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Valletta Bus Valletta Bus Wer kein Fahrzeug sein Eigen nennt - was bei den holprigen Micky-Maus-Straßen meist auch kein Vergnügen ist - der wird auf die aben­teuer­lichen Busse von Malta zurückgreifen müssen. Eine Fahrt mit einer diesen stinkenden und rattternden Ungeheuer ist unkomfortabel, aber lohnend.

Um den großen Tritonenbrunnen herum halten fast alle Busse der Insel im Bus Terminus Valletta. Man findet ihn an der Schnittstelle zwischen der Vorstadt Floriana und der Altstadt Vallettas.

Die Verbindungen zu anderen Städten Malta sind relativ gut. Allerdings gibt es kaum Querverbindungen, sodass ein Umsteigen am Bus Terminus in Valletta fast unvermeidlich ist.

Wer mit den Bussen fahren will, sollte sich einen Übersichtsplan besorgen, denn an den Bussen selber steht nur eine Liniennummer, kein Zielort. Cummins, BMC, AEC, FORD Leyland und MAN sind die Marken, die man meist sieht.

Neu hinzugekommen ist ein eigens für die maltesischen Verhältnisse entwickeltes Modell des polnischen Herstellers Solaris. Es sind sogar noch einige Fahrzeuge mit vorgebauter Schnauze im täglichen Einsatz, die natürlich die meisten Blicke auf sich ziehen.

Aber auch andere Fahrzeuge sind mit diesem Schnauzen-Vorbau noch zu beobachten, wie z.B. Fahrzeuge von der Feuerwehr. Sie sind rot lackiert und individuell von Fahrzeug zu Fahrzeug mit phantasievollen Schnörkseln unterschiedlich bemalt.

Auch die Neufahrzeuge besitzen wieder nur eine einzige Tür vorn beim Fahrer, dazu einen Notausgang hinten rechts. Da die Busse vor allem in und um Valletta meist sehr voll sind, herrscht an dieser Tür natürlich immer ein entsprechendes Gedränge. Die oben erwähnten fürchterlich holprigen Landstraßen auf der Insel lassen Zweifel an der Lebensdauer der neu angeschafften, modernen Fahrzeuge aufkommen. Im Vergleich zu den immer noch deutlich überwiegenden Oldtimern wirken die neuen weniger robust.

Türen gibt es an den meisten Bussen keine, sie sind in der Regel als Klimaanlagenersatz abgebaut. Auch die Fenster lassen sich seitlich aufschieben. Dem deutschgründlichen TÜV würden die Haare zu Berge stehen ;-)

Valletta Bus Hier heißt es nicht "My Home is my castle", sondern "My cockpit is my castle"! Was der Busfahrer natürlich am liebsten bedient, ist das Lenkrad, logisch. Das zweitliebste Spielzeug ist seine Hupe, die er gern in jeder Kurve bedient. Auch wenn sie einsehbar ist: Was solls, hupen macht Spaß!

Im Cockpit wimmelt es von farbenprächtigen Sammelstücken: Heiligenbilder verschönern den Bus ebenso wie Flaggen und Wimpel diverser, meist internationaler Fußballvereine.

Im Bus befinden sich auf der linken wie auch auf der rechten Seite ein Seilzug. Will man aussteigen, zieht man mit moderater Kraft am Strick, dann erklingt die Glocke im Cockpit - der Fahrer wirft die Zigarette aus dem offenen Fenster und steigt aufs Bremspedal.

Das Transportwesen in Malta ist gegenüber anderen europäischen Staaten um Jahrzehnte zurückgeblieben . Immerhin haben die Fahrer seit kurzem wenigstens neue Fahrscheindrucker, trotzdem sind sie ständig im dichten Verkehrsgewühl mit dem Herausgeben von Wechselgeld beschäftigt.

Valletta LKW Übrigens sollte man zum Bezahlen möglichst keine großen Scheine verwenden - darauf reagieren die Fahrer etwas allergisch. Besser hält man die erforderliche Anzahl kleine Münzen.

Touristen werden wohl irgendwann auf diese typisch maltesische Attraktion verzichten müssen. Die Diskussion läuft schon: Malteser möchten nicht dauernd mit diesen unbequemen Ungeheuern befördert werden.

Ausländische Touristen beklagen den Schwund der alten Bus-Monster. Manche schlagen ein Museum vor: aber was ist schon ein Museum gegen die stinkende und über holprige Straßen führende Realität!

Dem Tourverlauf folgen:
weiter mit Weltkriegsmuseum

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