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Galata-Brücke | mit dem Motorrad in Istanbul

auf der Galata-Brücke in Istanbul Als wir aus Edirne kommend Istanbul erreichen, wird uns gleich zweimal die Ehre erwiesen über die Galata-Brücke zu fahren. Mit Rückfahrt sogar viermal und zwar unfreiwillig! Wir suchen unser Hotel und verzweifeln an den Einbahnstraßen der Innenstadt, die uns jedes Mal wieder auf die Galatabrücke zwingen. Wegen der Fahrbahntrennungen haben wir keine Chance zur schnellen Umkehr.

Die Brücke ist eine deutsch-türkische Koproduktion aus dem Jahr 1992. Die Galatabrücke (türkisch Galata köprüsü) überspannt das Goldene Horn zwischen den Istanbuler Stadtteilen Eminönü und dem Hafenviertel von Karaköy.

1845 wurde die erste Holz-Brücke errrichtet, nachdem der Fährverkehr nicht mehr den Anforderungen entsprach. 1863 schon erneuerte man die hölzerne Brücke, welche widerum 12 Jahre später durch die erste Eisenbrücke abgelöst wurde. 1912 baute die deutsche Firma MAN die Pontonbrücke, die leider im Jahr 1992 bei einem Brand schwer beschädigt wurde und danach abgebaut werden mußte. Heute ist sie nicht mehr wie von 1875 bis 1930 mautpflichtig, aber es wäre ein einträgliches Geschäft, denn die 480 m lange und 42 Meter breite Brücke muß täglich einiges an Autoverkehr aushalten.

nbul - Galata-Brücke Istanbul - Galata-Brücke Im Untergeschoß, das vor allem bei der alten Brücke Legende war und in den 60er Jahren ein beliebter und belebter Treffpunkt für Studenten war, sind heute wieder viele Fischrestaurants und Cafés eingezogen.

Allerdings dauerte es bis 2002, bis sich die Räumlichkeiten wieder füllten, offensichtlich störten sich die meisten potentiellen Mieter/Pächter an dem Alkoholverbot, was dort unten herrscht. Geht man auf dem Untergeschoß entlang, gleicht dies ein bißchen einem Spießrutenlauf. Die Restaurants beschäftigen Männer, die jeden, der vorbeikommt, überzeugen möchten, daß ihr Fisch der frischeste, ihr Mokka der schmackhafteste und ihr Lokal das beste ist.

Diese "Reinschmeißer" sind allerdings auszuhalten, wenn man ihre Fragen, ob man nicht etwas trinken oder essen möchte, kurz und prägnant verneint - wenn auch manche partout nicht aus dem Weg gehen wollen. Die Fussgängerunterführung vor der Brücke gleicht einem Markt- und Rummelplatz. Fliegende Händler lassen keinen Zentimeter an den Wänden frei. Überall türmen sich die Tücher, bunte Schuhe, Handtaschen, Gürtel, billige Ketten und lärmen Kinderspielzeuge in den nervigsten Tonarten. Es ist ein Jahrmarkt.

An den Brückengeländern stehen Dutzende Angler, sogar einige Frauen versprechen sich Petriheil. Sie halten ihre Angel in den viele Meter unter uns befindlichen Bospurus. Die Ausbeute erscheint uns sehr mager: in allen Eimern schwimmen maximal 10 cm große Fischchen. Bei dem einen nur ein paar, bei dem anderen mehr. Uns ist es ein Rätsel, wie man so scharf auf diese winzigen Fischchen sein kann. Vermutlich holen sie die berühmten Schwarzmeersardinen aus dem Wasser: Hamsi. Alle haben ein sehr zufriedenes Lächeln im Gesicht und das Anglerglücklichsein hängt wohl weniger von der Masse als von der Anzahl der geruhsamen Stunden auf der Brücke ab. Der Schwatz mit dem Nachbarn scheint ein wichtiges Angleranliegen zu sein.

Dem Tourverlauf folgen:
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