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Zahnradbahn "Cremallera" im Vall de Núria

Zahnradbahn Cremallera im Vall de Núria
Zahnradbahn Cremallera im Vall de Núria

Heute lassen wir fahren! An diesem Morgen dient das Motorrad ausschließlich dafür, um zum Bahnhof in Ribes de Freser zu kommen. Von hier aus besteht die Möglichkeit mit der Zahnradbahn ins Vall de Nuria auf 1967 Meter Seehöhe zu fahren.

Einfacher wäre es nur zweihundert Meter von unserem Hostal entfernt zuzusteigen, aber Jochen möchte die Fahrt auf ganzer Länge auskosten und auch das kleine Museum im Bahnhof besuchen.

So fahren wir in leichter Kleidung nach unten, verstauen die Jacken im Topcase und bitten den netten Herrn am Abfahrtschalter, dass er die Helme und Jochens Stiefel während unserer Abwesenheit aufbewahrt.

Zögernd stimmt er zu und bemerkt, dass er keine Haftung dafür übernähme.

Zahnradbahn Cremallera im Vall de Núria

Der Zug tuckert langsam los. Vorerst noch in konventioneller Weise auf Schienen. Erst bei Queralbs wird der Zahnradantrieb zugeschaltet. Die dafür benötigte Zahnradschiene läuft mittig im Gleisbett.

Bis Queralbs ist die Landschaft noch unscheinbar. Aber schon bald verengen sich die Felsen zu einer Schlucht, durch die das Bähnlein Kurve um Kurve nach oben ruckelt. Auf den Hängen blüht der Ginster in leuchtendem Gelb. Schade, dass wir die Fenster nicht öffnen können, um den Blütenduft des Ginsters wahrzunehmen.

Nuria beherbergt nicht nur ein hochalpines Wandergebiet und kleinere Skipisten, sondern auch das Heiligtum Santuari de Nuria und zieht damit Wallfahrer an. Die Gebäude beherbergen eine Jugendherberge und ein Hotel. Das Hochplateau bietet einige bescheidene Attraktionen: einen Stausee, der im Winter das Wasser für die Beschneiungsanlagen liefert, einen Ruderbootverleih und Pferde und Ponys zum Reiten und Streicheln.

Von Queralbs bis Nuria zieht sich der gut in Schuss gehaltene Pilgerpfad „Camino Viejo“, der von der Bahn aus verfolgt werden kann. In die andere Richtung sind mehrere Fast-Dreitausender über Wanderpfade von hier aus erreichbar.

Zahnradbahn Cremallera im Vall de Núria - links unten der Pilgerpfad Camino Viejo

Wir könnten wandern. Wie oft war uns während dieser Tour schon danach? Müssen beim nächsten Mal Bergschuhe mit? Vermutlich. Aber Jochen in Trekkingsandalen, ich in Leinenschuhen - das ist kaum die richtige Ausrüstung für eine Bergwanderung. Dabei ruft der Pfad förmlich danach bewandert zu werden.

Ihn zu laufen muss ein traumhaftes Erlebnis sein! Zwischen zwei und zweieinhalb Stunden soll man für den Abstieg per pedes benötigen. In Queralbs sehen wir immer wieder Wanderer, die zu Fuss oder auch zu Pferde an unserem Hostal vorbeikommen.

Im Vall de Núria
Im Vall de Núria

Nach 35 Minuten Fahrt erreichen wir das Vall de Nuria. Es geht noch höher. Im Preis inbegriffen ist die Seilbahn. Wir fahren also in einer stickigen 6er Gondel mit vier Personen und einem Hund noch einmal weiter nach oben.

Mein Gott, ist das eine Luft hier drin! Die Sonne brennt uns auf den Rücken, der große Schäferhundmischling hechelt sich die Seele aus dem Leib und steckt seine Nase durch die schief schließende Tür. Luft!!!! Am liebsten würden wir die Tür ganz öffnen. Eine oben geöffnete Cabriogondel wär' jetzt nicht schlecht.

Die Gondelabfahrt mit integrierter Sauna ersparen wir uns und laufen auf einem steilen, betonierten Weg nach unten.

Die Stadt Ribes de Freser ist bei unserer Ankunft wie ausgestorben. Es ist Siesta-Zeit, die Läden sind geschlossen. Nur ein Restaurant an der Ecke zum Bahnhof wartet auf Gäste. Die Stadt wirkt, als hätte man vergessen, auch die Gehwege hochzuklappen.

Im Hostal in Queralbs entdecken wir im Treppenaufgang eine bis dato noch nie gesichtete Mitbewohnerin: eine große, grasgrüne Spinne. So grün wie ein Grashüpfer. Und nicht gerade klein. Gut, dass wir keine Spinnenphobiker sind. Und weil wir neugierig sind, geben wir ins Worldwideweb mal "grüne Spinne" ein und siehe da: unsere Mitbewohnerin ist eine grüne Huschspinne.

Dem Tourverlauf folgen:
weiter mit Gorge de Galamus (Heimfahrt über die französischen Pyrenäen)

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