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Pompeji | Gebäude und Plätze

Pompeji Wir können hier nur eine kleine Auswahl von den sehenswerten Gebäuden zeigen. Eine vollständige Abbildung und Beschreibung der pompejanischen Gebäude kann man nicht erwarten. Da dies eine Site für Motorradfahrer ist, möchten wir alle, die nun vom Pompeji-Fieber angesteckt wurden, auf die weitaus umfassendere Literatur verweisen.

An dieser Stelle möchten wir vor allem das folgende Buch empfehlen. Der Autor, ein Archäologe, rekonstruiert das Leben im alten Pompeji anhand der Grabungsfunde bis ins kleinste Detail und läßt das antike Leben plastisch werden:

Robert Etienne:
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Das Forum

Säulengang in Pompeji Vom Haupteingang gelangt man zum Bürgerforum, dem Zentrum des öffentlichen Lebens. An dem rechteckigen Platz (38 x 142 m) befinden sich die Basilika, Tempel, die Räume der Stadtbeamten, das Wahllokal, und die Stadtmärkte. Hier befand sich das Herz der Stadt, hier fanden öffentliche Versammlungen statt. Schon damals war das Forum eine Fußgängerzone. Zentnerschwere Steine begrenzten den Platz zu den Straßen hin und ließen keinen Karren den Platz befahren.

An einigen Gebäuden läßt sich erkennen, dass auch hier die Erdbebenschäden von 62 n. Chr. nicht gänzlich beseitigt waren. Viele Statuen, die die Gebäude schmückten, sind wahrscheinlich vom Erdbeben zerstört oder danach nicht wieder aufgestellt worden.

Das Gebäude der Eumachia ist der wahrscheinlich einzige private Forumsbau: eine prächtige Stadtvilla der Priesterin Eumachia (40 x 60 m). Sie gehörte der vielleicht einflußreichsten pompejanischen Familie der Eumachii an, die viele Weinberge besaß, die größte Ziegelei betrieb und ein Wollmonopol innehatte. Man vermutet, dass in der großen Halle eine Art Wollhandelsbörse und ein Kleider- und Stoffmarkt stattfand.

Forum in Pompeji Die Forumsthermen sind der Inbegriff römischer Hygiene. Diese Therme ist eine von drei großen Thermenkomplexen im Stadtgebiet. Jedes Bad unterteilte sich in Räume für Männer und solche für Frauen. Es gab ein apodyterium (Auskleideraum), tepidarium (Laubaderaum), caldarium (Warmbaderaum), frigidarium (Kaltbaderaum mit Schwimmbecken). Während in den Frauenbädern schon eine Art Fußbodenheizung existierte, heizte man im Männertrakt noch mit großen Kohlebecken aus Bronze (Da kann man sich vorstellen, dass hier manchmal ganz schön dicke Luft herrschte.) Angrenzend an die Forums-Piazza befindet sich ein Macellum, der städtische Fisch- und Fleischmarkt. Im Innern eines rechteckigigen Hofes, der an allen vier Seiten mit einer Kollonade versehen ist, befinden sich zwölf Säulen(fragmente), die wahrscheinlich ehemals ein Dach getragen haben, unter dem man Fisch und Muscheln verkaufte.An der Süd- und Nordseite befanden sich kleine Läden mit einer Wohnetage darüber. Bei dem Erdbeben von 62 wurde der Markt schwer beschädigt und war im Jahre 79 noch nicht wieder vollständig aufgebaut, so dass sich das Marktgeschehen weitestgehend auf öffentlichen Straßen und Plätzen abspielte.

Eine Hälfte des Forums wird fast vollständig von verschiedenen Tempelbauten eingenommen. Von den Griechen gegründet und später von den Römern übernommen ist der Apollotempel. Seine Grundsteinlegung vermutet man im 6. Jahrhundert v. Chr., seine heutiges Aussehen stammt jedoch aus dem 2. Jahrhundert v. Chr,. Im großen Kollonadenhof des Tempels befindet sich noch eine bogenschießende Bronzestatue (allerdings entwaffnet). eine der wenigen Statuen, die nicht in irgendein Museum oder Privatbesitz verschwunden sind. Unübersehbar ist der Jupitertempel am Nordende des Platzes. Hier wurden die griechischen Götter des Olymps, Juno und Minerva, verehrt.

Pompeji - Hauptstraße Ganz im Zeichen der Kaiserverehrung errichtet ist der Tempel des Vespasian. Kaiser Vespasian war der Nachfolger von Nero, der Pompeji nach dem Erdbeben keinerlei Aufbauhilfe gewährte und tatenlos zusah, wie die Menschen mit den Folgen des katastrophalen Bebens zu kämpfen hatten. Bei seinem Amtsantritt 69 n. Chr. schickte Vespasian unverzüglich Geldmittel und Beamte, die sich um die Belange der Stadt und ihrer Bewohner kümmerten. U.a. war das gesamte Archiv der Stadt verlorengegangen, so dass ein Beamter strittige Grundstücksfragen regeln mußte. Aus diesem Grund wurde Kaiser Vespasian wie eine Gottheit verehrt.

