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Die Fahrt von Pamukkale nach Çeşme

Motorrad am türkischen Mittelmeer Es ist unser letzter Tag auf türkischem Festland. Wir sind seit genau 3 Wochen mit dem Motorrad unterwegs und werden heute nacht auf der Fähre einchecken, die uns in zweitägiger Fahrt von Çeşme nach Ancona/Italien bringt. Von dort haben wir noch reichlich 800 km bis zu unseren eigenen vier Wänden zu bewältigen.

Aber noch befinden wir uns an der ägäischen Küste und bewegen uns nach dem staubigen Besuch von Ephesus auf das Hafenstädtchen Çeşme zu. Der Küstenabschnitt von Pamucak (bei Selcuk) bis Seferihisar hat uns am besten gefallen auf der heutigen Strecke von Pamukkale nach Çeşme. Die Straße ist zwar breit und gut ausgebaut, aber die Küste ist rau und ursprünglich.

Wo sind wir denn hier gelandet?

Auf der Straße nach Cesme Auf der Straße nach Cesme - zwei jahre später stellten wir fest, daß das ein Militärgelände ist, auf dem ab und zu scharf geschossen wird. An einem etwas unwirtlichen Strand (die Fotos stammen aus unserem Videofilm, deswegen die unscharfe Qualität), an dem keine Menschenseele zu sehen ist, parken wir die BIG TURTLE am Straßenrand und genießen noch ein letztes Mal hautnah die salzige Meerluft und sagen dem ägäischen Meer Adieu. Als wir gerade so schön vor uns hin sinnieren über unser nahes Urlaubsende, das wir gern noch um ein paar Wochen nach hinten schieben würden, ertönt oben am Straßenrand ein lautes "Tatütata".

Ein blau-weißer Jandarma-Wagen, besetzt mit drei "Jandarmen" parkt hinter unserer Turtle. Wir begeben uns zu unserem Mopped. Keine Ahnung, was die wollen: vielleicht dürfen wir hier nicht parken? Ist dies hier vielleicht militärisches Sperrgebiet? Und die Schneisen auf den Hügeln hat was mit Panzerspuren und nicht wie wir vermuten mit Brandschutz zu tun? Andererseits: wieso erzählt uns ein "Jandarm" was von Mindelheim, einer Stadt im Allgäu? "Mindelheim" ist so ziemlich das Einzige, das wir verstehen.

Wir lächeln freundlich, geben einige verständnisvolle Floskeln von uns, bemühen uns, kein verständnisloses Gesicht zu ziehen und nicken eifrigst. Nach einigem Palaver ziehen sie von dannen. Für den Fall, das "Mindelheim" türkisch ist und sowas wie "Hier Parken verboten" heißt, verlassen wir mal lieber auch diesen Platz.

Bei der zweiten Türkeitour lag an dieser Stelle dann ein Kriegsschiff in den Kieseln und die Geschütze sind auf die ausgestopften Puppen und großen Zielmarkierungen in den Hügeln gegenüber gerichtet. Vermutlich ist hier also militärisches Sperrgebiet.

Unser Boot Die Fähre liegt schon im Hafen von Çeşme und Osman und Cem, die wir vom Motorradtreffen her kennen, sind auch schon da. An der Ecke vorm Hafen finden wir einen kleinen "Tante-Aisha-Laden", in dem wir uns wegen der berühmtberüchtigt schlechten Küche der Fähre mit Lebensmitteln und etwas Rotwein eindecken.

Kurz nach 21:00 Uhr wird das Hafentor geöffnet und das erste Fahrzeug darf ins Hafengelände einfahren. Man bedeutet uns Motorradfahrern, daß wir uns im Reißverschlußverfahren in die Autoschlange einfädeln sollen. Am ersten Schalter prüft man unsere Pässe und dem besten aller Fahrer geschieht zum ersten Mal in seinem Leben ein Drogenscreening. Während bei dem Auto vor uns die Autoscheiben mit einem Gerät, das aussieht wie ein mit einem Tuch bespannter Plastiklöffel, abgewischt werden, untersucht man bei Motorradfahrern die Handinnenflächen. Der eigentliche Test im Analyzer dauert nur wenige Sekunden, bis man ein "Clean" aus dem Minilabor vernimmt.

