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Motorradtour durch die Türkei: Überlegungen zur Anreise

Optima-Express Die Motorrad-Saison ist gerade beendet und die neue hat noch nicht begonnen, als wir mit den Vorbereitungen für unsere zweite Türkeitour beginnen. Die Planungsphase ist relativ schnell abgeschlossen, denn wir wissen was wir wollen: türkische Schwarzmeerküste. Und wenn es sich machen lässt, Kappadokien. Ursprünglich liebäugelten wir auch mit dem Jahrtausende alten Hasankeyf, das im Südosten der Türkei liegt und - falls die Staudammpläne nicht begraben werden - in ein paar Jahren in den Fluten unwiederbringlich versinken soll.

Aber Hasankeyf schlagen wir uns schnell wieder aus dem Kopf. Drei Wochen mit An- und Abreise, für die wir allein schon 7 Tage einplanen müssen - das reicht nicht für Hasankeyf, wenn wir den Rest einigermaßen vernünftig "erfahren" und erleben wollen. Der Van-See stand auch noch auf der "Liste unserer weißen Flecken". Van-See und Hasankeyf, vielleicht noch Sanliurfa wären schöne Ziele für unsere zweite Türkeitour gewesen. Wären.

Monate vor unserer Abfahrt gibt das Auswärtige Amt für gewisse ost- und südosttürkische Regionen Reisewarnungen aus und wir beschließen, uns dieser Gefahr zu entziehen und keinen Fuß in diese Regionen zu setzen.

Im Endeffekt wäre eine Rundtour am Schwarzen Meer bis ganz in den Osten, dann ganz in den Süden zum südöstlichen Mittelmeer und schließlich wieder zurück nach Izmir an die Ägäis eine Tour für Eisenhintern, denn an unseren drei zur Verfügung stehenden Urlaubswochen ist nicht zu rütteln.

Gute frage: zug? fähre? spedition?

Zum Jahresende stellt sich die Frage immer dringlicher, mit welchem Verkehrsmittel wir im Mai in die Türkei fahren. Mit der Fähre? Wenn ja, wohin? Direkt in die Türkei oder vorerst nach Griechenland? Vielleicht wieder mit dem Autoreisezug "Optima-Express" von Villach in Kärnten nach Edirne in der Türkei wie vor zwei Jahren? Im Dezember ist der Fahrplan noch nicht erschienen.

Die Liegebretter (für harte Kerle ;-) im Optima Express Wann ein Zug fährt, steht in den Sternen. Selbst wenn wir die Sterne lesen könnten, heißt es noch lang nicht, dass zu einem uns genehmen Zeitpunkt ein Optima-Express startet.Wer mit dem Zug fahren will, sollte über diesen osteuropäischen Autoreisezug von Villach/Kärnten nach Edirne in der Türkei besser nicht im Internet recherchieren.

Danach will derjenige nicht mehr damit fahren. Es gibt da einige Erlebnisschilderungen, die einem das Zugfahren mit Optima Tours verleiden könnten. Wir haben jedoch vor zwei Jahren positive Erfahrungen mit dem Zug gemacht.

Wir würden uns die Strapazen der 30stündigen Zugfahrt wieder auferlegen, wenn auch mit geänderten Rahmenbedingungen. Mit 6 Personen auf 6 Fakirbrettern in einem Abteil, das dann keinerlei Platz mehr für Helme, Stiefel, Jacken hat (vom Gepäck der anderen Mitreisenden sprechen wir gar nicht) - das müssen wir uns nicht mehr antun.

Servicewagen im Optimaexpress Beim ersten Mal entgingen wir diesem 6-Personen-Chaos nur, weil ein türkisches Paar wieder auszog und sich eine eigene Kabine - vermutlich mittels Bakschisch - beim Zugpersonal buchte. Zu viert hielten wir es dann ganz gut aus. Das Kilo Zwiebeln unserer türkischen Mitreisenden waren zwar olfaktorisch etwas gewöhnungsbedürftig, aber das Miteinander war eine echte Einstimmung auf unsere erste Türkeitour. Zur Erinnerung: im Zug gibt es nur Getränke zu kaufen, jedoch keine Speisen, sodass wir die Verpflegung für 30 Stunden im Tankrucksack mit uns schleppten.

