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Alte Poststrasse 141

Eine verrostete, alte Fähre tuckert mit einem Fahrzeug darauf auf die andere, jetzt wieder litauische Flussseite.

Es ist 14 Grad kühl, als wir uns bei Violeta und Dieter loseisen. Wir schlendern motorisiert über die alte Poststraße, sie trägt die Nummer 141. Bis Jurbarkas schlängelt sich die alte Handelsstraße wie Schwieger­mutter­zungen durch die Landschaft – so nennen die Litauer scherzhaft ihre kurvigen Strecken. Nach Jurbarkas ändert sich die Landschaft ein wenig. Der Wald zieht sich zurück.

Die Memel ist unser stetiger Wegbegleiter, nur die russische Grenze verlagert sich langsam nach Westen. Eine verrostete, alte Fähre tuckert mit einem Fahrzeug darauf auf die andere, jetzt wieder litauische Flussseite.

Das Schloss Raudonė liegt in dem gleichnamigen Städtchen, falls man bei reichlich 700 Einwohnern überhaupt von einer Stadt sprechen kann.

Das Schloss Raudonė liegt in dem gleichnamigen Städtchen, falls man bei reichlich 700 Einwohnern überhaupt von einer Stadt sprechen kann. Im Schloss, einem Bau aus dem 18. Jahrhundert, werden heute Grundschüler auf den Ernst des Lebens vorbereitet. Neben dem Schulbetrieb ist das Gebäude jedoch auch für Besucher geöffnet: den Turm kann man besteigen.

Dieses herrschaftliche Gemäuer ist nicht das einzige auf der Strecke, es gibt mehrere Schlösser, wir können uns nur nicht jedes anschauen. Aber nun erst mal raus aus den langärmligen Klamotten, es wird uns langsam verdammt warm. Während es bei der Abfahrt am Vormittag noch angenehm frisch war, treibt es uns nun den Schweiß aus den Poren. Es sind jetzt um die 26°C und vor allem ist es sauschwül ...

Witzige Dekoration an einem alten Schuppen.

An den Stadtgrenzen ist es hierzulande immer ratsam, ein wachsames Auge auf die Fußgängerüberwege zu haben. In Klaipėda hat uns gestern die erste Schwelle ganz schön ausgehebelt. Das hat vielleicht einen Schlag gegeben!

Diese Schwellen auf der Straße, so breit wie ein Fußgängerüberweg und rund zehn Zentimeter hoch, werden in den Ortschaften immer dort angebracht, wo langsam gefahren werden soll, also in der Regel am Ortseingangs-und Ortsausgangsschild. Violeta hat uns später erzählt, dass diese erhöhten Übergänge in Litauen als „liegender Polizist” bezeichnet werden. Wer einmal über einen liegenden Polizisten gebrettert ist, bremst beim nächsten Mal garantiert vorher ab.

Am zweiten Tag erreichen wir Kaunas, die mit 300.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Litauens. Sechsspurige Straßen, normaler Verkehr. Vorbei an den üblichen, weniger schönen Wohnblöcken wie in allen Randgebieten großer Städte. Keine besonderen Vorkommnisse, wir wollen weiter bis Vilnius, Kaunas lockt uns nicht.

Dem Tourverlauf folgen:
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