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Ruine Ungru mõis | verlassener Flugplatz Kiltsi

Die Ruine von Ungru mõis, dem Herrenhaus Ungru

Nur fünf Kilometer entfernt vom Zarenbahnhof gelangen wir an ein wesentlich verfalleneres Gebäude: Ungru mõis. Das Anwesen befand sich im Besitz der Familie Ungern-Sternberg, die Ende des neunzehnten Jahrhundertsbegann ein kleines Schloss zu bauen. Es wurde leider nie richtig fertiggestellt – der Bauherr starb vor der Vollendung.

Im ersten Weltkrieg kam es zu ersten Plünderungen. Direkt dahinter wurde von den Sowjets ein Flugplatz angelegt, von demnoch heute einige Relikte zu sehen sind. Verheerend war vor allem die Meinung des Flughafenkommandanten, dass Ungru mõise ein willkommener Baustofflieferant sei. Auf etwas älteren Fotos sieht man direkt hinter der Ruine und einigen Bäumen noch große, alte Flughafengebäude und einen Teil der betonierten Startbahn. Das schauen wir uns mal näher an.

Bis 1993 starteten hier MIGs
Bis 1993 starteten hier MIGs

Das Aufsteigen auf‘s Motorrad lohnt fast nicht, nur einige hundert Meter weiter biegen wir wieder ab, zum Flugplatz von Kiltsi. Bis 1993 starteten und landeten hier russische MIGs der sowjetischen Luftabwehr auf zwei bis zu drei Kilometer langen Landebahnen. Das Gelände wird durch keinerlei Zaun oder Tor versperrt.

Wir werfen einen kurzen Blick auf das Schild am Eingang. Was steht da? Shit, estnisch müsste man können. Ob wir berechtigt sind, in dem Gelände einfach so herumzufahren? Verschiedene touristische Seiten erwähnen das Militärgelände. Aber man müsse beim Betreten eine Telefonnummer des Estnischen Verteidigungsbundes (Kaitseliit) anrufen, dort seine KFZ-Marke und sein Kennzeichen nennen und erhielte dann die Genehmigung sich in dem Flughafen aufzuhalten. Was ist, wenn wir nicht anrufen? Werden wir dann festgenommen? Keinesfalls wollen wir uns mit dem estnischen Militär oder einer ähnlichen Organisation anlegen. Wir fahren also nicht weiter zu den nahen Startbahnen und stapfen nur in den ersten von 28 Hangars herum.

Dem Tourverlauf folgen:
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