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Maramureş | die Waldkarpaten

Maramureş Auf eine Region freuten wir uns ganz besonders: die Maramureş (Maramureşch gesprochen), auch Waldkarpaten genannt. In den dichten Laub - und Nadelwäldern des Rodna-Gebirges (bis 2300m) leben wie auch in den Südkarpaten zahlreiche Bären. Vom übrigen Rumänien geologisch getrennt, erhielt sich die Maramureş eine ganz eigene Tradition, die auch durch die kommunistische Diktatur nicht beeinflusst wurde.

Wassertalbahn in den Maramureş Brücke der Wassertalbahn Weil uns unsere Zündschloss-Panne drei Tage lang unterhalb der Südkarpaten in Târgu Jiu festnagelte, mussten wir unsere Tourplanung etwas umstellen: vom transsilvanischen Siebenbürgen ritten wir flugs nach Vișeu de Sus in den Maramureş, um dort mit der legendären Wassertalbahn zu fahren. In der Vorsaison fährt dieses rumplige, erlebnisreiche Bähnchen nicht jeden Tag für Touristen ins Wassertal, sondern nur Donnerstag bis Sonntag, deshalb schicken wir uns, Samstag abend in Vișeu de Sus (Obervischau) zu sein.

Im Valea Vaser, dem Wassertal, gibt es keine Straße - nur die Bahn teilt sich den Platz mit dem Flüsschen Vaser. Die Bahn mit einer Spurweite von 76 cm ist eine der letzten Waldbahnen Europas, eventuell die letzte der Welt, die mit Dampf betrieben wird. Ihr Zweck ist es, die Holzstämme aus den dichten Wäldern der nördlichen Maramureş abzutransportieren und zu den Sägewerken zu bringen. Der deutsche TÜV würde bei einigen Brücken der Waldbahn einen Schreikrampf kriegen.

Auf dem Zug fährt die Schweizerin Brigitte mit, die hilft, die einzigartige Wassertalbahn am Leben zu erhalten. "Erst gestern ist der Touristenzug wieder mal entgleist", erzählt Brigitte völlig unaufgeregt. Ach, deshalb hängt der Lokführer die ganze Zeit mit dem Oberkörper aus dem Fenster und beobachtet die Gleise... mehr dazu im linken Untermenü!

Der lustige Friedhof in Sapanta Die Fahrt durch die alten Straßendörfer im Iza-Tal und durch die Maramureş ist wie eine Fahrt durch die Vergangenheit. Pferdefuhrwerke, die Heu, Holz oder einfach nur Menschen transportieren. Als hätten wir uns von einer Sekunde auf die andere mittels einer Zeitmaschine in die Vergangenheit zurückversetzt. Nur die alten Dacias und die Roller, mit denen Harken, Sensen und Rasentrimmer kutschiert werden, holen uns in die Jetztzeit zurück. Wir werden mit neugierigem Blick beäugt. Wir erreichen schließlich Sighetu Marmației, wo wir uns im ehemaligen Gefängnis Gänsehaut holen.

Staunend stehen wir schließlich vor den bunten Grabkreuzen des "Lustigen Friedhofs" in Săpânța. Und wieder spricht man diesen Ort ganz anders: "Söpinza". Wir sind nicht allein auf dem Friedhof, denn er ist mittlerweile ein Touristenmagnet, für den man Eintritt bezahlen muß.

Dem Tourverlauf folgen: 
weiter mit Vișeu de Sus ...

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