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Pamukkale

Schöner, alter Konak (mit Motorrad!) 
  im Westanatolischen Binnenland Gleich vorweg: Diesmal wollen wir in Pamukkale nur eine Nacht schlafen, da es in der Mitte zwischen Beyşehir und Çesme liegt. Am zweiten Tag der Fahrt von Kappadokien nach Çesme eisen wir uns am Morgen nach dem Besuch der Holzmoschee von Beyşehir bei der Sockenstrickerin los.

Besser gesagt begleitet uns ihr eisiger Blick, weil wir keine Goliathsocken kaufen wollten. Dieser See ist echt noch einmal ein kleines Highlight.

Türkische asphaltkunst

Straße am Beysehir-See Am Egirdir-See Am Egirdir-See Am Egirdir-See Vor allem das nette Ufersträßchen mit seinem Mosaik-Flickenteppich hat es uns angetan. Unterwegs durchfahren wir etliche Dörfer, dessen Bewohner uns staunend hinterher schauen. Die Häuser sind oft in einem sehr renovierungsbedürftigem Zustand.

In einem dieser namenlosen Dörfer sehen wir den mit Abstand schönsten Konak der ganzen Tour. Es hat wie alle traditionellen Konaks einen hölzernen Erker mit mehreren Fenstern. Darüber sitzt ein in schwungvollen Bögen verlaufendes Dach. Dieses wunderschöne Dächlein über dem Erker mit holzgeschnitzten Abschlusslatten. Und dazu das an die Hauswand gelehnte alte Motorrad. Stilleben pur. Vermutlich wohnt da sogar noch einer, denn im rechten oberen Fenster stehen Blumentöpfe. So malerisch das Haus auf uns wirkt - aber ob wir darin wohnen wollen würden? Wohl eher nicht, sicher ist das Haus in einem miserablen, baulichen Zustand.

Bald schon erreichen wir den nächsten See. Der Egirdir-Gölü, zu deutsch der Egirdir-See, liegt mit der gleichnamigen Stadt zu Füßen des mächtigen Kalksteinmassivs des Barla dag (2263 m).

Leider können wir nur mutmaßen, wie dieser See wirklich ausgesprochen wird. Das G in Egirdir ist ein G, mit einem Häkchen drüber, was bedeutet, dass es nicht mitgesprochen wird, sondern maximal die Aussprache der Vokale dehnt.

Was für uns hieße, er müsste Eirdir-See gesprochen werden ... Ganz früher hieß die Stadt am gleichnamigen See nicht Egirdir, sondern Egridir. Die Stadtväter waren das Gespött irgendwann leid, denn sinngemäß hieß das: "Hier gehen krumme Dinge vor." Sie änderten einfach die Buchstabenfolge.

Am Pier des kleinen Hafens lassen wir uns kurzzeitig nieder und verputzen unser am Straßenrand gekauftes Obst. Es schlendern zwar ein paar türkische Urlauber vorbei, aber ausländische Touristen sind wohl eher eine Seltenheit. Der See ist der viertgrößte See in der Türkei und soll angeblich mehrmals täglich die Farbe wechseln. Unser Aufenthalt war zu kurz, um dieses Naturschauspiel bestätigen zu können. Pamukkale liegt genau in der Mitte zwischen dem Beyşehir Gölü und Çesme. In Pamukkale wollen wir diesmal nur übernachten, die Sinterterrassen selbst kennen wir ja schon.

Das türkische "Allgäu" hat uns wieder

Hotel Allgäu in Pamukkale Köy Die restliche Fahrt vom landschaftlich sehr schönen Egirdir-See bis Pamukkale wird eine elendige Kilometerfresserei. Es bleibt uns mangels Kartenmaßstabes und mangels Zeit nur Straßen auf unserer Türkei-Karte und die sind alle relativ gut ausgebaut und breit wie Autobahnen. In dem kleinen Hotel "Melrose Allgäu" waren wir vor zwei Jahren mehrere Tage und fühlten uns sehr wohl. Die Dame des Hauses lebte eine Zeitlang im Allgäu, daher der Name.

Wir ergattern in dem kleinen Hotel von vor zwei Jahren ein letztes freies Zimmer und werden wieder einmal hinten und vorn verwöhnt.

Weil unserem Laptop zum abendlichen Skypen in die Heimat der Strom langsam ausgeht, sitzen wir später im Wohnzimmer des Hotelbesitzerehepaars. Wir fühlen uns wie Eindringlinge, und schauen, dass wir unsere Skyperei nur auf das Wichtigste beschränken, finden aber die Geste, uns einfach in ihr Wohnzimmer zur Steckdose zu setzen, überragend gastfreundlich.

Hotel Allgäu in Pamukkale Köy Am Morgen halten wir noch eine kleinen Plausch mit der Familie und als wir losfahren wollen, kommt die elfjährige Tochter mit leuchtenden Augen auf uns zu.... Ich sehe es in ihren Augen blitzen und - eh sie sich versieht - hab ich ihr auf den Soziussitz geholfen. Als sie von einer Fahrt um den Block wieder am Hotel eintreffen, ist sie hin und weg und ihre Augen strahlen noch heller. Ihr Vater erzählt uns lachend, dass die hübsche, kleine Prinzessin mit dem Temperament einer Löwin ihn schon die ganze Zeit löchert, ihr Vater solle sie mit dem Roller fahren lassen.

Dem Tourverlauf folgen:
weiter mit Çesme

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