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Gorges Superieures du Cians | Cians-Schlucht

Cians-Schlucht - Kurvenfeeling Die Ge­lehr­ten, sprich die Autoren unseres Reise­füh­rers und des Denzels, sind unter­schied­licher Meinung, welche Schlucht die spektakulärere ist: Cians oder Daluis? Wir finden, dass es ein Unentschieden gibt. Jede Schlucht hat ihre Reize und kann mit der anderen nicht verglichen werden. Die Straße der Cians-Schlucht führt vorwiegend an der Talsohle entlang, die Sonne kann an einigen Stellen nur spärlich bis nach unten dringen. In der Daluis-Schlucht bewegt man sich dagegen streckenweise hoch über dem Var, der sich auf wilden und verschlungenen Wegen durch den Felsen kämpft.

Aber noch spukt die Schluchtentour nur in unseren Köpfen. In den ersten Tagen unseres Aufenthalts in der Haute Provence verfallen wir ab und zu in Katzenjammer. Kleine Erkundungen der Umgegend über Micky-Maus-Straßen sind zwar meist drin, aber die größeren Touren müssen wir auf später verschieben. Außer, wir hätten Paddel und wasserdichte Kameras mitgenommen ...

Viel wurde hier nicht an der Farbe gespielt - Cians-Schlucht Ein gutes Buch hilft zwar über die mehr oder weniger dauer­haf­ten Regengüsse, Jochen jedoch meint nach einigen Tagen: "Wenn das jetzt die ganze Zeit schüttet, dann knabber' ich die Rinde von den Bäumen!" Na, ob das eine schmackhafte Diät geworden wäre? Die Diät findet nicht statt. Noch einmal Glück gehabt! Das Wetter wird von Tag zu Tag beständiger, so dass wir unsere geplante "Schluchtentour" in Angriff nehmen können.

Also auf zur Cians- und anschließend zur Daluis-Schlucht. Wir sind von Castellane über die N202 gekommen. Obwohl Nationalstraße, ist diese Anfahrtstrecke doch sehenswert. Einige sehr kurvige Passagen sind zu meistern und Engstellen wie die Clue de Vergons und die Clue de Rouaine machen Lust auf mehr.

Und wenn man Lust auf Cafè au lait bekommt — auch kein Problem: unser Stammlokal in Entrevaux mit der einzigartigen Stadtansicht ist ja nicht weit. Die Gesteinsfarbe haben beide Schluchten gemeinsam: ein leuchtendes Dunkelrot. Man sieht auf unseren Fotos: der spärliche Bewuchs bildet einen surrealen Kontrast zur Farbe des Schiefers. Unsere Kameras haben sichtlich Mühe, das, was unsere Augen sehen, farbgetreu abzubilden.

Leider gesperrt - Weg durch die Cians-Schlucht Die zwanzig Kilometer lange Schlucht­strecke führt von der N202 weg in Höhe von Touet nordwärts ins Bergdorf Beuil. Das Flüßchen Cians braust uns entgegen und überwindet einen Höhenunterschied von sagenhaften tausend Metern, um mit seinen Wassermassen den Var zu speisen. Die Strecke wurde an mehreren Stellen durch Tunnel begradigt. Sehr zu unserem Leidwesen. Die alte Strecke an der Außenseite ist zwar noch gut erhalten, aber mit eindeutiger Beschilderung gesperrt.

Außer am letzten Tunnel... Hier sehen wir keins von diesen ärgerlichen Sperrschildern. Es liegen zwar große Felsbrocken auf der Straße, die die Weiterfahrt eines PKW's auf jeden Fall verhindern... aber ein Zweirad kann sich vorbei schummeln ... Die alte Straße ist mit rötlichem Steinschlag übersät. Angesichts der Größe zwischen Kies- bis Kindskopfgröße sind wir froh, einen Helm auf dem Kopf zu haben. Eine Frage bewegt uns: Was ist das für ein leuchtend rotes Gestein? Unsere Literatur klärt uns nicht zufriedenstellend auf. Es ist einmal von Porphyr die Rede, aber sonst meist von rotem Schiefer. Da wir den grauen, bröseligen Schiefer vor Augen haben, können wir uns angesichts dieses harten und dichten Steins nicht recht vorstellen, dass dies auch Schiefer sein soll.... Vielleicht gibt es ja einen Besucher unserer Site, der schlauer ist???

Nach der Schluchtentour erreichen wir Beuil und schließlich Valberg. Brrr, ein hässlicher Ort. Der Skiort Valberg hat eine nur siebzigjährige Geschichte und so sieht er auch aus: Die vielen Hotels haben auch schon mal bessere Zeiten gesehen und die Infrastruktur ist rein auf Touristen ausgerichtet. Nix wie weg. Das einzig positive: Valberg liegt in 1600 Metern Höhe und von hier aus bietet sich ein grandioses Panorama der umliegenden Seealpen. Wir folgen den Wegweisern Richtung Guillaumes. Hier soll es durch die Daluis-Schlucht wieder südwärts gehen.

Dem Tourverlauf folgen:
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