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Pompeji | die Stadt, die von Vulkanasche konserviert wurde

Pompeji - im Hintergrund der Versuv
Foto: High Contrast [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons

Sechzig Kilometer von Sorrent entfernt befindet sich Pompeji. Es ist bestes Maiwetter und diesmal versuchen wir, auf der Landstraße dorthin zu gelangen, da wir die nur zwei Kilometer lange, aber mautpflichtige Autobahnumfahrung meiden wollen. Wir haben Zeit und müssen nicht hetzen.

Nachdem wir uns durch das Gewühl zahlreicher Kleinstädte geschummelt haben, erreichen wir Torre de Annunziata. Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung bis zu "Scavi di Pompeji". Die Parkplatzsuche gestaltet sich äußerst einfach: die Ausgrabungsstätte ist von bewachten Parkplätzen förmlich umzingelt. Aber nicht den erstbesten nehmen! Die Plätze sind sehr unterschiedlich in den Gebühren.

Die Koffer sind leer, so stopfen wir unsere Motorradhosen hinein, die wir gegen leichte Zipphosen getauscht haben. Auf dem Weg zum Eingang fällt es uns nicht schwer, die vielen Souvenirbuden zu ignorieren. Sie führen von nützlichen Dingen wie Reiseführern bis zum bunten Anhänger alles, was der geneigte Tourist gebrauchen könnte. Wenn man Platz in den Koffern und Sinn für Kitsch hat. Pompeji zählt zu den meist besuchten Ausgrabungsstätten der Welt. Dies natürlich zu Recht, da man sich sehr plastisch ein Bild machen kann, wie sich das Leben vor zweitausend Jahren in den kopfsteingeplasterten Straßen, den Villen, den kleinen Handwerkshäusern und auf den öffentlichen Plätzen abgespielt hat (die wichtigsten Gebäude hier kurz zusammengefasst).

Die Straßen von Pompeji mit einem Zebrastreifen
Foto: Thomas Möllmann [ [GFDL, CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

Leider stellt die italienische Regierung nicht genügend finanzielle Mittel zur Verfügung, um dieses von der UNESCO geschützte Denkmal fachgerecht zu erhalten und zu pflegen. Einige Gebäude sind immer im wechselseitigen Rhythmus für Besucher geschlossen, um den alten Häusern eine kleine Ruhepause zu gönnen. Wir kämpften uns Häuserblock um Häuserblock durch die sonnenaufgeheizten Straßenzüge. Durch die Vulkanasche war die Stadt vollkommen konserviert worden.

Die Mosaiken sind sehr gut erhalten, manche wurden auch fortgeschafft und können in Museen betrachtet werden. Die Stadt bildet den Alltag vor zweitausend Jahren perfekt ab, viele Häuser lassen sich in der Phantasie mit Menschen füllen, die verschiedenen Tätigkeiten nachgehen. Zum Beispiel fand man mehrere Bordelle vor, man vermutet, dass es mindestens zwanzig dieser freizügigen Einrichtungen gab. Selbst in den Pflastersteinen sind Phallus-Pfeile als Hinweis auf das nächste Bordell eingeritzt. Witzig anzusehen ist die japanische Reisegruppe, die das einzige zugängliche Bordell besichtigt. Sie gehen ernst und schweigend durch eine Tür hinein und kommen auf der anderen Seite kichernd und verschmitzt tuschelnd wieder heraus.

Unser der Lavaasche wurden die Menschen konserviert. Die dadurch entstandenen Hohlräume goß 
    man mit Gips aus.
Foto: Sören Bleikertz [ GFDL, CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Am Ende besuchen wir den Fisch- und Fleischmarkt. Hier sind in Glasvitrinen die Gipsabdrücke von einigen bei der Katastrophe umgekommenen Einwohner zu sehen. Sie wurden vom Lavamaterial zugedeckt und die bei der Ausgrabung gefundenen Hohlräume goß man aus, was ein Abbild der Menschen entstehen ließ.

