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Liebster-Award

Birgit von travel2wheels hat uns für den Liebster Award nominiert! Hey, Birgit, danke!

Huch, Liebster Award? Was'n das? Wir ham erst mal nicht viel Ahnung. Nach ein klein wenig Internetrecherche sind wir schlauer: das ist so was wie der "Hermann-Kuchen" der Blogger. Kennt den noch jemand? Den Hermann-Kuchen, der in den 70er Jahren populär war? Ein Blogger nominiert andere Blogger und so macht der Award die digitale Runde ... Wir sind zwar technisch gesehen kein Blog, aber wir schreiben, inspirieren und animieren - und das ist ja wohl die Hauptsache.

Es gibt einige schnell beschriebene Regeln

Wer nominiert wird, beantwortet elf Fragen, die man mit der Nominierung gestellt bekommt und nominiert wiederum andere Blogs, für die man sich neue Fragen ausdenkt. Sobald alles online steht, informiert man die neu nominierten.

Wie schon gesagt, da wir technisch gesehen kein Blog, sondern eine ordinäre Website sind, befanden wir, dass dieser Award und die Fragen hier bei WIR ÜBER UNS am besten aufgehoben wären, denn die Antworten stehen quasi unter dem Motto "Wir über uns".

Ich, Elke, bin hier im Hause die Plaudertasche und werfe mich meistens freiwillig an die Front für's gesprochene und geschriebene Wort. Jochen kümmert sich um die technische Seite der Reisen, der Videos und der Website. Ich habe die Fragen jedoch guten Gewissens in der WIR-Form beantworten können. Unsere Ansichten und Meinungen decken sich zu 90%, außer wenn es um die liebe Technik geht (typisch Mann / Frau halt). Nur die Frage nach dem Traummotorrad hätte ich - typisch Frau - vielleicht ein wenig pragmatischer beantwortet. (Von wegen zwei Räder und Lenker und so ... *duckundwech*)

Fragen an uns

Warum ist das Motorrad euer Reisegefährt?

Weil man mit keinem anderen Fahrzeug näher an „Draussen“ ist und trotzdem relativ zügig in die Ferne gelangt. Weil Motorradreisen bedeutet, sich auf das Wesentliche zu beschränken und den Alltag weitestgehend hinter sich zu lassen. In den Zielländern kommen wir als Motorradfahrer wesentlich schneller mit Einheimischen in Kontakt, werden auf Parkplätzen mit Handschlag begrüßt (Türkei), dürfen in Frühstücksräumen parken (Albanien, versucht das mal mit dem Auto!) und Kommunikationseinstiege drehen sich meist um das Woher und Wohin. Manchmal kann es jedoch schon beschwerlich sein. In voller Regenbeflaggung festzustellen, dass man die Toilette mit seinem nassen Gerödel vollständig ausfüllt, so dass man die Tür nicht mehr zukriegt. Welcher Toilettengang während einer Autofahrt bleibt schon so eindrücklich in Erinnerung?

Was mögt ihr am Reisen am liebsten?

Die Spannung. Unser Alltag wird von Terminen und fester Zeiteinteilung getaktet, unsere Touren sind der Gegenpol. Zwar planen wir unsere Reisen dahingehend, dass wir im Groben abstecken, was wir uns anschauen wollen (wenn ich ehrlich, stehen die Ziele ziemlich fest, aber meist sind es viel zu viele). Jedoch: Wir buchen wir fast nie im Voraus (Ausnahme: Fährüberfahrten). Unabhängigkeit ist Klasse. Falls es regnet und kein Ende in Sicht ist? Egal, dann findet sich eine Unterkunft.

Vor vielen Jahren hatten wir Sorrent in Süditalien auf dem Schirm, von uns aus sind das um die 1250 km. Wir fuhren am frühen Morgen los, ein Tageslimit gab es nicht. Es lief so gut, dass wir erst bei Rom beschlossen, nach einem Zimmer zu schauen. Der Tageszähler vermeldete 1050 Kilometer. Hätten wir das so geplant, wären wir nie und nimmer bis Rom gekommen. Das ist unsere feste Überzeugung.

