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In Ramsbeck wurde nach Blei, Zink und Silber gebuddelt

Förderturm Bergwerk Ramsbeck
Nicht immer muss man sich mit dem Motorrad durch das Sauerland bewegen. Wie wär es mal mit einem Bähnchen und zwar untertage im Erzbergwerk Ramsbeck? Bereits 1518 wurde dieses Bergwerk urkundlich erwähnt. 1907 wurde die Ramsbecker Hütte das erste Mal geschlossen. Nach Modernisierungsarbeiten und einem weiteren Abbau wurde dann die Hütte 1974 endgültig geschlossen und zu einem Bergbaumuseum umgewandelt.

Als Motorradfahrer muß man sich nicht unbedingt umgewöhnen. Ohne Schutzkleidung und Helm geht gar nichts. Der obligatorische Kittel erinnert mehr an einen Lehrling an der Drehbank. Aber gut, wenn es eben sein soll.

Die Wägelchen sind nur brusthoch und wir müssen uns ganz schön zusammenfalten, um hineinzuklettern. Mit Sicherheit ist die Regelung mit dem Helm sinnvoll. Bei einer Temperatur von 14 Grad (im Sommer!) kommt man da nicht leicht in's Schwitzen. Die Führung dauert eine knappe Stunde.

Der Geschindigkeitsrausch bei der Einfahrt bleibt aus. Mit ca. 12 km/h rumpelt der Zug gemütlich dahin und erreicht nach 10 Minuten sein Ziel... Die Strecke, die er dabei zurücklegt, beläuft sich auf 1,5 Kilometer. Es wird teilweise ganz schön laut, der schmale Schacht verstärkt das Gerumpel um ein Vielfaches. In den engen Fahrkabinen kommt man nicht nur verbal schnell in Kontakt zu seinen "Leidensgenossen".

300 Meter über der Zielstation befindet sich der Freizeitpark Fort Fun. Die Sohle EINS liegt ca. 120 Meter über der Zielstation. Nachdem sich die Zielstation auf der dritten Sohle befindet, beträgt der Sohlenabstand in Ramsbeck 60 Meter. Das Bergwerk besteht aus 10 Sohlen, von denen aber nur eben eine (die dritte) besichtigt werden kann.

Als besonderes Highlight wartet diese Sohle mit Europas größter Trommelfördermaschine auf, die je unter Tage installiert wurde. Sie hatte die Aufgabe, die Förderkörbe zu transportieren. Man stelle sich einen Förderturm über Tage vor. Der Förderturm, der außerhalb des Bergwerkes zu sehen ist, stand ursprünglich über dem Schacht der Grube Aurora, die sich auf dem Gelände des heutigen Fort Funs befand. Nach einer zweijährigen Installationszeit nahm die Fördermaschine 1962 ihren Dienst auf. Ihre Gesamtleistung betrug stolze 1.700 PS (kommt da nicht Neid auf?). Die für den Transport nötige Seilscheibe liegt in 40 Meter Höhe.

Welcher Lärm unter Tage geherrscht haben muß! Ein Kreiselkipper hatte die Aufgabe, die vollen Loren um ihre Längsachsen drehen zu lassen. Dabei verlor die Lore ihre Ladung und diese rutschte in einen darunterliegenden Bunker. Die Lore drehte sich anschließend weiter und wurde durch die nachfolgende volle Lore aus dem Kreiselkipper hinaus "geschubst".

Anschließend wurden die Loren durch einen Kettenbahn auf ein etwas höheres Niveau gezogen, damit sie, durch das darauffolgende Gefälle, selbständig wieder Fahrt aufnehmen konnten und somit zum Blindschaft gelangten. Selbstverständlich fährt man die selbe Strecke wieder zurück. Rechts am Zug verläuft neben den Schienen eine kleine Wasserrinne, die das Wasser nach draußen transportiert, welches sich durch Tropfenbildung im Schacht ansammelt. Auf daß diese Sohle nicht im Wasser versinkt. Die anderen Sohlen sind mittlerweile bereits vollgelaufen und somit nicht mehr begehbar.

Wie man das Bergwerk findet?

In Bestwig orientiert Ihr Euch nach Heringhausen. Habt Ihr diesen Einstieg geschafft, kommt direkt als nächste Ortschaft Ramsbeck. In Ramsbeck selber gibt es kein Problem das Bergwerk zu finden, da es sehr gut beschildert ist.

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