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Liptovske Teplicka

Liptovske Teplicka Nachdem wir vergeblich auf der Straße an der Hohen Tatra die schönen Ausblicke gesucht hatten, biegen wir in die Niedere Tatra ab. Liebliche Landschaft, Kirchtürme und Schornsteine, die oft von großen Storchennestern gekrönt werden. Überall die typischen alten Holzhäuser. Hier lässt es sich aushalten. Wobei man natürlich zur Ehrenrettung der Höhenstraße sagen muss: der Asphaltbelag ist gut, es lässt sich gut fahren und die Städtchen verströmen ein mondänes, wenn auch andererseits einfaches Flair. Nur der Bergblick fehlt halt meistens.

Auf der suche nach dem Kellerbuckeldorf

Gottseidank besorgten wir uns Kartenmaterial, mit dem wir uns tadellos orientieren können. Wir passieren kleine Dörfer und Städtchen, allesamt mit einfachen Häusern. Hier fallen uns schon öfters die dunklen Gesichter der Zigeuner auf. Pardon, Roma. Eine alte Frau - wäscht in einem Bach Wäsche. Wir können es kaum glauben. Sollte es hier wirklich in den Häusern noch kein fließendes Wasser geben?

Liptovske Teplicka Irgendwo hier existiert ein altes Goralendorf mit Namen Liptovske Teplica. Ein Hinweisschild führt uns nach links. Aber irgendwie ist das 'ne komische Straße hier - und der geöffnete Schlagbaum kommt uns auch etwas spanisch vor... Tja, irgendwann drehen wir um, auf einem Kolchosengelände ...

Der gesuchte Ort ist relativ groß. Herrlich, diese alten, schmalen Holzhäuser hier. Total urig. Aber ob wir unbedingt darin wohnen möchten? Hmm, wenn wir die Pumpenschwengel vor dem Haus so betrachten: Fließendes Wasser oder sogar fließendes warmes Wasser, ob es das in diesen Häusern gibt? Spielende Kindern winken uns freundlich zu und sind begeistert, dass wir ebenso freudig zurückwinken.

Wir kurven suchend über die holprigen Straßen und halten die Augen offen. Eine Wiese sieht aus wie eine gigantische Buckelpiste. Hier buddelten die Bewohner ihre Keller in eine Wiese am Ortsrand. Die Kellerchen sind mit Holzbalken gesichert, mit Grasballen abgedeckt und tragen Nummern auf ihren winzigen Türen. Genutzt werden sie für die Vorratshaltung von Obst und Gemüse.

In der Niederen Tatra stehen wir ab und zu verblüfft vor prachtvollen Klöstern oder alten Bauten, die so gar nicht zu der ansonsten eher einfachen Architektur der Gegend passt. Und nicht immer informiert uns unser Reiseführer, welches Gebäude wir vor uns haben. Wenn die Störche auf den Dächern reden könnten, hätten wir sie danach fragen können ... Liptovske Teplicka Am Straßenrand treffen wir immer öfters größere Gruppen von Romas. Zwar nicht hier in unserem Kellerbuckeldorf, aber im Zipser Land, rund um Kosice gibt es Roma-Siedlungen, auf die wir nicht vorbereitet waren. Dazu mehr beim Zipser Land...

Und wer sich beim Lesen gefragt hat, was zum Teufel eigentlich ein Goralendorf ist - nicht schämen! – es ging uns ebenso. Wie haben in Wikipedia nachgeschlagen und folgendes gefunden:

Die Goralen (polnisch Górale) sind ein an der polnisch-slowakischen Grenze lebender Volksstamm. Sie sprechen einen polnisch-slowakischen Dialekt. In Polen leben sie in der Tatra, sie werden zu den Polen gezählt. In der Slowakei siedeln sie in den Landschaften Orava (dt. Arwa), Kysuce und in der Oberzips und werden seit dem 18. Jahrhundert als Teil der Slowaken angesehen.

Historisch sind sie wohl aus den sogenannten Walachen entstanden, die die polnisch-slowakischen Karpaten zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert besiedelt haben. Soso, da waren wir also sozusagen in der Walachei... Da wo der Pfeffer wächst...

Dem Tourverlauf folgen:
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