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Entlang der Sazava: Český Šternberk

Brücke über die Sazava
Tschechische Polizei ;-)
An der Sazava

Unser nächstes Ziel ist Kutná Hora, auch als Kuttenberg bekannt. Auf dem kürzesten Weg ist Kutná Hora von Prag nur 70 Kilometer entfernt und in einer Stunde erreichbar, aber wir werfen unsere Route in einem großen Bogen auf die Landkarte. Anfangs noch auf größeren Straßen, hangeln wir uns später durch winzige Weiler.

Ab dem Ort Kamenice wird es richtig schön. Die schmale Straße folgt mit frischer, schwarzer Teerdecke einem Bächlein durch einen dichten Mischwald. Überhaupt ist der Straßenzustand bisher recht gut. Da haben wir in diesem mittelböhmischen Gebiet schon wesentlich schlechtere Hoppelpisten erlebt, doch das ist auch schon einige Jährchen her. Es hat sich viel getan!

Im Örtchen Kamenice ist ein lustiges Polizeimännchen an die Straße drapiert, um auf das Geschwindigkeitslimit von 50 Stundenkilometern aufmerksam zu machen. Männeken Cop hat ein handgemaltes Gesicht und trägt eine grüne Polizeiweste.

Einige Kilometer weiter dümpelt die Sazava träge durch ihr Flussbett. Das romantische Tal der Sazava mit seinen vielen Burgen und Schlössern ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Prager. Die Sazava selbst wirkt sehr still und mit ihrer gelblichbraunen Brühe wenig einladend.

Überall an den größeren Wasserwegen gibt es Stationen, in denen Kanus und Schlauchboote gemietet werden können. Wasserwandern erfreut sich in Tschechien großer Beliebtheit. Ganze Heerscharen von gutgelaunten Menschen lassen sich den Fluss hinuntertreiben oder sorgen mit Paddeln für ein schnelleres Vorwärtskommen. Wichtige Utensilien haben sie in wasserdicht verschließbaren Tonnen dabei.

Eine Burg in Privatbesitz

An der Burg von Český Šternberk wird restauriert und gebaut, was das Zeug hält. Es gibt einen bewachten Parkplatz unterhalb der Burg. Wir kennen die Burg von unserer Tour vor einigen Jahren, deswegen kann der Parkwächter dieses Mal an uns nichts verdienen. Damals knöpfte uns einen Obulus von 20 Kc ab, die Hälfte der Gebühr, die Autofahrer berappen mussten. Wie viel würde er wohl heute verlangen? Vierzig, fünfzig Kronen? Egal, heute kraxeln wir nicht da hoch. Gelaufen sind wir in Prag genug. Die Schätze in der Burg sind nicht so prickelnd, dass man sie unbedingt gesehen haben muss: Mobiliar, Gemälde, Glas, Porzellan. Außerdem eine Sammlung von Stichen und Flugschriften aus dem Dreißigjährigen Krieg. Vielleicht interessant, vorausgesetzt man spräche fließend tschechisch ...

Český Šternberk

Bemerkenswert an dieser Burg ist vor allem der Umstand, dass sie als eine der wenigen Burgen in der Welt im Besitz der Nachkommen ihrer Gründer ist. Wieder, um genauer zu sein, denn 1949 mussten die Sternberks die Burg erst einmal an die kommunistischen Machthaber abgeben. 1991 bekamen sie sie wieder zurück. Ein Drittel des Burghofes wird von einer Wiese mit kleinen Schutzhütten belegt. Vor und in den Hütten sitzen diverse Raubvögel und Eulen. Ein Falkner trägt eine Eule auf seiner behandschuhten Hand herbei und erzählt den staunenden Besuchern allerhand Wissenswertes.

Dem Tourverlauf folgen:
weiter mit Kutná Hora - die silberne Stadt

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