Wir haben nicht genug Wasser dabei. Mist! Aber wir beobachten einen städtischen Angestellten, der an einem Wasserhahn seinen Durst stillt. Als er unsere Flasche und die fragenden Blicke sieht, winkt er uns zu sich. Wir füllen unsere Flasche auf. Mit den Keimen in Italien hatten wir noch nie Probleme und wenn der Italiener das Wasser verträgt, dann wohl auch wir. Wir haben es nie bereut. Der einsetzende, leichte Regen vertreibt uns aus der antiken Stadt. Inmitten eines zähförmig dahinfließenden Touristenstromes treiben wir wieder an den Souvenirständen vorbei. Mittlerweile gibt es Regenumhänge zu kaufen - auf alles vorbereitet, die Pompejianer!

Die geschichte von Pompeji

Ab dem 7. Jh.v.Chr. ähnelte die kleine Bauernsiedlung Pompeji immer mehr ihren griechischen Vorbildern. Der gesamte Golf von Neapel wurde von den Griechen nachhaltig beeinflusst. An der Küste wurden viele griechische Bauten und Tempel errichtet, auch in Pompeji befand sich ein Apollo-Tempel. Nach der Übernahme der Stadt durch die Samniten entwickelte sich die Stadt trotzdem weiter nach griechischem Vorbild. Nach den Samnitenkriegen erst wurden die Römer in politischer und städtebaulicher Hinsicht übermächtig und drückten der Stadt ihren prägenden Stempel auf.

Als am 5. Februar 62 n.Chr. ein schweres Erdbeben die Stadt erschütterte, lebten schätzungsweise 15.000 Menschen in der Stadt. Kein Stein blieb auf dem anderen. Die Sanierungsarbeiten zogen sich jahrelang hin, da von Rom keinerlei Aufbauhilfe geleistet wurde. Noch heute sind die Risse und die notdürftig ausgebesserten Stellen in den Mauern sichtbar.

Blick über Pompeji - im Hintergrund der Vesuv
Foto: Sören Bleikertz [GFDL, CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Der Ausbruch des Vesuvs am 24. August 79 n.Chr. kam für die Menschen in der Vesuvregion völlig überraschend. Praktisch ohne Vorwarnung kehrte der Vulkan sein Innerstes nach außen und löschte alles Leben in einem Umkreis von 10-15 km aus. Durch die Vermischung von Gas und Grundwasser stieg der Druck im Kraterinneren so weit an, dass er die darüber liegende Magmaschicht durch den Beginn der tödlichen Eruptionen weit in die Höhe schleuderte. Durch die plötzliche Abnahme des Gasanteiles erhöhten sich Explosionen und es kam zu dem Phänomen der Pliniuswolke (pinienartige Gas-Staubwolke).

Nach einer gewissen Zeit und durch die Abnahme des Gasdruckes aus dem Krater fiel die Wolke dann in sich zusammen und begrub Pompeji mit dem Auswurfsmaterial (Staub und Asche). Unter den tonnenschweren Lasten stürzten Dächer und Mauern ein, auf den Straßen brachen die Flüchtenden unter dem Druck des Bimssteinregens zusammen.

Die wirkliche Katastrophe erfolgte erst durch die zweite Ausbruchsphase. Nachdem der Druck im Inneren nachgelassen und Auswurfmaterial wieder den Schlund verschlossen hatte, entstand im Inneren des Kraters ein gewisses Vakuum. Dies hatte zur Folge, dass Grundwasser in den Schlund des Kraters gesogen wurde. Dies führte wieder zu einem Anstieg des Innendruckes, der sich durch eine gewaltige Explosion Erleichterung verschaffte..

