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Keine Pizza in Nizza, Kohle in Monaco & Kurven auf dem Col de Turini

Hafen von Monaco Hafen von Monaco Nizza sehen und sterben! Stopp, das war ja Rom. Aber so ähnlich fühlen wir uns. Wir wollen einmal das le­gen­däre Nizza sehen. Viel be­schrie­ben und gelobt prä­sen­tiert sich uns Nizza als hektisches Gewühl und turbulentes Treiben. Alleine schon die berühmte Uferpromenade beeindruckt uns nicht allzusehr.

So haben wir ehrlich gesagt keine Lust tiefer in das Herz von Nizza vorzudringen. Ein kurzer Abstecher zum Meer soll allerdings schon sein. Durch den direkt am Rande von Nizza gelegenen Flughafen haben wir die tolle Aussicht auf in dreiminütigem Abstand landende Flugzeuge. Richtige Entspannung kommt nicht auf.

Nizza ist einer der ältesten Siedlungsplätze der Menschheit: Östlich des Hafens, am Westhang des Mont Boron, konnten in einer Grotte Spuren einer Wohn- und Feuerstätte entdeckt werden, die zwischen 100.000 und 1.500.00 Jahre alt sind und auf eine kontinuierliche Besiedlung der Region Nizza schließen lassen.

Prachtstraße in Monaco Bis ins 12. Jahr­hun­dert hinein waren die po­li­ti­schen Ge­schicke Nizzas eng mit denen der Provence verbunden, doch dann strebten die Bürger nach Unabhängigkeit und schlossen ein Bündnis in Pisa. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde Nizza wiederholt erobert und zerstört. Dies ist auch die Ursache dafür, dass sich im historischen Zentrum so gut wie keine Spuren mittelalterlicher Bausubstanz erhielten. Als eigentlicher Entdecker von Nizza gilt der schottische Arzt und Schriftsteller Tobias Smollett; Smollett kam im Dezember 1763 nach Nizza, um hier den Winter zu verbringen. Vor allem das milde Klima, das er in seinen drei Jahre später publizierten Reisetagebüchern lobte, verhalfen dem Ort zu einer ersten, bis dato ungewohnten Popularität.

Monaco: falls du zu schnell fährst - schwupps - biste durch!

Spielcasino in Monaco Kleines Bötchen im Hafen von Monaco Etwas be­ein­drucken­der stellt sich Monaco dar. Allein durch diese aber­wit­zige Ver­kehrs­füh­rung ist es ein kleine Ab­wechs­lung in einer Süd­frank­reich-Tour. Das schnelle "Rechts, Links, Auf und Ab" auf Hochstraßen, Brücken und Unterführungen machen es zu einem Motorradfahrer- und Kurven-Eldorado ... aber nur, wenn die Stadt für sämtliche Autos gesperrt würde!!!

Nach unserer ersten freiwilligen Stadtver(w)irrung führt unser Weg direkt zum Hafen von Monaco. Es ist schon beeindruckend, welche Yachten da so rumliegen. Von Fischerbooten weit und breit keine Spur, was sehr wahrscheinlich an den Liegeplatz-Gebühren liegen dürfte. Prominente flanieren leider keine an uns vorbei.

Da Monaco mit einer Fläche von 1,95 Quadratkilometern der zweitkleinste Staat in Europa ist, darf man sich nicht ewig über einen Zwischenstopp Gedanken machen, sonst ist man schon wieder druch und auf französischem Boden. Also — rein nach Monaco und gleich links einen Parkplatz suchen. Dank des strategisch günstigen Felsens war Monaco schon in frühester Zeit besiedelt. Die Phönizier betrieben hier eine Handelsniederlassung, wurden aber alsbald von den Griechen verdrängt. Im 12. Jahrhundert wurde der Küstenabschnitt zum Zankapfel zwischen den Grafen der Provence und der mächtigen Republik Genua. Kaiser Friedrich Barbarossa griff 1162 ein und regelte den Streit zugunsten der Stadtrepublik. Mitte des 19. Jahrhunderts war es alles andere als erfreulich, ein Monegasse zu sein. Der Fürst und seine Untertanen lebten in bitterer Armut, der steinige Boden gab nicht viel her, und auch der Fischfang, die Zollrechte und der Salzabbau füllten die Kassen nicht.

Zu viele städte sind für kurvensüchtige nicht gut — darum: auf zum Col de turini

Col de Turini - mal was anderes Nach dem Stadt­ge­wühl von Nizza und Monaco, zieht es uns wieder in motorradfreundlichere Gefilde. Schon kurz nach Sospel biegen wir in nördlicher Richtung ab - sonst wären wir ja wieder in Italien gewesen - und schon nach relativ kurzer Fahrt befinden wir uns auf erlebnisreichem Terrain.

Fahrerisch interessant ist der durch die Ralley Monte Carlo ("Nacht der langen Messer") bekannt gewordene Pass als landschaftlich abwechslungsreiche Bergstrecke zwischen dem Tal der Vésubie und Sospel im Tal der Bévera. Das Glanzstück bildet eine fünfzehn Kilometer lange Westrampe, welche mittels zahlreicher Kunstbauten auf relativ kurzer Distanz einen Höhenunterschied von 1100 Metern überwindet. Auf halber Strecke taucht un­er­wartet die auf einem kleinen Berg­rücken thro­nen­de Kapelle Notre-Dame de la Menour auf; die Kapelle mit ihrer gelben Re­nais­sance­fassade ist die wohl am schönsten gelegene Kirche der gesamten Region. Eine malerische Brücke führt über die Straße, auf moosbewachsenen Stufen geht es zur Kapelle empor. Daher bekam auch diese Brücke den Namen "Frankreichs Chinesische Mauer".

Dem Tourverlauf folgen:
weiter mit Col de Allos

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