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Recht & Verkehr

Ist das nicht ein nettes Vehikel? Ein großer Unterschied zum deutschen Verkehrsrecht besteht nicht. Die kleinen Unterschiede sehen wie folgt aus:

Besondere Verkehrsschilder

Grundsätzlich wird bei Verstößen gegen Verkehrsvorschriften der Fahrer (Lenker) zur Verantwortung gezogen, anders ist dies nur bei Parkverstößen.

Ordnungswidrigkeiten von ausländischen Verkehrssündern werden an Ort und Stelle verfolgt (sog. Blockverfahren). Die maximale Geldbuße beträgt im Blockverfahren 5.000 Kronen (circa 180,- Euro). Als Zahlungsmöglichkeiten stehen die sofortige Barzahlung oder die Begleichung per Überweisungsträger zur Verfügung. Der Betroffene kann natürlich auch die Zahlung der Geldbuße verweigern und gegen den dann folgenden Bußgeldbescheid Einspruch einlegen. Nach Einlegung des Einspruchs beginnt das Verwaltungsverfahren. Für die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten sieht das tschechische Recht eine Verjährungsfrist von einem Jahr vor, die Vollstreckungsverjährungsfrist beträgt fünf Jahre.

Seit dem 1. August 2011 gibt es in Tschechien eine neue Regelung bezüglich der Benachrichtigung der Polizei nach Verkehrsunfällen.

Danach muss die Polizei gerufen werden:

Bei Unfällen, bei denen der von den Teilnehmern selbstgeschätzte Schaden den Betrag von 100.000 CZK nicht übersteigt, muss die Polizei nicht benachrichtigt werden. Sofern mehrere Fahrzeuge involviert sind, wird der Schaden für die Zwecke der Berechnung der Schwelle nicht addiert. Die Teilnehmer können solche Unfallschäden selbst regulieren, ohne dass irgendwelche behördliche Sanktionen zu befürchten wären. Ist jedoch einer der Teilnehmer mit einer solchen Regulierung nicht einverstanden, kann bzw. muss die Polizei eingeschaltet werden.

Erst sofern der (Fremd)Schaden den Betrag von 100.000 CZK übersteigt, haben die Unfallbeteiligten die Pflicht, die Polizei über den Unfall zu informieren. Das tschechische Recht erlaubt es dann, einen Fahrerlaubnisentzug anzuordnen, sofern der Unfallverursacher in den letzten 12 Monaten einen Unfall mit dem (Fremd) Schaden von mindestens 100.000 CZK (oder einen schlimmeren Unfall) verursacht hat.

für PKW | PKW mit Anhänger | Wohnmobile bis 3,5 t | Motorräder

130 km/h
90 km/h
50 km/h
30 km/h

Das Tankstellennetz ist dicht. Es gibt Bleifrei Super (Natural 95 Oktan) und Bleifrei Super plus (Natural Super 98 Oktan) und Diesel (Nafta). Tankstellen sind in der Regel Montag bis Freitag 6:00 bis 20:00 Uhr, Samstag 8:00 bis 20:00 Uhr und entlang der Hauptreiserouten sowie in großen Städten meist rund um die Uhr geöffnet.

0 ‰ - es gilt ein generelles Alkoholverbot am Steuer. Im Gegensatz zum deutschen Recht gilt in Tschechien ein striktes Alkoholverbot und damit eine Null-Promille-Grenze. Die tschechische Polizei hat dabei die Anweisung, im Rahmen allgemeiner Verkehrskontrollen grundsätzlich auch einen Alkoholtest beim Fahrzeugführer durchzuführen.

Die Vignettenpflicht gilt auf der Autobahn nur für PKWs, Motorräder sind kostenfrei.

Die Vignette für PKWs kostet im Jahr 1500, für den Monat 440 und für 10 Tage 310 Kc. Kleine weisse Schilder weisen auf den Beginn der Mautpflicht hin (entweder mit einem Pictogramm, manchmal aber nur mit dem Text "s poplatkem" - mit Bezahlung). Die Mautvignetten gibt es in der ersten Tankstelle nach der Grenze (meist ehemalige Grenzstationen) und auch bei den deutschen Automobilclubs.

Durch BöhmenIm Großen und ganzen sind die Straßen nicht schlecht, es hat sich in den letzten Jahren unheimlich viel getan. Die besten Straßen kann man erwarten, wenn man auf den Fernverkehrstraßen bleibt. Aber welcher Motorradfahrer tut das schon?

Es gibt solche und solche Straßen, man kann es schlecht verallgemeinern. Es gibt natürlich geflickte, rissige Straßen genauso wie glatte Babypopo-Teerbänder. Die einen haben keine Straßenmarkierungen und abfallende Bankette, die anderen sind perfekt. Am besten: Man rechnet von Haus aus mit schlechteren Straßen, dann wird man keinesfalls enttäuscht.

Straßenschilder mit den jeweiligen Straßennamen befinden sich nicht an den Kreuzungen, sondern nur an den Häuserwänden. Das macht es Ortsunkundigen gerade im Dunkeln nicht leicht, den richtigen Weg zu finden.