Die Oberflächenexplosionen erhitzten Dampf mit einer großen Energie (Pyroklastensurges), die in Form einer Gasdruckwolke in orkanartiger Geschwindigkeit die Hänge des Vesuv hinunterwalzten. In Pompeji angekommen, vernichtete sie die "Ausharrenden" und viele Plünderer, welche zurückgekommen waren, um sich ein paar Sachen "auszuleihen", in Minutenschnelle. Wer noch nicht unter einstürzenden Gebäuden begraben wurde, den ereilte der Erstickungstod durch die giftigen Schwefeldämpfe.

Die in der ersten Phase des Ausbruchs umgekommenen Menschen wurden unter einer heißen Lapillischicht begraben, das Feuer verzehrte das Fleisch und übrig blieb nur das blanke Skelett. Andere Leichen wurden vom feuchten Ascheregen bedeckt, die Asche füllte jede Falte des Körpers und der Kleider. Die Asche bildete nach deren Erkalten eine exakte Hohlform. So ließ sich später exakt feststellen, auf welchen Wegen die Menschen sich zu retten versuchten.

Eine Küche in Pompeji - eine antike Mac-Donalds-Theke mit Warmhaltebehältern?
By Chfono [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Einige hatten versucht, das Meer zu erreichen und waren unterwegs umgekommen. Andere flüchteten sich in abgelegene Teile der Häuser oder Keller, wurden dort von einstürzenden Gebäudeteilen erschlagen, von der Asche verschüttet oder schließlich von den giftigen Gasen erstickt. Viele Menschen hatten ihr wertvollstes Hab und Gut bei sich, als sie zu fliehen versuchten.

Wer jetzt noch nicht von einstürzenden Dächern und Mauern begraben wurde oder unter den meterhohen Ascheschichten erstickt war, der kam spätestens in den giftigen Schwefelgasen um, die der Wind mit der Asche vom Vesuv herübertrieb.

Nachdem Kaiser Titus die Reste der noch aus der Asche ragenden Mauern einebnen lassen hatte und auch Plünderer ihren Teil getan hatten, wuchs "Gras über die Sache". Im wahrsten Sinne des Wortes. Der Name Pompeji tauchte zwar immer wieder in verschiedenen Chroniken auf, man wusste aber nichts mehr damit anzufangen. Im 16. Jahrhundert wäre Pompeji fast entdeckt worden, als eine unterirdische Wasserleitung gelegt werden sollte und man dabei auf Mauerreste stieß. Damals wusste man damit noch nichts anzufangen. Gottseidank, muß man sagen, denn in vergangenen Jahrhunderten wurde die Archäologie noch nicht in dem heutigen Sinne betrieben: Die Ausgrabungen wurden ihrer Schätze beraubt, gnadenlos geplündert und meist wieder zugeschüttet.

Ein erotisches Fresko in einem der Bordelle
By Chfono [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Anfang des 18. Jahrhundert wurde unter Bourbonenkönig Karl III. wieder fieberhaft gesucht, wobei Ercolano (1709) und Pompeji (1748) ans Tageslicht kam. Weil die harten Lavaschichten die Ausgrabung von Ercolano (das unter einem glühenden Lavastrom begraben wurde) erheblich erschwerten, konzentrierten sich die Ausgrabungen bald auf Pompeji, dessen Aschegrab seine Schätze wesentlich leichter hergab. Anfangs wurde noch alles, was nicht niet- und nagelfest war, weggeschafft und verschwand in den königlichen Palästen. Ab der zweiten Hälfte des 19.Jh. setzte sich die Erkenntnis durch, dass es es lehrreicher ist, alles an Ort und Stelle zu belassen als alle Fundstücke ins mittlerweile errichtete Nationalmuseum von Neapel zu schaffen.

Im Laufe der folgenden Jahrzehnte beseitigte man über 500.000 Kubikmeter Schutt, legte fast die gesamte Stadtanlage einschließlich der Stadtmauern frei. Fresken, Mosaiken und Stuckdekorationen wurden nicht mehr von ihrem orginalen Untergrund gelöst, sodass das Bild der antiken Stadt immer anschaulicher wurde. In den Häusern fand man viele Skelette und "einzementierte" Reste von Menschen. 1863 hatte man die Idee, die gefundenen Körper mit Gips auszugießen und so den Todeskampf der Pompejaner noch anschaulicher zu machen.