Fahrer-Ping-Pong im Hafen von Çeşme

Warten auf die Drogenkontrolle Cem und Osman sind schon einen Schritt weiter. Sie haben die Moppeds hinter den Zoll-Plastikcontainern abgestellt. Im Container befinden sich zwei Personen an einem PC, vor der offenen Tür in zwei Meter Entfernung sitzen an einem Tisch zwei weitere männliche Zollangestellte und ein weiterer, untersetzter Zollbeamter verrichtet Botendienste zwischen diesen nur 2 Meter auseinander sitzenden Arbeitsgruppen.

Ein weiteres Arbeitsteam in gleicher Konstellation arbeitet 15 Meter entfernt im nächsten Container. Nun beginnen die zwei Zoll-Teams ein Spiel mit uns, das man in Deutschland Fahrer-Ping-Pong nennt. A schickt Fahrer Sepp zu B und B retourniert in wieder zu A, der ihn umgehend abschmettert und zu B zurückschickt. Das geht solange, bis Fahrer Sepp vor Lachen oder vor Wut zu platzen droht.

Wir amüsieren uns ganz köstlich über dieses Chaos. Chaos - dieses Wort haben die Griechen erfunden: die Welt entstand aus dem Chaos, und dieses Chaos haben die Griechen wohl in Kleinasien gelassen, als sie aus diesem liebenswerten Landstrich vertrieben wurden.

Seit Anfang 2007 reicht es, das Fahrzeug in den Reisepass eintragen zu lassen. Bis 2006 musste man ein Carnet de Passage haben. Bei der Einreise ist also die BIG TURTLE in den Reisepaß eingetragen worden. Einer der Beamten im Plastikwürfel tippt die Nummer in seinen PC: BLING! Eine Fehlermeldung mit dem berühmtberüchtigten weißen Kreuz im roten Kreis erscheint!

Bling! Bling! Bling!

 Bling, Bling und wir kommen doch da rein Nächster Versuch: BLING! Noch mal: BLING! Ratlose Gesichter. Ratlose Fragen an den Kollegen. Osman ist die ganze Zeit bei uns und reißt Witze über die Arbeitsweise der Zollbeamten. Wir lachen uns scheckig und schicken Stoßgebete zum Himmel, daß die kein Deutsch verstehen. Das könnte unangenehm werden, falls die mitkriegen, wie wir uns über ihre ratlosen Minen lustig machen. Osman berichtet uns, daß die zwei im Container wohl heute ihren ersten Tag haben und leider scheinbar keine Technikgenies sind.

BLING! BLING! BLING! Wir können es nicht mehr hören! Osman übersetzt uns, daß der schlaue türkische PC meldet, unsere BIG TURTLE sei nicht eingereist - und Unsichtbare dürfen aus der Türkei nicht ausreisen ... Wir üben uns in Geduld und verfolgen die BLINGs im Container mit wachsender Belustigung. Eigentlich haben wir ja ständig die Film- oder die Fotokamera in der Hand. Aber hier bei den Zöllnern trauen wir uns nicht so recht, Filmaufnahmen zu machen. Es könnte sein, daß sie dies (wie die Grenzbeamten) gar nicht mögen. Noch dazu, während sie sich mit unserem unsichtbaren Fahrzeug herumschlagen ... Also lassen wir's.

Es wird ein Vorgesetzter gerufen. Der heißt vermutlich deshalb Vorgesetzter, weil er nicht im stickigen Container arbeiten muß, sondern an einem Tisch vor dem Container sitzt. Dieser mutiert zu einem Vorläufer und verschwindet mit dem Reisepaß. Wir haben noch fast zwei Stunden bis zum Ablegen der Fähre. Da werden die Türken es doch wohl schaffen, unsere BIG TURTLE vom gasförmigen in den festen Aggregatzustand zu befördern! Nach einer langen Zeit - wenn wir noch rauchen würden, hätten wir wohl in der zwischenzeit einige Stengel weggepafft - bringt uns der Freiluftherr den Reisepass wieder. Alles paletti! BIG TURTLE ist drin und darf raus!