Größere Straßen sind recht gut ausgeschildert. Solange man sich auf der Hauptroute befindet bzw. auf der Straßennummer, die einen in die anvisierte Stadt bringt, findet man nicht sehr oft ein Hinweisschild auf diese Stadt, sondern immer nur welche, die abseits der Route nach links oder rechts zu anderen Städten abzweigen. Aber solange kann man sicher sein, dass man noch auf dem rechten Pfad ist.

Schwieriger wird es auf kleineren Straßen (weisse oder gelbe Klassen) in weniger touristischen Gebieten. Oft ist nur der nächste Ort ausgeschildert. Und wer dann keine detaillierte Straßenkarte besitzt, ist verloren. Also immer detaillierte Karten mitführen oder ein Navi.

Detaillierte Empfehlungen für passende Karten unter dem Menüpunkt ""

Eigentlich westeuropäisch mit leicht süditalienischen Zügen. Die Überholerei ist schon manchmal etwas gewöhnungsbedürftig, oft aber auch im positiven Sinne. Vor 10 Jahren fiel uns auf, dass die Fahrzeuge auf der E50 nach Pilsen und Prag bereitwillig an den rechten Straßenrand auswichen, ja sogar auf dem breiten Standstreifen fuhren, wenn man auf dieser zweispurigen Straße überholen wollte. Das schien ganz normal zu sein und war ein sehr angenehmes Gebaren. Auf diese Weise haben selbst Autos problemlos überholt und keiner hat an der Lichthupe gespielt. Ob man mit derartigen Manövern immer noch rechnen kann, lässt sich nicht sagen, da sämtliche Touren abseits dieser nervigen Fernverkehrsstraßen stattfanden.

Tschechien weist eine doppelt so hohe Quote an Verkehrstoten als Deutschland auf. Man sollte also immer auf der Hut sein und lieber eine defensive Fahrweise an den Tag legen.

Erste Adresse ist Automobilklub in Deutschland. Der vermittelt sowieso zum UAMK, seinem Partnerclub in Tschechien. www.uamk.cz

Notrufnummern
Polizei: 112 | 158 (Staatspolizei) und 156 (Stadtpolizei)
Feuerwehr: 150
Unfallrettung/Notarzt: 112 | 155
in den Mobilnetzen: 112

ADAC Deutschland
Ausland-Notrufnummer: +49 89 22 22 22

Ein kleiner Auszug aus einem ADAC-Artikel, den wir mit aller Inbrunst bekräftigen können (wobei unsere aktuellen Erfahrungen in Prag nicht mehr ganz so krass sind!).

Zitat: Zwar gibt es in Tschechien und der Slowakei Zebrastreifen, sie haben aber im täglichen Leben keine Bedeutung. Dieses Wissen ist vor allem in Prag überlebensnotwendig. Für die meisten Autofahrer ist es eine völlig abwegige Vorstellung, für am Straßenrand wartende Fußgänger anzuhalten. Fairerweise drosseln sie die Geschwindigkeit an Fußgängerüberwegen um keinen Kilometer, denn schließlich wollen sie niemanden in falscher Sicherheit wiegen. Fußgänger, die auf ihrem Recht beharren, riskieren den Märtyrertod.

Die Rücksichtslosigkeit der Autofahrer ist den zu Fuß gehenden Tschechen und Slowaken so sehr in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie auch am Zebrastreifen wartenden (meist ausländischen) Wagen nicht über den Weg trauen. Es kostet den Autofahrer einige charmante Überredungskünste, um vor allem ältere Menschen von der Redlichkeit ihrer Absicht zu überzeugen.

Die Kriminalitätsrate hat sich auf dem Niveau der westlichen Nachbarländer eingependelt. Ein großes Problem ist der Autodiebstahl. Autos, auch Kleinwagen, sollten möglichst nur auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden. Jede Art von mechanischer und elektronischer Wegfahrsperre ist nützlich, denn sie bedeutet für den Dieb zumindest mehr Arbeit – und die will er sich nicht immer machen. Prag ist ein Extrakapitel - kriminalitätstechnisch ein heißes Pflaster.

Das A und O bei unserer Zimmersuche war eine abschließbare Unterkunft für die "Turtle". Ansonsten hatten wir bei kurzzeitigem Parken bei Tage weniger Bedenken.

Beim Abheben mit der EC- oder Kreditkarte sollte man darauf achten, dass niemand den PIN-Code ausspähen kann und in den Prager U-Bahnen und Straßenbahnen sollte man auf sein Handgepäck ein Auge haben. Die Fingerkünstler sind überall. Aber vermutlich sind sie dann am aktivsten, wenn das gute tschechische Bier schon Wirkung zeigt (am Prager Wenzelsplatz soll es abends eine regelrechte Taschendiebchallenge geben ...)

Die Polizei hat nicht den besten Ruf. Man unterscheidet zwischen der Staatspolizei und der Stadtpolizei.

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