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Recht & Verkehr

Mit Schußlöchern: Ein Strassenschild in Albanien wird oft als Zielscheibe für Schießübungen mißbraucht. Es gibt keine wichtigen, von den deutschen Verkehrsregeln abweichende Bestimmungen, alle Einschränkungen ergeben sich aus der Straßenbeschaffenheit.

Die Geschwindigkeitslimits sind meist nicht zu erreichen, weil der Straßenzustand es nicht zuläßt. Dazu mehr unter dem Menüpunkt Straßenbeschaffenheit.

Dass Straßenschilder oft als Zielscheibe für Schußübungen mißbraucht werden, wird dem fehlenden Übungsgelände geschuldet sein und lässt keine Rückschlüsse auf die Durchsetzung von Verkehrsregeln zu. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass Verkehrs- und Verbotsschilder von Albanern nicht so ernst genommen werden wie von uns gesetzestreuen Westeuropäern.

für PKW | PKW mit Anhänger | Wohnmobile bis 3,5 t | Motorräder

120 km/h
80 bis 90 km/h
40 km/h

Tanken in Albanien - www.bikerdream.de Tanken in Albanien - www.bikerdream.de Tankstellen können Sprit haben - müssen aber nicht. Aber dann ist die nächste Tankstelle nicht weit. Das Tankstellennetz ist dicht. Zwar gibt es schon mal Landstriche, zum Beispiel in den nordalbanischen Alpen oder in sehr ländlichen Bereichen ohne nennenswerte Ortschaften, wo man etwas fahren muss, um die nächste Tankstelle zu erreichen, aber mit etwas Voraussicht ist Spritmangel kein Thema.

Die Preisanzeigen stehen bei 98 Oktan meist auf 000 Lek - es gibt diesen Sprit kaum. Wir tankten einmal 98 Oktan, während der drei Wochen. Alle anderen Tankstellen hatten nur 95 Oktan im Angebot. Und auch das war ab und zu "finish".

Die Qualität des Benzins ist sehr unterschiedlich. Meist war es gut, aber zwei, drei Mal wurden wir auch mit ziemlichem Motorklingeln bestraft. Es wird empfohlen, vor allem die grossen Ketten wie Kastrati anzufahren, in der Hoffnung, dass die eine gleichbleibend gute Qualität haben. Aber bei welcher Tankstellenkette es uns letztendlich mit dem Klingelsprit erwischt hat, können wir nicht sagen. Was auffällt: es gibt unendlich viele verschiedene Tankstellenfirmen, wesentlich mehr als bei uns. Vor einigen Jahren gab es mal einen großen Skandal, weil viele Tankstellen von der Mafia zur Geldwäsche genutzt wurden. Eine ganze Menge wurden daraufhin geschlossen (die aber mit Sicherheit jetzt alle unter neuer Führung wieder arbeiten).

Oft sind die Tankanlagen aus dem Ausland importiert. Gebrauchte, ausrangierte Anlagen aus dem deutschsprachigen Raum sieht man sehr oft. Es macht sich keiner die Mühe, die DM- oder Euro-Zeichen auf den Zapfsäulen zu übermalen.

0,1 ‰

NEU: Es wird eine Straßenbenutzungsgebühr erhoben, die bei der Ausreise zu bezahlen ist. Pkw, Motorräder, Gespanne und Wohnmobile zahlen 1,- Euro pro Aufenthalt (von maximal 60 Tagen). An der Grenze wird bei der Einreise für jedes Fahrzeug eine Einreisebestätigung ("Vertetim Hyrje") ausgestellt. Sie muss bis zur Ausreise aufbewahrt werden und dient zur Berechnung der Straßenbenutzungsgebühr.

Autobahn in Albanien- da ist kaum ein Auto unterwegs Schlagloch in Albanien Autobahnen und Nationalstraßen befinden sich im Aufbau. Die beste Fahrbahn hat die Autobahn, die aber kaum befahren wird - Staus sind dort kaum zu befürchten. Man sollte immer mit Hindernissen rechnen. Ziegen sind auch auf der Autobahn nichts ungewöhnliches. Auch Fußgänger, streunende Hunde, Fuhrwerke sind oft zu sehen. Imbissbuden an den Leitplanken bieten eine Möglichkeit, von auf dem Standstreifen parkenden Autos abgelenkt zu werden. Derzeit ist keine Maut zu entrichten.

Wer gern offroad fährt, findet in Albanien das beste Terrain dafür. Genug Straßen sind noch über Dutzende von Kilometern nicht einmal geteert. Die Fortbewegung ist manchmal sehr müßig, wobei manche Pisten auch gut gepflegt sind und selbst für uns (zu zweit mit Gepäck) ganz gut machbar sind. Zu nennen wäre die Piste ins Valbonatal, die zum Teil noch Piste war, aber auf einem Teilstück waren die Teermaschinen vor uns da.

