www.bikerdream.de
Slowakei

Startseite Motorradtouren Slowakei Hohe und Niedere Tatra Liptovská Mara | Liptauer Stausee

Liptovská Mara | Liptauer Stausee

Liptauer Stausee
Foto: Pudelek CC-BY-3.0, via Wikimedia Commons

Als wir vom Altvatergebirge in Tschechien losfahren, wissen wir nur grob, daß wir irgendwo in oder an die Tatra wollen. Wir glauben, daß der Liptauer Stausee die beste Infrastruktur bezüglich Möglichkeiten zur Übernachtung aufweist. Das Nordufer grasen wir als Erstes ab.

Ein paar Adressen von "Chatas" haben wir vorher herausgesucht, aber es stellt sich heraus, daß sich diese Unterkünfte in Orten befinden, wo sich Fuchs und Hase "Gute Nacht" sagen, keine Einkaufsmöglichkeiten, geschweige denn Restaurants in fußläufiger Entfernung sind und das ist nicht ganz nach unserem Geschmack. Dem Hauptort am See, Liptovsky Mikulas, können wir überhaupt nichts abgewinnen.

Liptov (oder auch Liptauer St. Nikolaus sagten die Deutschen) liegt in einer breiten Senke zwischen der Hohen und der Niederen Tatra. Nur 31.000 Einwohner soll sie haben. Kaum zu glauben, uns erscheint die Stadt als relativ unansehnlicher Moloch mit viel Industrie und nicht wie eine (Noch)Kleinstadt. Nö, wir fahren wieder zurück zum See, hier können wir uns nicht vorstellen, daß es angenehme Unterkünfte gibt. Man kann im Fremdenverkehrsbüro nachfragen, die helfen Besuchern gern und freundlich weiter: Informationsbüro (Adresse unter Tour-Infos).

Liptov
Foto: Archenar CC-BY-1.0, via Wikimedia Commons
Allerdings stehen wir erst mal eine Weile unter einer Autobahnbrücke, die uns vor dem wolkenbruchartigen Regenguss schützt. Schließlich machen wir uns wieder auf den Rückweg, wo wir Unterkünfte gesehen haben, aber man soll ja nicht die Erstbeste nehmen. Gottseidank fahren wir zurück, denn das bringt uns die netteste Unterkunft der ganzen Tour und wir wollen überhaupt nicht wieder weg.

Das hier noch schmale Flüsschen Vah (zu deutsch Waag) gibt dem westlich gelegenen Waagtal seinen Namen. Der Liptauer Stausee entstand von 1970 bis 1975. Er hat eine Fläche von 21 qkm. Er kommt uns auf der Karte und während der Fahrt am Ufer entlang viel größer vor, da er sich in unendlichen Buchten windet. Am Nordufer, unweit von Liptovsky Trnovec befindet sich das Freizeitbad Tatralandia, noch relativ neu eröffnet, was man am noch sehr provisorisch anmutenden (sehr lehmigen!) Parkplatz und den fehlenden Grünanlagen im Umfeld sieht.

Folgeerscheinung dieses lehmigen Parkplatzes: die Straße davor ist entsprechend verschmutzt und wenn die Fahrbahn regennaß ist, sieht man aus als hätte man sich im Lehm gewälzt, wenn man vorbei ist. Wohl dem, der dann eine Regenkombi anhat.

Liptovsky Trnovec, unsere "Heimstatt" für die Dauer unseres Aufenthalts besitzt am Ufer des Sees einen großen Campingplatz, man nennt ihn in der Slowakei und Tschechien "Autokamp", mittlerweile aber internationaler "Autocamping". Wie gut der Campingplatz ist, kann jeder selbst testen: www.atctrnovec.sk

Die sache mit dem ominösen Gericht – nur für Frauen ;-)

Eines Abends gehen wir wieder mal essen, in dem Lokal am Ortsausgang zum See hin — und seitdem schaut mich Jochen ziemlich scheel und ängstlich an, sobald ich ein Messer in die Hand nehme. Ich bestelle ein Gericht, das eine Spezialität in den östlichen Ländern ist. Ich befürchte jedoch, daß man es nicht so oft auf den Speisekarten findet und garantiert nicht in Speiselokalen, die auch von westlichen Touristen frequentiert werden.

Eine vage Ahnung habe ich schon, also frage ich die Bedienung, was das genau sei... Sie windet sich wie ein Aal und sucht verzweifelt nach Worten. Meine Ahnung wird damit bestätigt... Das wollte ich schon immer mal probieren. Fazit: sehr zu empfehlen, absolut lecker! Nur im Wörterbuch habe ich es nicht gefunden, nicht bei Fleisch und nicht bei Eierspeisen... In Englisch steht auf der Karte: Bullglands. Übersetzen würde ich das mit Stierdrüse ...

Dem Tourverlauf folgen:
weiter mit Liptovský Mikulás

Email Impressum Datenschutz Partner

links rechts Schließen X