Ein fest eingeplanter Bestandteil jeder Reise ist die Vorfreude. Reiseführer, Bücher lesen, alte GEO- oder Merian-Exemplare besorgen, Karten studieren, Bilder bei Freunden kucken und Reiseberichte sowie Blogs anderer Motorradreisender verschlingen. Und wenn wir uns dann in der Phantasie ein Bild unseres Ziels erstellt haben, kommt wieder die Spannung ins Spiel: wird es so sein, wie wir es uns ausgemalt haben?

Wie lange und wohin war eure längste Motorradreise?

Unsere langen Touren dauern in der Regel drei Wochen, durch geschickte Terminierung in Verbindung mit Fenstertagen auch schon mal dreieinhalb Wochen. Vermutlich waren die Türkeitouren die längsten Touren, kilometermäßig gesehen ... Im Grunde nehmen sich alle Reisen nicht viel: egal, ob wir durch Marokko oder durch Albanien fahren. Drei Wochen bleiben drei Wochen.

Was war euer schönstes Erlebnis?

Ach du grüne Neune! Wieviele Seiten habe ich??? Und welches schönste Erlebnis aus welchem Land nehme ich? Diese Frage kann nicht beantwortet werden. Denn wir hatten auf den Reisen tausend schönste Erlebnisse.

Ohne ein Ranking vergeben zu wollen: Besonders eindrücklich war die Hilfbereitschaft der türkischen Menschen. Viele Gelegenheiten der Hilfsbereitschaft bleibt uns in Erinnerung: Motorradfahrer, die wendeten, um nachzuschauen, ob wir Hilfe benötigten. Dabei wollten wir nur etwas trinken. Oder LKW-Fahrer, die uns an Mautstellen zu einem Ticket verhalfen, da wir an der Sprachbarriere scheiterten. Ein anderer Motorradfahrer öffnete die Mautschranke für uns mit seiner Karte (ob er dann auch für uns zahlte, blieb im Verborgenen).

Habt ihr ein Traummotorrad? Welches?

Jochen meint: Was ist das jetzt für eine Frage? ;-)

Seine Antwort: die BMW 1150 GS Adventure. Jochen hatte vor Jahren schon länger damit geliebäugelt. Bis dahin hatten wir eine Yamaha TDM 850, die ein wunderbares Gefährt auf all unseren Reisen war: bequem, zuverlässig und immer gutgelaunt. Irgendwann wurden wir von einem Freund zu einem BMW-Treffen "genötigt". Er organisierte das einmal jährlich in familiärem Rahmen und nachdem wir einmal abgelehnt hatten (wir können doch nicht mit einer Yamaha zu einem BMW-Treffen fahren!), ließen wir uns im Jahr drauf breitschlagen. Jochens Gedanken kreisten schon längere Zeit um eine GS. Als wir dann beim vierten Treffen ein Foto von Jochen auf der TDM sahen, so zusammengefaltet, fast hätte er sich mit den Knien die Ohren zugehalten ... Jochen misst 1.94 Meter. Er hat dann noch andere Motorräder "anprobiert", so wegen Knie am Tank und dergleichen. Im November darauf war dann die 1150er Adventure gefunden.

Wie verpflegt ihr euch auf Reisen?

Mal so, mal so. Restaurant, Imbiss, Supermarkt. Wir haben keine großen Vorräte dabei (unser Foto- und Videoeqipment ist zu übermächtig). Aber wir fahren generell 3 Liter Wasser spazieren. Experimentierfreudige Bestellungen / Käufe bringen oft witzige Überraschungen, egal ob im Restaurant oder Supermarkt. Wir saßen mal in einer Dorfwirtschaft in der Slowakei und bei einem Gericht auf der Karte hatte ich eine Vermutung. Ich war mir nur nicht sicher. Als sich die Bedienung bei der Frage nach diesem Gericht wand wie ein Aal und verlegen ins Stottern kam, bestellte ich genau das. In englisch hieß es: „bull glands“. Danach schaute mich Jochen etwas scheel von der Seite an. Er hätte das nie und nimmer gegessen ;-)

Was ist euer bester Tipp für Neu-Motorradreisende?

