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Liptovský Mikuláš | Liptauer St. Nikolaus

Liptauer St. Nikolaus
Foto: Ing.Mgr.Jozef Kotulic CC-BY-3.0, via Wikimedia Commons

Unser erster Kontakt mit dieser Stadt steht unter keinem guten Stern: der Himmel hat die Schleusen geöffnet und kippt Wasser aus Kübeln herunter. Einen ersten Aufenthalt genießen wir unter einer Autobahnbrücke, die sich unter anderem frech über eine Straße mit kleinen, älteren Einfamilienhäusern spannt. Wer da wohnt, wohnt tatsächlich "unter der Autobahnbrücke". Bei uns in Deutschland tun das nur die Obdachlosen.

Heute sind wir vom Altvatergebirge in Tschechien hierher gekommen und sind noch auf der Suche nach einer Unterkunft. Einige Adressen mit Übernachtungsmöglichkeiten haben wir, aber die bisherigen Orte entsprechen nicht unseren Vorstellungen: da sagen sich Fuchs und Hase "Gute Nacht"!

In Liptov hoffen wir mehr Glück zu haben bei unserer Unterkunftssuche. Die Stadt entpuppt sich als Moloch mit viel hässlicher Industrie in den Randgebieten. Viel Anziehungskraft übt sie damit nicht aus. Die Deutschen nennen diese Stadt Liptauer St. Nikolaus. Sie liegt verkehrsgünstig in einer breiten Senke zwischen den Gebirgskämmen der Hohen und der Niederen Tatra. Wir glauben es kaum, daß hier nur 31.000 Einwohner leben sollen, uns kommt die Stadt größer vor.

Viele Einwohner sind entweder in den Industriebetrieben beschäftigt oder in der Tourismusbranche, die durch den von 1970-1975 angestauten See Liptovska Mara immer mehr Raum einnimmt. Zwei wichtige Anlaufpunkte gibt es für uns in Liptovsky Mikulas: das Fremdenverkehrsbüro und den Supermarkt Kaufland.

Wo ist er denn, unser neuer Reifen?

Im Fremdverkehrsbüro helfen nette Damen bei jeglichen Problemen (auch in perfektem Deutsch). So gibt man uns Adressen für unsere Suche nach einem neuen Hinterreifen und ruft auch vorher dort an. (Auch wenn sich das Ganze als Autowerkstatt herausstellte, die uns absolut nicht helfen können...) Wir kaufen in dem Büro zwei Karten der Regionen Liptov, Orava, Tatra und Zips und sind so für die nächsten Touren perfekt versorgt. Nur Not-Laminieren müssen wir die dünnen Papierteilchen noch und damit für unsere Touren unkaputtbar machen.

Liptovsky Mikulas
Foto: Ing. Mgr. Jozef Kotulic CC-BY-3.0, via Wikimedia Commons

Wer ein paar Sehenswürdigkeiten besichtigen will, hat in der Stadt selbst nicht allzu viel Auswahl. Im Informationsbüro kann man alle Angelegenheiten die den Fremdenverkehr betreffen erledigen, z.B. auch Straßenkarten kaufen, sich Unterkunftsadressen geben lassen, auch sind sie bei der Suche einer Werkstatt behilflich (Adresse im Infoteil).

Die Geschichte der Stadt reicht nicht allzuweit zurück, denn das älteste Gebäude ist die St.Nikolaus-Kirche, nach der die erste Siedlung benannt wurde. Das Umfeld des Kirchleins im Stadtzentrum ist für Fahrzeuge gesperrt, hier befindet sich die Fußgängerzone. Neben der Kirche befindet sich das 1793 erbaute Komitatshaus.

In einem anderen Gebäude, das früher als Komitatsverwaltung diente, befindet sich das Janko-Kral-Museum, das einerseits dem Dichter Janko Kral, andererseits dem Rebellen Janosik gewidmet ist. Folter- und Hinrichtungsgeräte gehören "logischerweise" zu dieser Ausstellung, da der legendäre Rebell in diesem Gebäude vor Gericht stand und zum Tode verurteilt wurde. Die Synagoge in der Holleho Ulica ist nur im Juli und August geöffnet, sonst nur nach Anmeldung im Kral-Museum.

Desweiteren informiert das Museum für Umweltschutz und Höhlenforschung über die geschützten Landschaften und die darin lebenden Tieren, besonders über die slowakischen Karstgebiete.

Dem Tourverlauf folgen:
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