Die Sache mit dem Daumennagelzettel

Wir benötigen also geschlagene zwei Stunden, um vom Hafentor in den Schiffsbauch zu gelangen. Schon nach wenigen Metern in demselben werden wir mit der Frage nach den Tickets wieder abgefangen. Gerne doch. Und schon sind wir auch die Pässe wieder los. Im Tausch gegen die Pässe erhalten wir ein 2 x 2 cm großes Fitzelchen Papier mit einer daraufgekritzelten '20'. Achtlos wird das Fitzelchen in den Tankrucksack gesteckt.

Einfahrt Losnummer Etwas mehr Aufmerksamkeit sollten wir dem Fitzelchen allerdings schon schenken, denn gegen diese Losnummer kann man später im italienischen Hafen die Pässe wieder eintauschen. Wir werden eingewiesen und die BIG TURTLE wird fachgerecht unter kritischer Aufsicht des Kuhtreibers verzurrt. Wir suchen uns den Weg nach oben in die Kabinen, die Magnetkarten für das "Sesam-öffne-Dich" der Kabinentüren haben wir bei der Ticketkontrolle auch schon erhalten.

Sehr arbeitskräftesparend, diese türkische Organisation! Nichts mit Personal, das einen wie bei den Griechen hilft, die Kabine zu finden und unter dem Gewicht des Topcases stöhnt. Bei den Türken stöhnen wir selber! Wir haben vor der Abfahrt am Geldautomaten noch mal Türkische Lira nachgetankt, in der Annahme, daß das Zahlungsmittel auf einem türkischen Schiff logischerweise die türkische Landeswährung sein müsse. Logisches Denken ist nicht gefragt!

Wir dürfen unsere türkischen Liras in der Schiffsbank zu einem Wechselkurs, der an Betrug grenzt, in Euro umtauschen und die Euronen in eine Magnetkarte investieren, mit der an Bord bargeldlos gezahlt wird. Am härtesten trifft es Cem - der Ärmste hat vorhin an Land extra noch mal 50,- Euro in Türkische Lira getauscht. Jetzt darf er sie zurücktauschen und bekommt 31,- Euro dafür! Er ist berechtigterweise etwas angefressen.

Erst wollen wir auch die gesamte noch vorhandene Türkische-Lira-Barschaft in Euro tauschen. Aber als wir den Wechselkurs gewahr werden, muß uns der Banker die Hälfte des Geldes wieder herausrücken. Mehr wird nicht gefuttert und getrunken an Bord! In Deutschland gibt man uns mehr dafür. (Und der Betrag auf der Magnetkarte reicht uns perfekt! Inclusive einiger Gläser Raki, die wir abends zusammen mit Cem und Osman genießen.)

Kanal von Korinth Wir beziehen unsere Kabine. Sie ist wider Erwarten geräumiger als die, die wir von griechischen Fähren kennen. Und die schlimmen Prophezeiungen aus dem Forum der "Motorradkarawane" werden auch nicht wahr: Die Kabine ist wegen nicht funktionierender Klimaanlage nicht so stickig, daß wir die Tür auflassen müssen. Die A/C funktioniert, und wir können nicht klagen. Am nächsten Morgen begeben wir uns nach dem Frühstück an Deck, um die Fahrt durch den Kanal von Korinth zu genießen. Das hätten wir uns nie im Leben träumen lassen, daß wir einmal mit so einem Riesenkahn durch diesen Kanal schippern, links und rechts zu den Sandsteinmauern nur ein wenig mehr als eine Handbreit Wasser. Das letzte Mal standen wir oben auf der Eisen-Brücke über den Kanal und haben nach unten ins Wasser geschaut und uns gewünscht, daß ein Riesenpott käme.