Für die Besänftigung der städtischen Schutzgötter errichteten die Pompejaner am Forum das Heiligtum der Laren. Nach dem Beben von 62 unter der Herrschaft von Vespasian erbaut, sollte es wahrscheinlich weiteres Unglück von der Stadt abhalten.

Die Gladiatorenkaserne

Pompeji - Gladiatorenkaserne Angrenzend an das Große und an das Kleine Theater befindet sich ein großer, rechteckiger Bau, der für das Training und die Unterbringung der Gladiatoren ausgelegt war. Im Portikus hatte man Zellen eingerichtet, in denen die Gladiatoren während der Kampfspiele, die bis zu 5 Tage dauern konnten, untergebracht waren. Der Hof diente als Platz für das tägliche Training der Kämpfer. Ebenso vorhanden waren eine Küche mit einem riesigen Kamin und vier Feuerstellen; es gab einen Versammlungsraum und ein kleines Gefängnis.

Pompeji - GladiatorenkasernePompejiIm Gefängnis fand man die gefesselten Leichen zweier Gladiatoren, die dort wegen schlechter Führung festgehalten wurden. Im gesamten Gelände starben insgesamt 63 Menschen, darunter eine vornehme Dame, die herrlichen Schmuck trug. Sie war wohl gekommen, um "ihrem" Helden der Arena zu huldigen (oder vielleicht sogar mehr?) Die Gladiatoren waren Berufskämpfer und rekrutierten sich größtenteils aus Sklaven, aber auch Freigelassene waren dabei. Im Amphitheater fanden nicht nur die Gladiatorenkämpfe statt, sondern es gab auch sogenannte Tierhetzen, der Kampf eines Gladiators gegen ein wildes Tier. Im ersten Amphitheater der römischen Welt waren noch keine unterirdischen Gänge und Käfige für die Raubtiere angelegt. Die Tiere wurden in Käfigen in die Nähe der Arena gebracht.

Das Haus des Faun

Pompeji - Haus des Faun Das "Haus des Fauns" ist die größte Stadtvilla auf pompejianischen Boden. Sie erstreckt sich über annähernd 3000 qm und wurde während der Vesuv-Katastrophe im Jahre 79 n.Chr. wahrscheinlich gerade umgebaut.

Die Ausstattung zeugt von sehr wohlhabenden Besitzern, die sehr viel Wert auf Luxus legten. Sein Namen hat das Gebäude von der Bronzestatue, die im Eingangsbereich steht. Bei den Ausgrabungen fand man unter einem eingestürzten Dach (vermutlich) die Hausherrin, sie hatte ihre Schätze bei sich, goldene Armreifen, Ohrringe, einen silbernen Spiegel und eine Börse mit Goldmünzen. In aller Eile hatte sie dies alles zusammengerafft, aber das Gewicht der Gesteinsbrocken, die der Vesuv regnen ließ, brachte vor ihrer Flucht das Dach zum Einsturz.

Pompeji - Haus des Faun Im Haus des Faun Andere Bewohner erstickten an den giftigen Schwefeldämpfen in ihren Verstecken. Die Originale der kostbaren Funde sind leider fast alle ins Nationalmuseum Neapel gewandert. Auch die Bronzestatue des Fauns ist nur eine Kopie. Ursprünglich konnte man hier viele farbenfrohe Mosaike betrachten - leider alle weg. Nur das nebenstehende, großflächige Mosaik ist noch auf dem Gelände verblieben. Sein dreidimensionaler Effekt ist absolut verblüffend.

Die Thermen

Pompeji - Thermen Wie wichtig die Thermen im Leben der Pompejianer waren, läßt sich an ihrer Anzahl ablesen. Die Forumstherme ist eine von drei großen Thermenkomplexen im Stadtgebiet. Jedes Bad unterteilte sich in Räume für Männer und solche für Frauen. Es gab ein apodyterium (Auskleideraum), tepidarium (Laubaderaum), caldarium (Warmbaderaum), frigidarium (Kaltbaderaum mit Schwimmbecken). Während in den Frauenbädern in allen Räumen eine Art Fußbodenheizung existierte, heizte man im Männertrakt zum großen Teil noch mit großen Kohlebecken aus Bronze. Da kann man sich vorstellen, dass hier manchmal ganz schön dicke Luft herrschte. Der Frauentrakt wurde von dem Erdbeben im Jahre 62 n.Chr. schwer beschädigt, im Jahre 79 war die Wiederherstellung noch in vollem Gange.

