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Länge: 14 km
Höhe: 2192 m (Sperrfort)
Höhenunterschied: 759 m
Max. Steigung: 10 %
Ausgangsort: Stern/La Villa (1433 m)
Zielort: Falzaregopass (2117 m)
Wintersperre: keine
Italien | Dolomiten / Südtirol

Valparolajoch
Passo di Valparola

Valparola-Joch

Vom Grödner Joch oder von Bruneck kommend bieten sich zwei Alter­na­ti­ven, um den Valparolapass zu erreichen. Eine Mög­lich­keit ist über den Campo­lun­gopass nach Arabba, um dann auf die SS 48 in Richtung Falzaregopass abzubiegen. Kurz vor der Paßhöhe des Falzarego führt der Weg dann in nördliche Richtung zum Valparola.

Die zweite und lohnendere Variante ist der Weg über Stern/La Villa. Der Weg zum Scheitelpunkt läßt durchaus einen Vergleich mit dem Gavia zu. Provinzmäßig durchläuft der Valparola zwei Grenzen. Die Provinz Bozen und die Provinz Belluno teilen sich gemeinsam den Streckenverlauf. Von Stern/La Villa aus kommend, passiert man einen Teil des Val di San Cassiano, in der sich die Straße bald in einer stetigen Steigung die bewaldeten Hänge hinaufschlängelt.

Valparola-Joch Kurz vor der Passhöhe, un­gefähr 2 bis 3 Kehren, lohnt sich ein Stop, um die Landschaft noch einmal rückblickend Revue pas­sie­ren zu lassen.

Die Wiesen sind übersät mit kleineren und größe­ren Felsbrocken, als hätten sich da in Urzeiten Riesen mit Murmeln die Zeit ver­trieben.

Zwischen den Felsbrocken läuft man auf sattem Gras und einer Vielzahl von Blu­men. Vereinzelte Sträucher und Miniaturkiefern runden das bizarre Bild ab.

Valparola-Joch Bei dieser Rast lohnt sich auch ein Blick in östlicher Richtung. Dort auf einem der vielen Bergspitzen "thront" eine riesiger Fels­brocken, in dem man auch ohne Phantasie ein ver­schmitzt grinsendes Ge­sicht entdeckt (Lagazuoi-Massiv). Blickt man von hier aus in westliche Rich­tung zum Settsass, kann man im Felsen eine große Öffnung ausmachen. Für den, der sich einen kleinen "Umweg" zu Fuß gönnen möchte, besteht hier die Möglichkeit den Ursprung dieser Höhle, sei er menschlich oder natürlich, zu erkunden. Aus der Ferne vermuteten wir einen Stollen mit einer verfallenen Stellung aus dem 1. Weltkrieg und wir hatten recht.

Der Einstieg zu dazu befindet sich rechts neben der ersten Gastwirtschaft, die sich am Scheitel­punkt des Valparola befindet. Er besteht aus einem Trampelpfad, der teilweise über Wiesen, aber auch über Schotter führt. Folgt man diesem, so gelangt man unweigerlich zu dem Stollen.

Verkohlte Holzbalken und die Steinmauern sind wohl die Reste einer Unterkunft von Gebirgs­jägern, die von hier aus das Tal umfassend überblicken konnten. Der Stollen mißt nach unserer Schätzung ca. 6 Meter. Am Ende schließt sich ein Querstollen an, in den wir uns mangels Taschenlampen allerdings nicht hineintrauten.

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