www.bikerdream.de
Slowakei

Startseite Motorradtouren Slowakei Hohe und Niedere Tatra Liptovske Teplicka

Liptovske Teplicka

Liptovske Teplicka Nachdem wir vergeblich auf der Straße an der Hohen Tatra die schönen Ausblicke gesucht und nur Waldpanoramen gefunden hatten, biegen wir in die Niedere Tatra ab, wo es uns wesentlich besser gefällt. Nette Landschaft, Kirchtürme und Schornsteine, die oft von großen Storchennestern gekrönt werden und die typischen alten Holzhäuser – hier lässt es sich aushalten. Wobei man natürlich zur Ehrenrettung der Höhenstraße sagen muß: der Asphaltbelag ist gut, es läßt sich gut fahren und die Städtchen haben so ein mondänes, aber auch einfaches Flair.

Auf der suche nach dem Kellerbuckeldorf

Gottseidank haben wir uns Kartenmaterial besorgt, mit dem wir uns tadellos orientieren können. Wir passieren kleine Dörfer und Städtchen, allesamt mit einfachen kleinen Häusern. Hier fallen uns schon öfters die dunklen Gesichter der Zigeuner auf. Pardon, Roma. Wir sehen eine alte Frau - wie es aussieht, eine Slowakin - die in einem Bach Wäsche wäscht. Wir können es kaum glauben. Sollte es hier wirklich teilweise noch kein fließendes Wasser in den Häusern geben?

Liptovske Teplicka Wir suchen ein altes Goralendorf mit Namen Liptovske Teplica. Ein Hinweisschild führt uns nach links. Aber irgendwie ist das 'ne komische Straße hier - und der geöffnete Schlagbaum kommt uns auch etwas spanisch vor... Tja, irgendwann drehen wir um, wir befinden uns auf Kolchosengelände ...

Wir erreichen den gesuchten Ort und stellen fest, daß er relativ groß ist. Schön finden wir wie überall in der Slowakei die alten, schmalen Holzhäuser. Einfach urig. Ob wir unbedingt darin wohnen möchten? In Deutschland? Hmm, wenn wir die Pumpenschwengel vor dem Haus so betrachten: Fließendes Wasser, ganz zu schweigen von fließendem warmen Wasser, haben die wahrscheinlich nicht *grübel*. Gut - aber anschauen und uns daran erfreuen können wir ja. Wir werden von den spielenden Kindern freundlich begrüßt, sie freuen sich riesig, daß wir ebenso freudig zurückwinken.

Wir kurven suchend durch die holprigen Straßen, und halten die Augen offen. Hier buddeln die Bewohner ihre Keller in eine Wiese am Ortsrand. Die Wiese sieht aus wie eine gigantische Buckelpiste. Die Kellerchen sind mit Holzbalken gesichert, mit Grasballen abgedeckt und tragen Nummern auf ihren winzigen Türen. Genutzt werden sie für die Vorratshaltung von Obst und Gemüse.

In der Niederen Tatra stehen wir ab und zu verblüfft vor prachtvollen Klöstern oder alten Bauten, die so gar nicht zu der ansonsten eher einfachen Architektur der Gegend passt. Und nicht immer informiert uns unser Reiseführer, welches Gebäude wir vor uns haben. Wenn die Störche auf den Dächern reden könnten, hätten wir sie danach fragen können... Liptovske Teplicka Die Roma fallen uns immer öfters auf, weil sie immer in Gruppen auftreten. Zwar nicht hier in unserem Kellerbuckeldorf, aber im Zipser Land, rund um Kosice gibt es Roma-Siedlungen, auf die wir nicht vorbereitet waren. Dazu mehr beim Zipser Land...

Und wer sich beim Lesen gefragt hat, was zum Teufel eigentlich ein Goralendorf ist - nicht schämen! – es ging uns ebenso. Wie haben in Wikipedia nachgeschlagen und folgendes gefunden:

Die Goralen (polnisch Górale) sind ein an der polnisch-slowakischen Grenze lebender Volksstamm. Sie sprechen einen polnisch-slowakischen Dialekt. In Polen leben sie in der Tatra, sie werden zu den Polen gezählt. In der Slowakei leben sie in den Landschaften Orava (dt. Arwa), Kysuce und in der Oberzips und werden seit dem 18. Jahrhundert als Teil der Slowaken angesehen.

Historisch sind sie wohl aus den sogenannten Walachen entstanden, die die polnisch-slowakischen Karpaten zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert besiedelt haben. Soso, da waren wir also sozusagen in der Walachei... Da wo der Pfeffer wächst...

Dem Tourverlauf folgen:
weiter mit Demanovska-Höhle

Email Impressum Datenschutz Partner

links rechts Schließen X