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Saruhan | mit dem Motorrad in Kappadokien

Sarihan Auf dem Weg zur unterirdischen Stadt in Özkonak lassen wir uns die Karawanserei Saruhan nicht entgehen. Jede Karawanserei strahlt eine Ruhe ohnegleichen aus: es ist quasi DIE Raststätte für Reisende und ganz besonders für ruhebedürftige Motorradreisende!

Und diese Eigenschaft erfüllt sie doppelt gut, wenn keine weiteren Reisenden die Ruhe stören!

25 km von Nevsehir und 6 km von Avanos entfernt, an der Verbindungsstraße Avanos-Ürgüp gelegen, wurde sie 1238 in der seldschukischen Zeit errichtet.

Man sieht an der Fassade gut, welche Steine aus alten Beständen kommen, und welche für die Restaurierung neu hinzugefügt wurden. Die ca. 2000 qm große Herberge gehört zu den klassischen "Sultan Han" Karawansereien an der Seidenstraße (oder besser: an den verschiedenen Routen der Seidenstraßen). Han steht für Haus oder Schutzhaus für Reisende. Die vielen gut erhaltenen oder in den letzten Jahren wieder originalgetreu restaurierten Bauwerke in ihrem unverwechselbaren Baustil sind der interessanteste Nachlass der Seldschuken und Osmanen. Gegen einen Obulus kann man den Nachlass begutachten.

Sarihan Karawansereien sind die klassischen Raststätten an Karawanenstrassen, die Reisenden mit ihren Tieren und Handelswaren für die Nacht ein Dach über dem Kopf, eine Schlafstätte und Schutz boten. Nachdem das Tagespensum einer Karawane etwa 30 bis 40 km betrug, bauten die seldschukischen Sultane in diesem Abstand an den meistfrequentierten Karawanenstrecken diese Schutzburgen.

Darin fanden die Reisenden auch Bäder, ärztliche Behandlung und Pflege für ihre Tiere. Alle diese Dienstleistungen sind an den Karawanenstraßen kostenlos. In den Städten dagegen gab es die kleineren Hane, die vor allem als Warenlager, Verkaufstelle und Unterkunft für nicht ortsansässige Händler dienten.

Sarihan In diesen privat geführten Häusern war ein Unterkommen nur gegen ein Entgelt möglich. Saruhan (oder Sarihan, beides liest man) besteht aus einem quadratischem Innenhof, um den sich wehrhafte Mauern schließen. Über dem mit geometrischen Motiven geschmückten Torbogen führte eine Treppe vom Innenhof zu einer kleinen Moschee. Der auf zwei Säulenreihen ruhende Bogengang linkerhand des Innenhofes wurde im Sommer als Schlafstelle für Reisende, im Winter als Abstellplatz für Handelswaren und Tiere benutzt. Heute lümmeln zwei Motorradreisende auf den ausgelegten Kissen an einem niedrigen Tischchen und schlürfen türkischen Mokka.

Die türkische Regierung hat ein Programm aufgelegt, das der Restaurierung der Karawansereien gilt. Man überträgt die Restaurierung privaten Firmen, die nach erfolgtem Wiederaufbau die Konzession erhalten, die Karawanserei zu bewirtschaften und so ihrem ursprünglichen Zweck wieder zuzuführen.

Dem Tourverlauf folgen:
weiter mit Rückreise zur Ägäis

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