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Nebrodie und Madonie Nach einem spartanisch-sizilianischem Frühstück, einem Gebäckteilchen und einem Cappuccino, wollen wir das Bergdorf Caccamo auf dem gleichen Weg verlassen, wie wir gekommen sind. Was jedoch an der Einbahnregelung scheitert. Wir müssen eine steile Straße bergwärts nehmen, diese ist nur drei Meter breit. Was uns ja nicht viel ausmachen würde. Wenn da nicht ein Cincquecento mitten auf der Straße parken würde! Das war knapp - das Auto hat beim Vorbeischlängeln bißchen gewackelt, sorry! Und der Koffer hat vielleicht einen Kratzer mehr ...

Anfangs fahren wir ein ganzes Stück auf der Küstenstraße SS285 Richtung Messina. Die ist gut ausgebaut und am Sonntagvormittag ist hier absolut nichts los. Es ist angenehm warm. Die aufgestellte Straßenbeschilderung ist manchmal typisch sizilianisch: krumm, schief und fürchterlich verbogen, aber sie tut ihren Dienst. Doch wir wollen uns die Mittelgebirge Madonie und Nebrodie in Richtung Ätna und natürlich die schönste aller Panoramastraßen auf Sizilien, die SS120, anschauen. So verlassen wir die warme Küstenregion und biegen ab in Richtung wolkenverhangene Berge. Vorher haben wir unser Spritfaß noch einmal gefüllt, denn auf der Strecke soll es nicht so viele Tankmöglichkeiten geben (und wir müssen auch an die Siesta denken).

Allein in den Bergen

Die SS120 verbindet die Nordküste bei Termini Imerese mit der Ostküste unterhalb Taormina. 225 einsame Straßenkilometer. Da die Autobahn einige Kilometer entfernt parallel verläuft, ist diese Straße entlastet. Zu gut deutsch: Anfang April sind wir allein in den Bergen! Die Höhenzüge des Madonie steigen bis auf fast zweitausend Meter an, die beiden Berge Pizzo Carbonara (1979 Meter) und Monte San Salvatore (1912 Meter) sind die zwei höchsten Berge. Zum Meer hin, also nach Norden, sind die Berge meist recht karg und mit Macchia bewachsen. Nach Süden gedeihen dagegen noch ausgedehnte Eichen- und Buchenwälder.

Verkehrschilder in Sizilien Als es anfängt zu tröpfeln, streifen wir wieder einmal die Regenkombis über. Sie halten uns bei den frostigen Temperaturen hier oben auch gleichzeitig warm. Die Aussichten wären gigantisch gewesen, wären da nicht der Nebel, der gelegentliche Regen und die Kälte gewesen. Aus diesem Grunde haben wir in dieser Gegend auch relativ wenig Film- und Fotomaterial mitgebracht. Bei Regen lässt es sich einfach schlecht fotografieren, vor allem wenn man das Fotoequipment dann erst aus dem Topcase rausfummeln muss.

Aber die Landschaft und vor allem die Bergdörfer haben einen rauhen Charme, den man kaum beschreiben kann! Nördlich vom Ätna schütteln uns eiskalte Böen durch, die prägnante Ätna-Landschaft können wir vor lauter Regen kaum wahrnehmen. Trotzdem beeindrucken uns die Lavafelder links und rechts der Straße. An einer Stelle muss die Straße regelrecht hineingesprengt worden sein, nachdem der letzte Ausbruch sie zerstört hat. Und weiter geht's.

Linguaglossa liegt 550 Meter über dem Meer. Einst war es umgeben von prächtigen Pinienwäldern, die 2002 jedoch der Lava zum Opfer fielen. Eigentlich wollten wir uns hier für paar Tage wegen einer Unterkunft umtun. Aber wir entschließen uns, wegen dem milderen Klima weiter runter zum Meer zu fahren. Die Straße senkt sich schnell in Serpentinen von Linguaglossa zum Meer hinunter. Meterhoch brandet das Meer an die Felsen von Giardini Naxos. Naxos klingt sehr griechisch und wenn man in die Geschichte schaut, weiß man auch warum: die Griechen gründeten hier um 500 v.Chr. eine griechische Kolonie und verdrängten die "Ureinwohner" Siziliens, die Sikuler, ins Inselinnere.

Wir landen schließlich in der Touristenhochburg Siziliens.
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