Glühendheißer Bimsstein hatte sich in einigen Fällen auf den Körpern derjeniger angehäuft, die in den ersten Augenblicken des Ausbruchs umgekommen waren. Das Feuer verzehrte das Fleisch, übrig blieb meist nur das blanke Skelett. Häufiger legte sich die feuchte Asche fest um die Leichen und drang in jede Körper- oder Gewebefalte. Die Asche erstarrte um die Körper, bewahrte wie eine Hohlform seine Kontur und umschloß das Skelett.

Dieser Naturkatastrophe vom 24. August 79 entkam in Pompeji keiner lebend. Es gibt einen "Augenzeugenbericht" aus dieser Zeit. Er dokumentiert wahrscheinlich am authentischsten die Gegebenheiten dieses Tages. Plinius der Jüngere schrieb diesen Brief an den römischen Historiker Tacitus.

"Plinius der Ältere war in Misneum und befehligte persönlich die Flotte. Am vierundzwanzigsten August, etwa um ein Uhr nachmittags, meldet ihm meine Mutter, es zeige sich eine Wolke von ungewöhnlicher Größe und Gestalt. Er hatte ein Sonnenbad genommen, darauf kalt gebadet, liegend etwas gegessen und war eben in seine Studien vertieft. Er verlangt seine Schuhe, ersteigt eine Anhöhe, von wo er diese Wundererscheinung am besten betrachten konnte. Die Wolke erhob sich - für die von weitem Schauenden war es undeutlich, von welchem Berg; dass es der Vesuv war, wurde erst später bekannt -, der Form nach einem Baum, und zwar am ehesten einer Pinie ähnlich.

Denn sie wuchs wie auf einem sehr hohen Stamm empor und breitete gewissermaßen Äste aus; wahrscheinlich, weil sie durch einen frischen Luftzug hochgetragen wurde und dann, wenn dieser nachließ - vielleicht auch durch ihr Eigengewicht -, ihren Auftrieb verlor und sich in die Breite verflüchtigte. Bisweilen war sie weiß, bisweilen schmutzig und fleckig, je nachdem sie Erde oder Asche mit sich geführt hatte.

Dies schien ihm, als einem wissensdurstigen Manne, wichtig und wert, näher betrachtet zu werden. Er befiehlt, einen Schnellsegler seefertig zu machen. Mir stellt er frei, mit ihm zu kommen. Ich gab ihm zur Antwort, ich wolle lieber arbeiten; und zufüllig hatte er selbst mir etwas zum Schreiben gegeben. Er verließ das Haus; da bekommt er eine Botschaft von Rectina, der Frau des Cascus, die durch die drohende Gefahr erschreckt war - denn ihr Landhaus lag am Fuße des Berges, und sie konnte nur zu Schiff fliehen; er möge sie aus der bösen Lage befreien, lautete die Bitte.

Er ändert seinen Plan, und was er als Gelehrter begonnen, dem geht er nun als Held entgegen. Er läßt Vierruderer ausfahren, steigt selbst an Bord, nicht allein um Rectina, sondern vielen anderen - die Küste war nämlich ihrer Lieblichkeit wegen stark besucht - Hilfe zu bringen. Er eilt dorthin, woher die anderen fliehen, und steuert in geradem Kurs auf die Gefahr zu, so ganz frei von Furcht, dass er alle Veränderungen, alle Phasen dieses Unheils, wie er sie wahrnahm, diktierte und aufzeichnen ließ.

