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Essen & Schlafen

In der Nebensaison ist die spontane Zimmersuche unproblematisch. Ein Zimmer findet sich immer. Der April ist nicht gerade der typische Reisemonat, deshalb war unsere Zimmer-Suche keinesfalls schwierig und die Preise in einigen Destinationen auch sehr erträglich. Letzteres trifft vor allem auf Taormina zu. Um dort in der Hauptreisezeit ein Zimmer zu buchen, wird man ganz schön tief in die Tasche greifen müssen. Ganz abgesehen davon, dass die Stadt im Sommer von Touristen so überschwemmt ist und ein Besuch kein Vergnügen mehr macht.

Wir hatten recherchiert und mögliche Adressen im Gepäck - in www.booking.com vorher gesucht und sind einfach hingefahren oder haben uns vor Ort umgesehen. Für die Recherche ist diese Plattform einfach unschlagbar und sei es nur, um die Dichte der Unterkünfte in einer Region abzuschätzen.

Hotels & Pensionen
Residence Terra Rossa
Taormina Residence Terra Rossa** Via Bongiovanni 10
98039 Taormina
Tel.: 0942 245 36
Fax: 0942 629 000
info@residenceterrarossa.com www.residenceterrarossa.com
Residence Terra Rossa

Appartmentanlage mit einzelnen verstreuten Bungalows in Panoramalage zwischen Taormina und dem Meer mit der "Isola Bella", Studios mit Bad und Küche ab 2 bis 5 Personen, das sehr nette Personal spricht alle möglichen Sprachen. Parkplatz in der Anlage (für's Bike zumindest), dickes Tor zur Sicherheit.

Die Residence Terra Rossa besteht aus ca. 40 Studios. Alle Studios haben eine Küche, Bad, Wohn/Schlafraum und Terrasse. Zwischen den Bungalows glaubt man sich in einem botanischen Garten mit allen erdenkbaren mediterranenen Pflanzen: Kakteen, Palmen, Olivenbäume, Agaven mit riesigen meterhohen Blüten, Aloen, Strelitzien - einfach prachtvoll!

Von der Terasse beim Pool oder von den alleruntersten Bungalows (z.B. von unserem App. Nr. 18) hat man einen wunderschönen Blick auf die Isola Bella und den Strand von Mazzaro so wie nach Taormina hinauf.

Zugang zum Meer über eine lange Treppe (Aufstieg circa 20 Minuten) nach unten, ebenso langer Aufstieg nach Taormina hinauf. Einkaufsmöglichkeiten bestehen keine in der Nähe (nur oben in Taormina oder unten in Massaro). Das Preisgefüge ist in Massaro deutlich niedriger!

Die Zufahrt ist etwas verzwickt: Nach Taormina hinauf, rechts halten, irgendwann kommt auf der rechten Straßenseite ein Hinweis nach rechts. Den Hinweisschildern folgen.

Absolut empfehlenswert!

Hotel Pozzallo
Pozzallo Bed & Breakfast "Costaiblea" Via Stoccoima 5/c
97016 Pozzallo
Tel.:/Fax: 0932 795016
Mobil: 334 3220788 www.costaiblea.com
Paßkontrolle

Neu gebaute Pension am Rand eines Wohngebiets. Etwas steril eingerichtete, saubere Zimmer und Appartments mit Klimaanlage (die auch heizt). Nicht unbedingt DIE Urlaubsadresse für einen längeren Aufenthalt, aber für das Warten auf die nächste Fähre durchaus okay.

Hotel Caccamo
Caccamo | Bergdorf bei Palermo Hotel "La Spiga D'Oro" Via Margherita 74
90012 Caccamo
Tel.: 091 8148968
ganzjährig geöffnet
Hotelzimmer

Außer diesem scheint es nur zwei weitere Hotels in diesem Bergdorf zu geben. Für uns nur ein Domizil für eine Nacht. Standardzimmer. Nachteil war der geflieste Boden. Die darunter befindliche Pizzeria mit der Familienfeier war etwas schlafhemmend ... Ansonsten typisch sizilianisches Dorf, bei dem es sich lohnt, es noch etwas näher anzuschauen.

Hotel Sciacca
Sciacca Appartments "Fontana Calda" Localita Fontanacalda
92019 Sciacca
Tel.:/Fax: 0925 992382
Mobil: 348 8258185
Fontana Calda

Das schönste Appartment weit und breit auf unserer Sizilientour. Unwahrscheinlich liebevoll mit zahlreichen Accessoires eingerichtet. Die Vermieterin, Doris Ackermann, ist eine Deutsche. Das Haus liegt ruhig inmitten eines Olivenhains. Absolut empfehlenswert!

EDIT: Die Website ist offline und die Spuren im Internet sind auch schon etwas älter. Vielleicht gibt es dieses Haus nicht mehr? Schade, denn es war genial.

Das typisch sizilianische Frühstück ist etwas spartanisch: ein Blätterteiggebäckteilchen und ein Cappuccino. Aber wer will geht einfach in die nächste Bäckerei ...

