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Anreise ins Erzgebirge | Ab durch die Mitte zur Mitte

Hauptstraße im mondänen Marienbad
Einen Cappuccino schlürfen an der Hauptstraße im mondänen Marienbad

Eigentlich liegt das Erzgebirge in der Mitte von Deutschland. Deshalb heißt es doch Mittelgebirge, oder?

Egal, aus welcher deutschen Stadt man anreist - es liegt immer eine Anreisedistanz von 450 bis maximal 650 Kilometern vor dem Motorradreisenden.

Nehmen wir an, das Basislager stünde in Oberwiesenthal. Aus dem Süden (zum Beispiel Füssen) sind es 460 oder 520 Kilometer bis dorthin. Die Differenz kommt zustande, da man auch durch einen Zipfel Tschechiens fahren kann, statt die Anreise über Hof und Zwickau zu wählen. Die Tschechien-Route ist aus dem Süden die direktere Route und spart rund 60 Kilometer Umweg. Andere Anfahrten aus Köln, Hamburg oder der Ostseeküste bringen ca. 650 Kilometer auf den Tacho.

Von Augsburg aus sind wir bisher immer in verschiedenen Varianten, aber immer durch Tsche­chien, angereist. Eine dieser Varianten führt über den Grenzübergang Waidhaus nach Mariánské Lázne (Marienbad). Marienbad ist einer der bekanntesten tschechischen Kurorte mit prachtvollen Kurhäusern und über 40 Heilquellen, vergleichbar mit Baden-Baden, allerdings mit nur 15.000 Einwohnern. In verschiedenen Kureinrichtungen und einer Unmenge von Unterkünften erholen sich Tausende Besucher gleichzeitig.

In einem der vielen Straßencafés an der Hauptstraße im mondänen Marienbad lassen wir uns einen Cappuccino schmecken, bevor wir uns über eine kurvige Straße durch Parkanlagen schlängeln und wieder weiter durch einsame Landstriche und Dörfer fahren. In den Dörfern ist nicht viel mit touristischer Infrastruktur wie Restaurants, Cafés, Pensionen und Hotels. Die findet man meist nur in den etwas größeren Orten.

Ein verfallener Schlosskomplex in Westböhmen
Die böhmische Landschaft um den Keilberg (im tschechischen Teil des Erzgebirges)

Die Straßen unserer Routen sind schmal, es herrscht kaum Verkehr - weil wir eben nicht die Lkw-belasteten Hauptverkehrsrouten benutzen.

Die tschechischen Kleinstädte zeichnen sich in der Regel durch sehenswerte Altstädte mit wunderschön restaurierten Häusern aus. Nicht selten sieht man jedoch auch Bauwerke, die hierzulande schon längst mit Millionen unserer Steuergelder restauriert worden wären. Manche architektonischen Kleinode wurden in kommunistischer Zeit dem Verfall preisgegeben und es tut in der Seele weh, einen barocken Gebäudekomplex zu sehen, dessen Fensterkreuze leer sind und bei dem der Putz von den Wänden bröckelt. Aber gerade dieses etwas Morbide, nicht wirklich Perfekte macht den Charme von tschechischen Städten aus.

Die schönen, restaurierten Kratzputz-Fassaden, urige Bierlokale und das Unvollkommene, Verfallene in der Nachbarschaft sind eigenartige, aber anziehende Symbiosen. Das günstige Preis-Leistungsniveau tut sein Übriges.

Eher interessant während der Anfahrt, wenn man den bei Grenzübertritt in Furth im Wald wählt, sind die Städte Domažlice (Taus) und Horšovský Týn (Bischofteinitz), die heftig zu einem kleinen Stadtrundgang oder sogar einem kurzen Aufenthalt einladen. Beide Städte eignen sich bei einer längeren Tour in dieser Region (Oberpfalz und Westböhmen) gut als Basislager.

Für die Anreise bzw. den Transit reicht es, Euros im Geldbeutel zu haben. Die Cappuccinos können auch mit Euro bezahlt werden. Bei einem längeren Aufenthalt mit Übernachtung raten wir hingegen, Geld zu tauschen, denn erstens ist das Bezahlen mit Euro mit Währungsverlust verbunden und zweitens ist es auf Dauer stressärmer, ein wenig Kleingeld in Landeswährung zu haben.

Dem Tourverlauf folgen:
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