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Col du Galibier (2642 m), Col de Lautaret (2057 m)
Col du Telegraphe (1570 m)

Pässeschaukel Der Blick geht talwärts Mit der geplanten Route haben wir uns ganz schön was vorgenommen für diesen Tag. Von Castellane in der Haute Provence nach Savoyen an den Genfer See. Und das natürlich nicht über den direkten Weg, was Autobahn bedeutet hätte, sondern über Hochstraßen und Pässe wie den Col de Allos, Col du Vars, Col d'Izoard.

Der letzte hochalpine Leckerbissen dieser Fahrt stellt der Col du Galibier dar. Über den Col d'Izoard kommend erreichen wir Briancon, das wir aber diesmal nur streifen. Wir fahren mit einem Blick auf die zuziehende Wolkendecke und einem Gedanken an unsere Regenkombis weiter in Richtung Col de Lautaret, der dem Col du Galibier vorgelagert ist.

Mit seinen 2642 Metern stellt dieser Pass den zweithöchsten Abschnitt der "Route des Grandes Alpes" dar. Topen kann man die Höhenangabe nur noch mit dem Col de l'Iseran, der bei unserer Tour im Juni aber noch nicht geöffnet ist (planmäßige Öffnung erster Juli). Die Wintersperre auf dem Galibier besteht im Normalfall von Mitte Oktober bis Mitte Juni. Nach einem strengen Winter kann sie aber auch schon mal bis Juli fortbestehen, was aber gottseidank bei unserer Tour nicht der Fall ist.

Col du Galibier Col du Galibier

Bevor wir auf den Col du Galibier abbiegen, müssen wir den Col de Lautaret bis zur Scheitelhöhe absolvieren. Hier beeindrucken vor allem die Aussichten auf den Meije mit seinen Gipfeln knapp unterhalb der 4000er-Grenze.

3983 Meter misst der höchste der drei Gipfel, zwischen denen sich einer von den vielen Gletschern des Parc national des Écrins erstreckt.

Auf der sich durchwegs ohne Randbefestigungen präsentierenden Südrampe führt der Weg beträchtlich schnell in Höhen oberhalb der Baumgrenze. In Gedanken bedauern wir die armen "Tour de Franc"-Fahrer, die sich jedes Jahr diesen Berg hinaufkämpfen.

Wir ziehen den Hut (oder den Helm?) vor den Hobbyradlern, die auch heute ihre Beinmuskeln auf dem Galibier malträtieren. Bestimmt alles Jünger von www.quäl-dich.de. Übrigens kann man die Seite und die Pässebeschreibungen auch gut für Motorradfahrer brauchen! Unterhalb des Gipfels befindet sich ein langer Scheiteltunnel auf 2556 Metern Seehöhe, der nach unseren Informationen geschlossen sein sollte, nachdem die Scheitelstrecke über den Galibier gebaut worden war. Aber dem ist nicht so. Wir haben die Alternative: unten durch oder oben drüber. Keine Frage, welche von beiden Möglichkeiten wir wählen, oder?

Wir halten uns nicht lang auf der Passhöhe auf. Nur eine kurze Fotosession in eigener Mission. Eine weitere, um anderen Motorradfahrern zu einem Beweisfoto mit Motorrad und Fahrer vor dem Galibierschild zu verhelfen. Das war's dann, denn die Wolken ziehen bedrohlich zu. Der Nachmittag ist schon beträchtlich fortgeschritten und bis zum Genfer See ist es noch ein ganz schöner Rutsch. Nichts wie weiter.

Kurvenschaukel Auf der der Nordrampe schrauben wir uns wieder hinunter bis nach Valloire. Schon bald schließt sich ein weiterer Pass an: der Col du Telegraphe, der mit seinen 1570 Meter zwar nicht besonders hoch anmutet, aber mit unzähligen Kehren nach St-Michel-de-Maurienne hinunterleitet.

In St-Michel-de-Maurienne, das sich in einem breiten Tal erstreckt, erwartet uns dann der Temperaturschock. Ein Mehr von rund 25°C in so kurzer Zeit macht uns schwer zu schaffen. Wenn wir geahnt hätten, dass Temperaturen um 35°C die Regel für die Tage am Genfer See werden sollten — wir wären wahrscheinlich "stehenden Reifens" umgekehrt und hätten uns höhere und damit kühlere Regionen für die letzten Tourtage ausgesucht. Aber da wir keine hellseherischen Fähigkeiten besitzen, setzen wir unsere geplante Tour unbeirrt, wenn auch mit mächtigem Wasserverlust, fort.

Dem Tourverlauf folgen:
weiter mit Col d'Izoard

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