Schon fiel Asche auf die Schiffe - je näher sie herankamen, desto heißer und dichter -, schon fielen auch Bimssteine und schwarze, halbverbrannte und von der Hitze geborstene Steine, schon zeigte sich plötzlich eine Untiefe, und durch den Bergsturz wurden die Ufer unzugänglich. Er zögerte einen Augenblick, ob er umkehren solle, dann sagte er dem Steuermann, der zur Umkehr riet: Dem Mutigen hilft Gott! Vorwärts zu Pomponianus! Dieser war in Stabiae (Castellammare di Stabia), auf der anderen Seite des Golfes - denn ein sanft geschwungenes Gestade umfaßt das Meer in einem Bogen.

Obschon dort die Gefahr noch nicht unmittelbar drohte, war sie doch sichtbar, und wenn sie sich steigerte, sehr nahe; Pomponianus hatte deshalb sein Gepäck auf Schiffe verladen lassen, zur Flucht entschlossen, wenn sich der Gegenwind gelegt hätte. Dieser Wind war für die Fahrt meines Onkels sehr günstig; er umarmt den Ängstlichen, tröstet ihn, munter ihn auf und läßt sich, um dessen Furcht durch seine eigene Sorglosigkeit zu beheben, ins Bad tragen; nach dem Bad liegt er zu Tisch und speist frohgemut oder, was gleich groß ist, tut, als sei er frohgemut.

Unterdessen leuchtete aus dem Vesuv an verschiedenen Orten sehr breite Feuergarben und hohe Feuersäulen auf, deren Glanz und Helligkeit durch das Dunkel der Nacht noch gesteiergt wurde. Mein Onkel sagte zur Beschwichtigung der Angst immer wieder, das seien Herdfeuer, die die Bauern in ihrer Aufregung nicht gelöscht hätten, und verlassene Landhäuser, die jetzt leer daständen und brennten. Dann begab er sich zur Ruhe und schlief wirklich tief ein.

Aber der Hof, durch den man zu seinem Zimmer gelangte, war bereits so hoch mit Asche und Bimsteinen angefüllt, dass ihm bei längerem Verweilen im Schlafgemach der Ausgang verwehr worden wäre. Man weckt ihn, er steht auf und begibt sich zu Pomponianus und den anderen, die wach geblieben waren. Sie beraten gemeinsam, ob sie im Haus bleiben oder sich im Freien aufhalten sollten.

Denn infolge häufiger und heftiger Beben begannen die Häuser zu schwanken und schienen, gleichsam aus ihren Fundamenten gehoben, sich bald hierhin, bald dorthin zu bewegen. Unter freiem Himmel andrerseits war das Herabfallen der wenn auch leichten und vom Feuer angefressenen Bimssteine zu fürchten. Sie legen Kissen auf den Kopf und binden sie mit leinenen Tüchern fest. Dies war ihr Schutz gegen die herabfallenden Steine.

Schon war es anderswo Tag, hier aber Nacht, schwärzer und dichter als alle Nächte; doch erhellten sie viele Fackeln und verschiedene Lichter. Man beschloß, zum Strand zu gehen und aus der Nähe zu schauen, ob das Meer schon einen Versuch gestatte; es war immer noch stürmisch, und der Wind blies aus der Gegenrichtung. Hier legte sich mein Onkel auf ein ausgebreitetes Leintuch, verlangte mehrmals kaltes Wasser und trank. Dann treiben die Flammen und der Vorbote der Flammen, der Schwefelgeruch, die anderen in die Flucht, ihn veranlassen sie zum Aufstehen. Gestützt auf zwei junge Sklaven erhob er sich und brach sogleich wieder zusammen, weil ihm, wie ich vermute, durch die zu dicke Luft das Atmen verunmöglicht und die Luftwege verschlossen wurden, die bei ihm von Natur aus schwach und eng und häufig entzündet waren. Als es wieder Tag wurde - es war nach dem, den er zuletzt erlebt hatte, der dritte -, fand man seine Leiche unversehrt; sein Aussehen glich eher einem Schlafenden als einem Toten."

(Zitat aus: Dieter Richter, Der brennende Berg. Eugen Diederichs Verlag 1986)
Entnommen aus: Der Golf von Neapel;
Michael Müller Verlag; www.michael-mueller-verlag.de

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