Viel Platz ist nicht mehr Die Fähre spart sich in der Hauptsaison - und dies ist die erste Fahrt in der Hauptsaison - 10 Stunden Fahrtzeit, wenn sie nicht südlich um den Peloponnes herumfährt, sondern den Kanal von Korinth nimmt und dann nördlich des Peloponnes das Ionische Meer erreicht. Allerdings wird sich die Fährgesellschaft mit Sicherheit eine bessere Auslastung dieser Fahrt gewünscht haben, denn wir sind gerade mal geschätzte 100 Hanseln und Hanselinen auf dem Riesenschiff, das 1000 Menschen beherbergen kann. Die Kanalpassage kostet ein paar Tausend Euro Gebühr, sodass diese Fahrt mit uns 100 Leuten wohl alles andere als rentabel ist.

Am zweiten Morgen auf dem Schiff wollen wir wie immer zum Frühstück gehen, und stehen in einem Frühstücksraum, der schon wieder blitzblank ist. Die letzten Staubsauger brummen durch den Self Service. Verständnislos schauen wir auf unsere Uhr. Ähemm? Dann dämmert es so langsam. Mit unserer Uhr-Umstellerei waren wir wohl zu schnell. Auf dem Schiff gilt zwar europäische Währung, aber türkische Zeit!

Letztens noch auf der Brücke - diesmal einen Schritt weiter Mittags gehen wir zum Essen in den Self Service. Das Essen ist nicht berauschend. Aber in welchem Self Service ist das Essen schon berauschend? Peinlich ist nur, daß das Catering auf dem Schiff von einer französischen Gesellschaft betrieben wird. 50% des Rufes einer französischen Küche stimmen: sie sind teuer. Zusatz: dafür aber schlecht ;-(

Die Bezahlerei mit den Magnetkarten ist insgesamt gar nicht so übel. Bei jedem Bezahlvorgang bekommt man einen Kassenbon, auf dem der abgebuchte Betrag und das Restguthaben der Karte vermerkt sind.

Der kulinarische Burner ist allerdings der Kaffee auf dem Sonnendeck. Wetten, die haben da nur einen Samowar mit schwarzen Tee stehen? Und wenn einer einen normalen Kaffee verlangt - welcher normale Mensch trinkt bloß Kaffee??? - dann kippen die einfach bißchen Kaffeepulver in den Schwarzen Tee! Wir haben in der ganzen Türkei kein grausigeres Getränk getrunken!

Ein Abschied für immer? Nein, wir werden uns noch öfters sehen. Gegen Abend legt die Fähre in Ancona an. Aber vorher und währenddessen müssen wir die ganze Zoll-Warterei wieder über uns ergehen lassen. Gut, daß wir dann doch noch unserem kleinem Papier-Fitzelchen mit der ominösen Losnummer etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt haben. Gegen die Losnummer tauschen wir eine Papiertüte mit unseren Pässen ein. Gottseidank, es sind auch die richtigen drin. Ein Ehepaar steht genervt am Ausgang - bei ihnen waren die falschen drin. Endlich, es ist ca. 19:00 Uhr, sind wir draußen im Hafen und machen uns abreisefertig. Wir wollen fahren, solange wir Lust und Kondition haben, und uns irgendwann eine Übernachtungsmöglichkeit suchen. Die 800 km in der Nacht durchzufahren wäre zwar auch noch eine Alternative, aber wohl eher eine Notlösung.

Mitten in der Nacht auf zimmersuche in Italy

 Schmuckkästchen entlang des Weges Halb elf, dunkle Nacht - jetzt wird es dann doch langsam Zeit, nach einem Zimmer Ausschau zu halten. Wir befinden uns in der Nähe vom Gardasee, bei Affi. Unsere "Steffi" meint, sie könnte uns zu einem Hotel führen. Sie führt zwar, aber wo sie uns hinführt, befinden sich ausschließlich Firmen.

Und dann fahren wir weiter und weiter und weiter. Verflixt nochmal. Das gibts doch gar nicht. Wo sind wir denn hier hingeraten. Aber die Landschaft ist genial! Eine Kurve an der anderen und tagsüber eine absolut genial zu fahrende Strecke. 23:30 Uhr.

Plötzlich sehen wir ein BETT-Schild und folgen diesem bis zu einem einsam stehenden Pallazzo. Der Boxer unserer BIG TURTLE blubbert vor sich hin, während wir das Schild an der Tür zu entziffern versuchen. Irgendeine Telefonnummer - soll wohl heißen, wenn man hier ein Zimmer will, muß man dort anrufen... Aber mitten in der Nacht? Jochen schickt sich an, zu wenden, als uns aus dem Fenster im ersten Stock jemand ruft. Ein Mann. Er macht mit Händen und Kopf die internationale Geste für Schlafen und ein fragendes Gesicht. Wir nicken überaus heftig.