Wir fassen ins Auge, unsere BIG TURTLE mit einer Spedition hinunterbringen zu lassen. Aber der Transport in die Türkei ist wegen der Zollbedingungen sehr kompliziert bis unmöglich, das hatten wir im Vorfeld schon recherchiert. Unkompliziert - weil in der EU - ist hingegen der Transport nach Griechenland. Der Zielort sollte möglichst türkeinah sein - da bietet sich Thessaloniki an. Und nach Thessaloniki gehen auch genügend Flüge für die zwei Kuhpassagiere.

Spedition? Flieger?

Wir recherchieren diverse Möglichkeiten. Normale Speditionen. Spezielle Motorradspeditionen. Oh verflixt, so einfach ist das gar nicht! Meist sind die Speditionen zu weit von uns weg. Zusätzlich sind sie teuer. Und was man am Motorrad herumschrauben muß! Tank fast leeren, das Mopped auf eine zu leihende Palette packen, die Höhe des Motorrads maximieren, um die Kubikmeter zu verringern, was vermutlich heißt: Scheibe ab? ... und und und ...

Aber unser größtes Problem ist die uns zur Verfügung stehende Zeit. Jochen ist derzeit im Österreich-Einsatz. Das heißt,er kommt immer nur am Wochenende nach Hause. Das Motorrad unter der Woche zur Spedition zu bringen ist schlichtweg unmöglich. Denn mir, Elke, fehlen zwei entscheidende Teile: noch längere Beine! Nachdem die Sitzbank der GS aufgepolstert ist, komm ich schlichtweg nicht mehr runter! Der Organisationsaufwand ist zu groß. Und die liebe Zeit: Wir könnten das Zweirad erst in der Woche vor der Abfahrt entbehren. Diverse Sicherheitstrainings stehen auch noch im Terminkalender. Und vier Tage nach unserer Heimkehr sind wir schon wieder unterwegs zum SüdStaatenBoxerFahrerTreffen. Was, wenn unser fahrbarer Untersatz nicht rechtzeitig wieder angeliefert wird? Also? Vergessen wir's! Als der Fahrplan von Optima Tours endlich erscheint, hat sich diese Transportmöglichkeit auch von selbst erledigt: im April und den ersten drei Maiwochen fährt kein einziger Zug, erst in den letzten Maitagen ist die erste Fahrt geplant. Fähre! Punkt.

Nun haben wir wieder mehrere Optionen: Fähre nach Igoumenitsa in Griechenland. Zwei verschiedene Fährgesellschaften wären möglich. Also spielen wir das mal durch: Samstag Nachmittag Abfahrt in Venedig, Ankunft am Sonntag in Griechenland. Von West nach Ost zur türkischen Grenze sind es geschätzte 600 km - mit ein bisschen Eisenarsch ist das bis Montagabend zu schaffen. Wir treffen nach weiteren 400 km in Istanbul am Dienstagabend ein und an der Schwarzmeerküste in Zonguldak am Mittwoch. Das gleiche Ergebnis erzielen wir mit der türkischen Fähre nach Çeşme (die es aber mittlerweile leider nicht mehr gibt), von der wir Dienstagmorgen ausgeruht und mit weniger abgerubbelten Reifen an Land gehen und das westanatolische Binnenland bis Mittwochabend durchqueren .

Also buchen wir bei Marmara Lines die Fähre von Ancona nach Çeşme, die am 2. Mai abfährt (noch fährt sie, später nicht mehr, die Verbindung wird leider eingestellt). Perfektes Timing - durch den feiertäglichen 1. Mai haben wir zwei Tage Zeit, um die 800 km bis Ancona lässig herunter zu spulen! Wir buchen nur die Hinfahrt. Vielleicht gefällt's uns ja wieder so gut dort unten... und dann wollen wir gar nicht mehr heim...? Schmarrn! Irgendwann werden wir uns für die Heimfahrt auch noch festlegen.

Weitere Vorbereitung:
siehe Menüpunkt Fahrer und .

Dem Tourverlauf folgen:
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