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Länge: 49 km Ostrampe: 48 Kehren (15 %) GPS-Koordinaten: N46 31.735 E10 27.235 |
Stilfser-Joch |
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Region: Südtirol |
Schon
50 Kehren gefahren und kein Ende in Sicht? Das kann nur das Stilfser Joch
sein. Mit seinen insgesamt 87 Kehren auf beiden Paßrampen gibt dieser Hochalpenpaß
jedem Motorradfahrer eine lohnende Arbeitsaufgabe.
Von Spondinig kommend quert man anfangs ein paarmal den Fluß Trafoi, bevor man den Kampf mit den ersten der insgesamt 48 Serpentinen der Ostrampe aufnimmt. In der Ortschaft Gamagoi wird man das erste Mal an die kriegerische Vergangenheit dieser Region erinnert; die alten Häuser dieses Orts wurden 1915 von den Italienern gesprengt, um freies Schußfeld für ihre Kanonen zu haben. Kurz vor Trafoi eröffnet sich ein erste grandioser Blick auf die Ortlergruppe.
Hier verliefen bis 1919 die Länder- und Sprachgrenzen Italiens, Österreichs und der Schweiz und entsprechend umkämpft war dieses Gebiet im 1. Weltkrieg. Selbst auf dem nahen Ortler (3905 m) und dem Madatschgletscher wurde erbittert gerungen. Man stelle sich vor, auf den Ortler wurde sogar ein Geschütz hinauftransportiert! Die Trasse des Stilfser Jochs gibt es in dieser Ausführung seit 1826 und an der kühnen Trassenführung hat sich bis heute nichts wesentliches geändert. Von Spondinig bis Bormio sind es ungefähr 50 km, die nachhaltig im Gedächtnis bleiben! Im oberen Bereich des Joches wird die Straße nur noch von kargen Felswänden und spärlichen Grasnarben flankiert. Die Ausblicke auf die umliegenden Dreitausender und Gletscher lenken etwas von der aufkommenden Höhenangst ab. Und die Rückblicke auf die soeben gefahrene Strecke läßt ein Gefühl von "Das gibt`s doch gar nicht" aufkommen. Oberhalb der 2000m-Grenze läßt die Motorkraft jedes Fahrzeugs merklich nach, Mensch und Maschine müssen in der dünnen Luft ganz schön schnaufen! Am Scheitelpunkt ist bei schönem Wetter die Hölle los, aber es gibt bei der Anfahrt auch vorher genug Haltebuchten, wo sich eine Rast anbietet. Ca. 3 km hinter dem Stilfser Joch befindet sich rechterhand der Abzweig zum Umbrailpaß (oder Wormser Joch, wie der bereits vor 2000 Jahren bekannte Alpenübergang früher hieß).
Danach ändert sich die Szene schlagartig, wenn es gilt, die wilde Braulio-Schlucht ("Wormser Joch") mit seinen fast senkrechten Felswänden zu bewältigen. Zahlreiche Felsgalerien bieten hier Schutz vor Lawinen und Steinschlägen. Die 2758 m hohe, interessante und attraktive Hochalpenstraße liegt in der Region Südtirol. |
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