Ich weiß nicht, ob es der beste Tip ist, aber es ist unser Tip: Klein anfangen. Einfach mal bißchen was zusammenpacken und eine Woche wegfahren. So zumindest haben wir begonnen. Die Gepäckmenge bei einer Reisedauer von einer Woche ist roundabout die Gleiche wie bei einer mehrwöchigen Tour. Vielleicht auch mal eine geführte Tour mitmachen, aber das war für uns nie eine Option. Dieses passive Hinterherfahren und mit Sehenswürdigkeiten abgefüttern werden war noch nie unser Ding. Die Vorbereitungszeit, das Planen und sämtliche Reiseberichte, die man findet, einzuschnupfen ... ohne die Vorfreude wär's nur halb so gut. Und halb so eindrücklich.

Wie würdet ihr reisen, wenn es keine Motorräder mehr gäbe?

Jochen: Oh Gott! Warum soll es keine Motorräder mehr geben? Es gibt doch bestimmt noch Roller, oder? Wir können ja auch mit zwei Rollern fahren? In der Brenta kann man hoch in die Berge wandern und dann zwei Wochen lang, ohne wieder mit der Zivilisatin im Tal in Berührung zu kommen von einer Hütte zur anderen wandern.

Elke: Keine Ahnung. Vielleicht mit dem Rad? Obwohl ich keine Berge mag, dieses Gestrampel wäre mir zu anstrengend. Aber im Flachland ... das wäre ausbaufähig. Oder mit dem Rucksack und dann der Nase nach (oder dem Flieger, der gerade fliegt ...)

Im meinen Sturm und Drangzeiten war Trampen meine liebste Beförderungsart. Lang ist es her. Trotz vorhandenem Motorrad bin ich lieber mit dem Rucksack und dem Zelt und Schlafsack (oft auch nur Schlafsack) auf dem Buckel und erhobenen Daumen am Straßenrand gestanden, als dass ich mit dem Motorrad losgefahren wäre. Das habe ich eher für Kurzdistanzen bis 100 km benutzt. Vielleicht lag das auch daran, dass Trampen einfach kommunikativer ist / war, als allein auf dem Motorrad Kilometer zu schrubben. Von den nicht vorhandenen Motorradklamotten damals mal ganz abgesehen. Aber an die netten, teilweise skurrilen Begegnungen in den Autos, in denen teilweise eigentlich gar kein Platz für einen Tramper mit einem großen Rucksack war, kann ich mich noch bis heute erinnern.

Was möchtet ihr mit eurem Blog erreichen?

Unsere Website besteht seit 1999. Als wir anfingen, fanden wir im Internet kaum Seiten, die uns fundierte Tipps und Anregungen vermittelten. Wir lesen jedoch auch gern von den Befindlichkeiten auf so einer Reise. So haben wir 1999 angefangen, von unseren Reisen zu berichten und Infos über die Reiseziele zu bündeln, um anderen Fernwehgeplagten Anregungen für ihre eigene Reise zu geben.

Welche Eigenschaften muss ein Blog haben, damit ihr ihn gerne lest?

Er muss auf Persönliches eingehen, beschreiben, umschreiben, von den Menschen, fremden Sitten und Gebräuchen berichten. Wenn er dann noch witzig ist und mit der Sprache phantasievoll umgeht – perfekt. Und noch perfekter, wenn ein paar stimmungsvolle Bildchen das Ganze abrunden.

Welches Buch habt ihr als letztes gelesen? Warum?

Ich lese oft quer Beet, je nach Tageszeit und Anspruch, nicht alles sind Bücher, sondern einiges kommt als Monatszeitschrift, die ich an dieser Stelle aber gerne mit erwähnen möchte.

Mein letztes Buch hieß Gebrauchsanweisung für das Baltikum - als Vorbereitung unserer Baltikumtour.

Dazwischen blättere ich gerne im monatlich erscheinenden "DasMagazin". Der Untertitel des aktuellen Juli-Magazins passt perfekt zum Thema: "Ab in die Wüste, zu Rita in den Hinterhof oder als Schisser um die Welt".

Und um sich in die Ferne zu träumen, eignet sich für mich "Abenteuer Wege am besten.

Wir nominieren folgende Blogs für den Liebster Award. Sie haben alle mit Reisen zu tun, jedoch nur in zwei Fällen mit dem Motorrad. Fernweh geht immer. Egal mit welchem Transportmittel.

Und - tata! - hier sind unsere Fragen:

So, ran an die Tasten (falls ihr gerade nicht unterwegs seid). Wir freuen uns auf eure Antworten.

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