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Kolašin | Wein und Schnaps so oft es geht

Wasserspiele auf dem Hauptplatz in Kolasin

Kolašin ist eine Kleinstadt am Oberlauf der Tara, die davon träumt, eine Großstadt des Winter­tourismus sein zu dürfen. Kolašin liegt inmitten der Bjelasica-Berge 954 Meter über dem Meer.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Bergregion erbittert umkämpft. Allein zwischen 1941 und 1944 wurde die Stadt wie ein Ping-Pong-Ball zwischen den Besatzern 23-mal hin und her geschossen. Dabei wurde sie fast vollständig zerstört. Doch die heutige touristische Infrastruktur mit familiären Übernachtungsbetrieben, Bars und Restaurants ist wie geschaffen, um von hier aus die Region und den Nationalpark Biogradska Gora zu erkunden. Im Nationalpark existiert einer der letzten Urwälder Europas – mit über 500 Jahre alten Bäumen und frei lebenden Wölfen und Bären. Wir machen uns natürlich keinerlei Hoffnung, dass wir davon auf dem Motorrad etwas sehen werden.

Das muss trocknen!

Der Empfang im Guest­house fällt sehr herzlich aus. Sandra und ihr Mann Rade können es kaum erwarten, dass wir den Pass für die Formalitäten vorbeibringen, aber noch wichtiger: einen Kaffee und vielleicht auch einen Rotwein aus eigener Produktion mit ihnen verköstigen. Die Inter­essen überschneiden sich, Rade möchte mit uns willkommenstrinken, wir hätten uns lieber erst einmal trockengelegt. Er hat gerade die Holzheizung angefeuert, die Temperaturen sind mächtig gesunken während des Regens. Alle feuchten Teile drapieren wir auf, an und neben dem Heizkörper im Zimmer, der bald warm werden soll und eilen anschließend zum herzlichen Willkommenstrunk.

Unbedingt Kacamak probieren!

Rade und Sandra sind superliebe Gastgeber. Nachdem wir die Forma­li­tä­ten einschließlich Weinprobe erledigt haben, stolpern wir nur wenige Meter entfernt in den Supermarkt. Unser Begehr sind Kunst­stoff­beutel, die wir am Folge­tag zu wasser­dich­ten Socken umfunktionieren, denn so schnell werden die Stiefel garantiert nicht trocknen.

Und schließlich ergattern wir gerade noch so einen Zweiertisch in einer urigen Konoba, wo wir Kaçamak und šopska Salata bestellen. Kaçamak ist ein einfaches Gericht der ländlichen Bevölkerung, das heute in keinem traditionellen Restaurant fehlt. Der Inhalt des Keramiktiegels besteht aus gestampften Kartoffeln, die am Ende der Zubereitung mit Sauermilch oder Joghurt vermengt werden. Auch soll wohl Maismehl oder -gries beigemischt werden. Die Quellen gehen da etwas auseinander. Jedenfalls ist Kaçamak sehr, sehr lecker und vor allem für Waldarbeiter geeignet: danach hackt man spielend ein paar Festmeter Holz weg! Den šopska Salata kennen wir aus vielen Ländern wie Tschechien, Slowakei oder Bosnien. Er besteht aus einem Schälchen kleingeschnittener Gurken, Tomaten und Paprika, manchmal auch Zwiebeln, das mit einer Haube aus geraspeltem Schafskäse serviert wird.

Dem Tourverlauf folgen:
weiter mit Ausritt ins Komovi-Gebirge und das Kloster Ðurđevi Stupovi

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