Unterwegs auf dem Barmash-Pass Straßenschäden in den nordalbanischen Alpen Kuh und Kuhtreiber im Valbona-Tal Aber selbst Asphaltstraßen sind kein Garant für rasches Vorwärtskommen. Oft sind die Straßen dermaßen geflickt, löchrig, weggebrochen, zusammen mit den vielen kurvigen Strecken sorgt das dafür, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit kaum über 25-30 km/h liegt.

Zum Beispiel die SH30: eine Asphaltstrecke aus Nordalbanien zur Küste (Rreshen). Die SH30 zweigt von der SH5 zwischen Fushë Arrëz und Pukë Richtung Süden ab. Für 55 km Asphaltstraße brauchten wir 2 Stunden. Das lag daran, dass einige Abschnitte nur mit Schrittgeschwindigkeit befahren werden konnten, weil tiefe Löcher in der Fahrbahn klafften. Die Fahrbahn ist der reinste Flickenteppich und hohe Verwerfungen machen einem das Leben schwer. Gottseidank macht wenigstens die Landschaft einiges von dem Ungemach wieder wett! Wenn nicht einige Abschnitte auch etwas besser gewesen wären, hätten wir noch länger gebraucht! Es gibt nur einen etwas größeren Ort auf der Strecke und sonst nur Häuseransammlungen. Infrastruktur? Negativ, das was es mal gab, wurde aufgegeben, heute laufen große Schweine durch ehemalige Kneipen. Das Ganze ist wohl auf den Autobahnbau zurückzuführen. Weil kein Schwein mehr dort lang fährt, wird die Straße nicht mehr gepflegt. Warum auch?

Anderes Szenario: in den nordalbanischen Alpen sind die Asphaltstraßen (wenn es denn welche gibt) vergleichsweise ganz gut. Aber unwahrscheinlich kurvenreich. Man kommt voran wie auf ganz normalen Alpenpässen. Nur dass hier die Verkehrsdichte unvergleichlich dünner ist. Alle halbe Stunde ein Auto. Mehr nicht. Der Schnitt liegt bei etwa 30 bis 35km/h. Vielleicht ginge es ab und zu flotter voran, aber obwohl die Fahrbahn im Allgemeinen recht gut ist, muss man doch immer damit rechnen, dass nach einer uneinsehbaren Kurve ein tiefes Loch in der Fahrbahn klafft.

Fahrbahnschäden, Löcher, weggebrochene Ränder sind meist mit großen Steinen auf der Fahrbahn markiert. Steinhaufen, einzelne Steine - mit weißer Farbe angemalt. Manchmal auch einfach ein Haufen Kies, auch einseitig großflächig mit weißer Farbe verziert.

Die Ein- und Ausfahrten von Schnellstraßen werden auch als Bushaltestellen genutzt.

Nachts sollte man nicht fahren. Die Dörfer sind nicht beleuchtet. Auch Esel haben hinten keine Beleuchtung - man sieht Hindernisse, Löcher und Fussgänger einfach viel zu spät.

Hier ausführliche Straßenbeschreibungen für einzelne Strecken zu dokumentieren wäre müßig, es ändert sich zu schnell etwas. Dafür gibts informative Threads, vor allem im Forum von albanien.ch wird darüber immer aktuell diskutiert, von Leuten, die vor Ort sind oder waren.

Beste Quelle also: das Albanien-Forum mit einer Suche nach "Straßenzustand"

Straßennamen gibt es erst seit zwei Jahren - deshalb diese nigelnagelneuen Schilder Bloß nicht auf eine Beschilderung hoffen! Vor allem auf Nebenstraßen steckt die Beschilderung noch in den Kinderschuhen. Auf den großen Überlandstraßen / Autobahnen sind mittlerweile genügend Schilder vorhanden.

Autobahnschilder sind grün mit weißer Schrift, Nationalstraßenschilder (SH1 bis SH9) blau mit weißer Schrift.

Erst seit kurzer Zeit existieren in den Städten Straßennamen. Bis vor wenigen Jahren hantierte man bei der Postzustellung mit dem Familiennamen + Stadtteil + einer Nummer. So gab unsere Unterkunft in Berat als Adresse "Shtatori 13" an, während es auch einen für uns komplizierten Straßennamen gab, den aber erst seit ca. zwei Jahren, wie unser Hausherr berichtete.

Die Einwohner der Städte haben sich an die Straßen noch nicht wirklich gewöhnt. Die alten Stadteilnamen sind geläufiger. Dass die Straßennamen noch ganz neu sind, kann man auch an den frischen Schildern ablesen. Sonst wären sie wie alles Metall in Albanien verrostet ...

Dass die Straßenschilder, außerhalb geschlossener Ortschaften allerdings, oft als Zielscheiben herhalten müssen, haben wir ja schon erwähnt.

