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Wo Kopernikus lebte

Hafenatmosphäre im Hafen von Frombork
Detailaufnahme aus dem Dom von Frombork
Viel ist nicht los im Hafen von Frauenburg
Wir beratschlagen kurz, was wir mit dem angebrochenen Nachmittag anstellen und beschließen, eine kleine Stadt am Meer zu besuchen. Rund vierzig Kilometer entfernt, direkt an der Ostsee, befindet sich Frombork (Frauenburg).

Das herausragendste Bauwerk von Frauenburg stellt die Backsteinkathedrale aus dem 14. Jahrhundert dar.

Bevor wir jedoch den Dom besuchen, machen wir Bekanntschaft mit einem Parkwächter, der uns einen recht erklecklichen Obolus für unseren Aufenthalt abluchst. Unterhalb des Doms erinnert das Kopernikus-Denkmal an den wichtigen Wissenschaftler, der hier starb, und dessen Grabmal der Dom beherbergt. Nikolaus Kopernikus lebte von 1513 mit einigen Unterbrechungen bis zu seinem Tode 1543 in Frauenburg.

Der Wind ist mehr als kräftig. Für unseren Spaziergang zur Kathedrale hoch lassen wir mal lieber die Motorradjacke an. Neben der Kathedrale steht eine sechshundert Jahre alte Linde. Der Stamm ist hohl, die Hülle wurde mit dickem Gestänge kunstvoll abgestützt. Dass die Linde ohne lebenden Kern, nur mit einer rund dreißig Zentimeter dicken Außenschicht überleben kann! Dreihundert Meter von der Kirche entfernt wirft sich die Ostsee gischtend gegen die kleinen Fischerboote, die im Hafen auf ihren nächsten Einsatz warten. Im Turm wacht der Hafenmeister über seine schwimmenden Schäfchen. Ein kleiner Spaziergang an der Hafenmole bläst uns das Gehirn frei. Die angrenzende Altstadt ist unscheinbar. Wir hatten mehr erwartet, lauschige Gassen, kleine Läden und so was. Aber außer ein paar Lebensmittelläden und einigen Restaurants ist nichts zu sehen.

Ortsverbindungsstraße abseits des Asphaltbandes
Religiöse Symbole am Straßenrand sind in Polen weit verbreitet.
Heimfahrt. Die Alleen in Masuren sind Klasse! Von Frombork nach Elblag fahren wir kilometerweit unter schattigem, grünem Blätterdach von Eichen, Linden und Ahornbäumen.

Die Alleen geben ein stimmungsvolles Bild ab. Nur die Asphaltdecke ist nicht immer von bester Qualität. Grobes Kopfsteinpflaster schüttelt uns immer wieder durch. Je nachdem, ob wir die etwas größere Straße vorziehen oder wir wieder einmal Land und Leute auf kleinen Nebenstraßen kennenlernen möchten.

Das Kopfsteinpflaster ist schon ganz schön strapaziös. Weniger für uns. Das Motorrad tut uns leid! Hier zum Beispiel ist die Straße nur auf der einen Seite gepflastert, die andere Fahrbahnhälfte ist eine ganz normale ungeteerte Schlaglochpiste. Die jedoch letztendlich besser zu fahren ist als das Kopfsteinpflaster. Gut, dass uns keiner entgegenkommt. In den Ortschaften können wir immer ein klein wenig aufatmen, dort ist der Straßenbelag in der Regel neueren Datums. An den Dorfkreuzungen geben uns Madonnen ihren Segen mit auf den Weg. Sie sind eingezäunt, meist umwehen Wimpelketten ihre halbrunde Behausung.

Dem Tourverlauf folgen:
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