Das Forte Cima Ora

IIm Untergeschoß des FortsDas Forte Cima Ora, am Passo del Mare unweit Anfo, ein ehemaliges Nachschubfort aus dem 1. Weltkrieg der Italiener, wurde nach Kriegsende vorsorglich gesprengt. Doch Dank der stabilen Bautechnik hielt seine Grundsubstanz erstaunlich gut. Das bedeutet aber nicht, daß man im Inneren nicht aufpassen sollte, wohin man tritt. Löcher in den Betondecken, auf denen man im 1. Geschoß läuft, weisen schon mal hier und da den Weg in darunter liegende Räume. Durch diese Löcher, in denen zu Zeiten des 1. Weltkrieges Geschütze verankert waren, kann man durchwegs ebenfalls in das Innere des Forts gelangen.

Leider ist die nun folgende Beschreibung nicht mehr ganz up to date. Seit einiger Zeit ist die Zufahrt zum Fort durch eine Schranke gesperrt (die sich aber notfalls mit einspurigen Fahrzeugen umfahren lässt ). Man kann aber auch laufen. Das Fort ist ja nicht sooo weit weg. Die letzte in Deutschland sichtbare Sonnenfinsternis haben wir von hier aus beobachtet. Es gibt für ganz besonders Mutige Gänge, die unbeleuchtet noch weiter in das Innere des Fortes führen. Da wir bei unseren Besuchen keine Taschenlampe mitführten, verzichteten wir auf diese Erfahrung.

Mit geländegängigen Bikes schafft man es bis hierher!Unserer Meinung nach sind diese Gänge ohne zusätzlich mitgebrachte Beleuchtung zu gefährlich, um erkundet zu werden. Mit etwas Geschick und vorsichtiger Fahrweise schafft es der vorsichtige Tourer auf zwei Rädern bis auf die Dachplatte. Ein Blick vom "Dach" des Forts hinunter zu den Unterkünften. Sehr schön erkennbar ist hier der "Aufstieg" auf den höchsten Punkt des Forts, das Dach. Man sollte bei einem Besuch des Forts gutes Schuhwerk einpacken. Motorradstiefel, die normalerweise in dieser Gegend zur obligatorischen Ausrüstung gehören sollten, reichen auch vollkommen aus.

 
 

Blick vom Fort auf die schmale AuffahrtHier ein Bild von der Abfahrt vom Forte Cima Ora wieder Richtung Pso. Maniva. Für ungeübte Fahrer, bzw. Rennmaschinen-Eigner dürfte diese Auffahrt jedoch eine etwas schwierigere Übung darstellen. Fahrbahnbreiten von 1,00 m, tief ausgewaschene Rinnen und in den Weg ragende Äste lassen das Unternehmen zu einer Geschicklichkeitsübung werden. Ebenso gilt es zwei 90° Kurven, ebenfalls auf geschottertem, sehr ausgewaschenem Untergrund, zu meistern.

Die AuffahrtEnduros sind hier mit Sicherheit von Vorteil, obwohl ich auch schon mit einer Honda CX 500 oben war. Es geht also schon, nur wurde es dann von Jahr zu Jahr beschwerlicher. Vor allem für Maschinen ohne Bodenfreiheit. Hier noch ein Bild aus guten alten Zeiten. Am Fort hat sich seitdem nicht viel verändert. Jedoch bei uns stand während dieser Zeit ein mehrfacher Wechsel des Fahrerlagers an.

Verlässt man die Dachplatte des Forts und wagt einen Blick ins Tal, sieht man weit unter sich den Idrosee. Und wenn man noch ein bißchen weiter "um die Ecke lugt", kann man sogar ein Zipfelchen des Gardasees entdecken.


Wegbeschreibung:
Von Anfo aus (fast am Ende des Ortes in nördlicher Richtung) führt ein schmales Paßsträßchen (Passo del Mare) in Richtung Pso. Maniva. Am Scheitelpunkt der Auffahrt führt der Weg dann abseits der Asphaltstraße nach rechts (mittlerweile durch ein Holzschild ausgeschildert)

Von dort aus gelangt man über einen teilweise ausgewaschenen und ausgefahrenen Fahrweg, dessen Breite am Ende kaum 1 m überschreiten dürfte, vorbei an in den Weg hängenden Ästen, hinauf auf das Plateau des Forts.

Achtung! Die Zufahrt wurde mittels einer massiven Schranke dicht gemacht. Das Fort ist nur noch per pedes zu erreichen.

Karte: Kompass "Le Tre Valli / Bresciane" 1:50.000

Afrika Twin auf dem Dach des Forts


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