Wir werden in einen großen, hohen Raum gebeten und mit einem Glas Wein begrüßt. Das Haus atmet Geschichte. Vieles sieht zwar frisch restauriert aus, aber z.B. der Kamin scheint was ganz Altes zu sein. Und der Hausherr bestätigt uns am Morgen, daß dieser im Jahre 1503 gebaut wurde. Unsere BIG TURTLE wird in den Hof hinter das automatische Tor gefahren und in eine offene Remise gestellt, wo sie nächtliche Gesellschaft von einem Traktor und anderem landwirtschaftlichen Gerät genießt. Die Zimmer sind sehr großzügig und sehr stilvoll mit dunklen Holzmöbeln eingerichtet. Dies ist ein nächtlicher Glücksgriff, hier könnte man es länger aushalten. Am nächsten Morgen sehen wir uns im Haus und in der Landschaft um. Schöne Gegend, einsam, aber die nächsten Ortschaften sind ja nicht weit. Wir steigen noch mit dem Hausherrn hinunter in den alten Gewölbekeller und bestaunen seine selbstgemachten Salami, die dort zu Dutzenden von der Decke hängen.

auch schon 1503 gebaut? "Müssen Salamis beim Reifeprozess so fürchterlich vor sich hinschimmeln wie diese?" fragen wir uns. Wahrscheinlich, beantworten wir uns die Frage selbst, sonst würde uns der Hausherr die krummen Dinger nicht so stolz vorführen. Fragen können wir ihn leider nicht. Er spricht kein Wort Englisch oder Deutsch und beim Italienisch kommen wir über ein paar Floskeln auch nicht hinaus.

Es ist bemerkenswert, mit welcher Ausdauer er uns verschiedene Dinge in seiner Muttersprache erzählt. Er palavert mit Begeisterung - und es stört ihn offensichtlich wenig, daß wir nur den kleinsten Teil davon verstehen. Wir tuckern bei bestem Wetter die letzten paar Hundert Kilometer bis nach Hause. Unsere Türkeitour ist vorbei, nach 3 1/2 Wochen betreten wir unser trautes Heim und die Arbeitswelt hat uns wieder. Shit!!!

Unser Fazit:
Das war die schönste und interessanteste Motorradtour, die wir je gemacht haben. Wir haben die nettesten Menschen kennengelernt, die wir je auf einer Motorradtour getroffen haben. Und die Menschen haben eine Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft an den Tag gelegt, daß sie uns oft beschämt hat.

10 Stunden am Tag auf dem Motorrad zu sitzen war nichts ungewöhnliches, aber es war nie anstrengend (Zumindest nicht vor Ort - die erste Woche danach hätten wir DRINGEND Urlaub gebraucht!). Der Weg war das Ziel und ebenso das, was wir unterwegs erlebten, die Menschen, die wir kennenlernten und die Landschaften, die wir durchfuhren. Die Angst vor etwaigen Pannen war wie weggeblasen, nachdem die Türken uns in jedem Ort so überaus freundlich empfingen. Wir hatten das Gefühl: sollte uns eine Panne passieren - hier wird man improvisieren bis zum Abwinken, bis uns geholfen ist.

auch schon 1503 gebaut? Wir werden wiederkommen (und wir sind wiedergekommen). Das steht felsenfest! Die Mittelmeerküste lassen wir vielleicht das nächste Mal aus, denn die russischen und deutschen Reklameschilder und das, was sie symbolisieren, müssen wir nicht unbedingt wiedersehen. Aber das Hinterland, die Schwarzmeerküste, Kappadokien, vielleicht auch noch einige Orte, die noch östlicher liegen: Es gibt noch viel zu sehen - packen wir's an!

Heimkommen ist jedoch auch was Schönes, besonders wenn Freunde liebe Grüße hinterlassen haben und für das Abendbrot sorgte.

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