Pompeji In den Zentralen Thermen war man technisch sogar schon so weit, dass man einen Raum mit Unterbodenheizung und senkrechten, beheizten Wänden bis auf eine Temperatur von 60°C bringen konnte. Heute würde man das als Biosauna bezeichnen. Hohe Temperaturen wurden von den Medizinern dieser Zeit lautstark angepriesen, der Körper sollte von Giftstoffen frei werden, um wieder Kraft für andere Genüsse zu haben.

Pompeji Die Baderäume besaßen oft ein Kuppeldach, das mit raffiniert angelegten Rillen versehen war. Damit verhinderte man, dass den verehrten Badegästen das an der Decke kondensierte Wasser auf die Köpfe tropfte. Vom Umkleideraum führt ein Verbindungsgang zum nicht überdachten Innenhof, der mit Bänken ausgestattet war und für Sonnenbäder genutzt wurde. Eine große Anzahl von Bediensteten war für solche Thermenanlagen notwendig. Sklaven mußten Holz heranschaffen und zerkleinern, um dem Heizer zur Hand zu gehen. Es gab Bedienstete, die ausschließlich dafür da waren, Badegästen, die nicht untertauchen durften, Duschen zu verabreichen. Kommt vielleicht daher die Bezeichnung Warmduscher? Nach dem Bad konnten die Gäste ihre entspannten Körper den Haarentfernern, Parfümeuren und Masseuren überlassen.

Vom griechischen Vorbild (große Sportanlage mit angebautem Bad) sind diese Thermen also weit entfernt. Während der Sport für die Griechen Selbstzweck ist, dient er nach Ansicht der Römer nur dazu, den Körper zu erhitzen und den Genuß des Bades dadurch zu vergrößern.

Die Basilika

Pompeji - Basilika Die Basilika grenzt im Westen an den Forumsplatz und war in erster Linie der städtische Gerichtshof. Hier fanden kleinere Prozeße von geringerer Tragweite statt, dessen Urteile öffentlich verkündet wurden. Die eigentliche richterliche Gewalt für schwerwiegende Delikte lag beim Kaiser. Im Hintergrund befindet sich die Tribuna, deren elegante Bauweise an Bauten von Pergamon erinnert. Auf dieser erhöhten Plattform mit den sechs Säulen befanden sich die Richter und ihre Assistenten, die Prozeßführenden standen tiefer vor der Tribuna. Der restliche Teil der Basilika bestand aus einem rechteckigem Platz, unterteilt in drei Schiffe. Die Überdachung ruhte auf achtundzwanzig dicken Ziegelsteinsäulen des Mittelschiffs. Zwischen den Säulen befanden sich abwechselnd Mauerwerk mit Fenstern und offene Durchgänge. So erhielt das Innere Licht durch die Fenster bzw. die offene Durchgänge; und die Bürger Pompejis hatten freien Zugang zu den öffentlichen Gerichtsverhandlungen.

Das Museum in Boscoreale

Boscoreale - Museum Das Museum "Antiquarium di Boscoreale" befindet sich unweit von Pompeji. Anhand von Grabungsfunden rekonstruierte man dort die Landschaft rund um den Vesuv zur Zeit des Ausbruchs im Jahre 79 n. Chr.

Die Ausstellung ist in verschiedene Bereiche gegliedert, man sieht Kosmetikartikel, Gebrauchsgegenstände, Werkzeuge, Pflanzenreste und sogar verkohlte Nahrung wie Brot. Im Außenbereich des Museums ist in einer Grube ein freigelegtes Gebäude zu sehen.

Boscoreale - Museum Boscoreale - Museum Rundherum sind Bäume und Sträucher angepflanzt, wie sie vor 2000 Jahren am Vesuvhang wuchsen.

Bekanntlich waren die Vesuvhänge zur Zeit des Ausbruchs bis in die oberen Regionen bewohnt und wurden landwirtschaftlich genutzt.

Anschrift des Museums:
Via Settetermini 15, Boscoreale

Öffnungszeit:
täglich 9:00 bis 19:00 Uhr
außer 1. Januar, 1. Mai, 25. Januar

Boscoreale - Museum Anfahrt:
schlecht zu beschreiben, einfach den Hinweisschildern folgen.

Besonderheit:
Als wir dort waren, standen wir vor einem schweren Rolltor, das verschlossen war. Erst, nachdem wir suchend das Gelände 2x umrundet hatten und wieder vor dem Tor standen, wurden wir gefragt, ob wir "Visitors" wären. Nachdem wir auf`s Gelände gefahren waren, schloß sich das Tor und wir befanden uns als einzige Besucher in einem Museum, das uns wie ein Hochsicherheitstrakt vorkam.

Dem Tourverlauf folgen:
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