo dello Stelvio

Stilfser-Joch Schon 50 Kehren gefahren und kein Ende in Sicht? Das kann nur das Stilfser Joch sein. Mit seinen insgesamt 87 Kehren auf beiden Paß­rampen gibt dieser Hoch­alpen­paß jedem Motor­rad­fahrer eine lohnende Arbeitsaufgabe.

Von Spondinig kommend quert man anfangs ein paarmal den Fluß Trafoi, bevor man den Kampf mit den ersten der insgesamt 48 Serpentinen der Ost­rampe aufnimmt.

In der Ortschaft Gamagoi wird man das erste Mal an die kriegerische Vergangenheit dieser Region erinnert; die alten Häuser dieses Orts wurden 1915 von den Italienern gesprengt, um freies Schußfeld für ihre Kanonen zu haben. Kurz vor Trafoi eröffnet sich ein erste grandioser Blick auf die Ortlergruppe.

Stilfser-Joch

Beim "Weissen Knott" bietet sich noch einmal eine besonders schöne Aussicht, bevor man den Berghang weiter über gemauerte Haarnadel­kurven im Zickzack hinauf­fährt. Angekommen auf der Passhöhe kann man dem Ganzen noch eins draufsetzen, indem man nochmals 77 Höhenmeter überwindet (allerdings zu Fuß) und auf der Nordseite des Stilfserjochs auf die Dreisprachenspitze zu kraxeln.

Hier verliefen bis 1919 die Länder- und Sprachgrenzen Italiens, Österreichs und der Schweiz und entsprechend umkämpft war dieses Gebiet im 1. Weltkrieg. Selbst auf dem nahen Ortler (3905 m) und dem Madatschgletscher wurde erbittert gerungen. Man stelle sich vor, auf den Ortler wurde sogar ein Geschütz hinauftransportiert! Die Trasse des Stilfserjochs gibt es in dieser Ausführung seit 1826 und an der kühnen Trassenführung hat sich bis heute nichts wesentliches geändert.

Von Spondinig bis Bormio sind es ungefähr 50 km, die nachhaltig im Gedächtnis bleiben! Im oberen Bereich des Joches wird die Straße nur noch von kargen Felswänden und spärlichen Grasnarben flankiert. Die Ausblicke auf die umliegenden Dreitausender und Gletscher lenken etwas von der aufkommenden Höhenangst ab. Und die Rückblicke auf die soeben gefahrene Strecke läßt ein Gefühl von "Das gibt`s doch gar nicht" aufkommen.

Oberhalb der 2000m-Grenze läßt die Motorkraft jedes Fahrzeugs merklich nach, Mensch und Maschine müssen in der dünnen Luft ganz schön schnaufen! Am Scheitelpunkt ist bei schönem Wetter die Hölle los, aber es gibt bei der Anfahrt auch vorher genug Haltebuchten, wo sich eine Rast anbietet.

Ca. 3 km hinter dem Stilfserjoch befindet sich rechterhand der Abzweig zum Umbrailpass oder Wormser Joch, wie der bereits vor 2000 Jahren bekannte Alpenübergang früher hieß.

Stilfser-Joch

Hier muß man sich ent­schei­den, ob man die 34 Keh­ren des Umbrailpasses hinunter ins Münstertal fahren will oder die 39 Kehren der Westrampe des Stilfserjochs. Anfangs über sanft abfallende Hänge schlängelt sich die Straße entlang des Brauliobachs. Hier bekommt man schöne Ausblicke auf den Monte Cristallo.

Danach ändert sich die Szene schlagartig, wenn es gilt, die wilde Braulio-Schlucht ("Wormser Joch") mit seinen fast senkrechten Felswänden zu bewältigen. Zahlreiche Felsgalerien bieten hier Schutz vor Lawinen und Steinschlägen. Die 2758 m hohe, interessante und attraktive Hochalpenstraße liegt in der Region Südtirol.

Einmal im Jahr dreht Nauders fürchterlich am Rad. Dasselbe tut wohl auch jeder Motorradfahrer, der sich das Stilfserjoch an genau diesem Tag eingebildet hat und feststellen muss, daß Tausende Rennradler über den Pass stampfen: dann findet das Radrennen "Dreiländergiro" statt. Auf zwei verschiedenen Strecken (ausgehend vom Reschenpass, die längere Strecke betrifft auch das Stilfserjoch) quälen sich die Rennradler teils heftige Steigungen hinauf. Die Straßen werden für den allgemeinen Verkehr nicht gesperrt.

Infos zum Radrennen:
www.dreilaendergiro.at

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