Mittagessen | Abendessen
In italienischen Restaurants wird generell erwartet, daß man ein komplettes Menü bestellt, das dann schon mal 30,- Euro und mehr pro Person kostet. Uns ist es schleierhaft, wie man eine Portion Nudeln, danach einen Hauptgang mit Fleisch und Beilagen und danach noch einen Nachtisch vertilgen kann. Der mittlere Teil würde durchaus ausreichen ... Weniger eng sieht man dies in Spaghetterias und Pizzerias, bzw. in Restaurants mit angegliederten Pizzerias: hier darf man schon mal nur einen Teller Pasta und vielleicht eine Vorspeise vorweg bestellen, ohne vom Wirt mit Naserümpfen bedacht zu werden.

Zur Zeche zahlt man meist noch Servizio (10 bis 15 % der Gesamtrechnung), außerdem einen Festbetrag für's Brot und das Gedeck (das man aber trotzdem nicht mitnehmen darf ;-)

Trotzdem ist bei entsprechender Zufriedenheit ein Trinkgeld von 5 bis 10 % üblich. Man rundet jedoch den Betrag beim Bezahlen nicht auf, sondern lässt sich genau herausgeben. Beim Gehen lässt man das Trinkgeld auf dem Tisch beziehungsweise auf dem Tellerchen mit der Rechnung liegen. Bitte immer die Rechnung "il conto" mitnehmen. Wird man von der Finanzpolizei kontrolliert und kann sie nicht vorweisen, kostet's leicht mal 120,- Euro Strafe ...

In Bars und Cafés speist und trinkt man im Stehen am preiswertesten. Das Preisgefälle: Terrasse draußen - Tische im Inneren - Stehtische (von teuer bis preiswert).

Cappuccino trinkt der Italiener nur am Morgen. Wer nach dem Mittag- oder Abendessen noch einen Cappuccino bestellt, zeigt an, daß es zu wenig war (er könnte jetzt noch ein komplettes Frühstück vertilgen ;-)

Bei den Getränken ist natürlich vor allem der Wein zu nennen. DER Wein unserer Tour war der "Alto Grado" in Sciacca. Wir haben zwar nur eine Flasche getrunken, aber diese eine Flasche blieb uns nachhaltig in Erinnerung. Der Wein hat eine goldgelbe Farbe, schmeckt leicht in Richtung Marsala wie schon die Farbe vermuten lässt, aber ist bei weitem nicht so süß. Der Alkoholgehalt ist vorsichtheischend: 15 %.

Das Leitungswasser in Sizilien ist bedenkenlos trinkbar. Natürlich wird es auch dort wie in Deutschland mit Chlor versetzt, die Chlorierung ist nach Saison und Ort unterschiedlich hoch. Das Wasser öffentlicher Brunnen ist oft frisches Quellwasser und schmeckt gut. Man sollte nur auf Schilder achten, die anzeigen, wenn das Wasser kein Trinkwasser ist: ACQUA NON POTABILE.

Seidenspinnerraupe Es ist zweifellos ein Schauspiel, wenn sich die Prozessionsspinnerraupen (lateinisch Thaumetopoea pityocampa) auf Nahrungssuche begeben. Sie reihen sich meterlang hintereinander, jede orientiert sich am Hinterleib der Vorgängerin.

Aber berühren sollte man sie auf gar keinen Fall! Berühmt-berüchtigt sind die Raupen für ihre mit Drüsen verbundenen Brennhaare, sie bleiben bei Berührung leicht in der Haut stecken, brechen ab und verursachten starke Entzündungen. Nach Kontakt ist ein Arztbesuch unerlässlich, denn der Juckreiz ist nicht auszuhalten!

Ganze Waldstücke werden unzugänglich, wenn in ihnen sehr viele solcher Raupen leben. Der Wind trägt Haare davon, die bei Spaziergängern einen starken Hautausschlag hervorrufen.

Das Vorhandensein dieser Raupen verraten die bis fußballgroßen Gespinstnester in den Bäumen. In großer Zahl bewohnen die Raupen diese Nester. Wir sahen diese Nester schon in vielen Ländern. Oft waren sämtliche Pinien am Straßenrand mit den Gespinsten geschmückt.

Seidenspinnerraupe Am besten beschreibt ein Bekannter aus Frankreich diese eigenartige Tierart, die er aus seinem Garten zu verbannen versucht:

Ich habe vor ein paar Tagen eine solche Prozession gesehen, die ohne Übertreibung 5 m lang war, es war hinterher ein halber Eimer voll! Ich habe sie dann im Klo ersäuft, eine Weile später benutzte meine Frau dieses Klo, sie hat das tagelang bereut!!!! Man darf sie auf keinen Fall mit blossen Haenden anfassen, sie sondern bei Kontakt ein Gift ab, das zu hässlichen Entzündungen führt. Es gibt verbürgte Todesfälle, wenn Kinder beim Baumsteigen mit dem Kopf in ein solches Nest stießen. Aber auch so, d.h. mit Gummi-Handschuhen und langstieliger Schaufel behandelt, hat es bei mir zu endloser Juckerei am ganzen Körper gefuehrt, sah erst aus wie Insektenstiche, aber als es immer mehr wurden und an Stellen, wo mich garantiert nichts gestochen haben konnte, kam ich dahinter. Und es hat jetzt fast eine Woche lang gejuckt, erst seit heute wird es weniger.<

Also? Hände weg von "wandernden Wollfäden"!

Fotos im Bereich "Vorsicht, giftige Raupen" mit freundlicher Genehmigung
des Autors von www.schmetterling-raupe.de zur Verwendung freigegeben.
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