Detailierte Empfehlungen für passende Karten unter dem Menüpunkt .

Der Fahrstil der Albaner ist unauffällig und vorausschauend. Kein Vergleich mit Süditalienern oder anderen temperamentvollen Verkehrsteilnehmern. Bei den vorhandenen Straßenschäden bleibt ihnen im Interesse eines heilen Autos auch nichts anderes übrig, als seeehr langsam und vorsichtig zu fahren. Vortritt hat meist der Stärkere und auch Rotlichter sind ein Hinweis, aber nicht unbedingt beachtbar

Jedoch bei sehr schlechtem Straßenzustand muss man immer damit rechnen, dass der Gegenverkehr auf unsere Seite rüberfährt! Bei 20 cm tiefen Löchern bleibt einem ja manchmal gar nichts anderes übrig, als die ganze Fahrbahn zu nutzen! Das ist aber kein Problem, schließlich schaut jeder auf den anderen. Mit den Straßenschäden nimmt es der Albaner wesentlich gelassener auf als wir verwöhnten Mitteleuropäer.

Mit dem Erwerb eines Führerscheins nimmt man es in Albanien wohl auch nicht so genau. So manches Milchgesicht hinter der Frontscheibe hat vermutlich die Pubertät noch nicht überwunden. Mit viel Glück ist es schon in der Pubertät ...

Für einige Vorabeindrücke gibt man zum Beispiel "Straßen+Albanien" in Youtube ein.

Moto-Service - in Albania Werkstattkosten sind extrem niedrig, Ersatzteile werden bei Bedarf kurzfristig aus Tirana beschafft. Es wird empfohlen, sich bei anbahnenden Fahrzeugproblemen (im Norden des Landes) in den Kosovo zu begeben, da dort die Infrastruktur wesentlich besser ist. (Achtung, im Kosovo muss eine Versicherung über 30,- Euro an der Grenze abgeschlossen werden, da die Grüne Versicherungskarte nicht gilt.)

Bei Reifenpannen gibt es überall geschickte Reifenflicker. Die Reifenflicker heißen Gomesteri.

Gomesteri - Reifenflicker in Albanien Feuerwehr, Notarzt und Polizei: 129

ADAC Deutschland
Ausland-Notrufnummer: +49 89 22 22 22

ÖAMTC Österreich
Ausland-Notrufnummer: +43 1 251 20 00

TCS Schweiz
Ausland-Notrufnummer: +41 22 417 22 20

ADAC Notrufstation im Kosovo
Ausland-Notrufnummer: +38 51 344 06 77

Parken in Albanien - www.bikerdream.de Straßenschilder in Albanien Wenn man auf seine Siebensachen wie in jedem westeuropäischen Land aufpasst, ist Kriminaltät kein Thema.

In den Hotels und Pensionen haben wir, wenn möglich, das Motorrad in eine Garage oder zumindest ein abgeschlossenes Areal gestellt. Die Alarmanlage war immer eingeschaltet, hat aber beim Entschärfen nie dieses dumpfe "Möööp" von sich gegeben, das uns signalisiert, Dass der Alarm während der Parkzeit ausgelöst wurde. Also von daher: Nicht mal Neugierige gab es. Das Motorrad im Frühstücksraum war allerdings ein Highlight.

Ein wichtiges Thema, das unter dem Menüpunkt Kriminalität wohl am besten aufgehoben ist:

Die Blutrache innerhalb des Kanuns. Der Kanun betrifft den Touristen nur am Rande, ohne ihn zu bedrohen. Der Kanun ist eine ursprünglich nur mündlich überlieferte Gesetzessammlung, die im letzten Jahrhundert von einem Franziskanerpater durch Gespräche mit Stammesältesten zusammengetragen und schriftlich fixiert wurde. Der für Mitteleuropäer unfassbare Kanun legt einerseits fest, Dass dem Gast die höchste Ehre im Haus gebührt, andererseits, Dass das Blut eines getöteten Familienmitglieds mit dem Blut aus der Familie des Mörders gerächt werden muss. Die Wahrung der Ehre der Familienmitglieder und die Einhaltung des Kanuns waren und sind die zentralen Richtlinien des Zusammenlebens

Eine Endlosgewaltspirale. Diese archaische Tradition rettete sich bis in heutige Zeit, ja, flammte nach dem Zusammenbruch des Kommunismus wieder richtig auf, vor allem in den abgeschiedenen Regionen Nordalbaniens. Der Reisende wird allerdings kaum mit dem Kanun konfrontiert werden, außer in Bezug auf das Gastrecht und wenn die dicken Mauern im Erdgeschoß und die Schießscharten in Wehrtürmen an die Männer erinnern, die sich wegen der Blutrache jahre- und jahrzehntelang darin verschanzen mussten oder heute noch müssen.

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