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1693
war ein Katastrophenjahr für die Provinz Ragusa. Ein Erdbeben
erschütterte die gesamte Region und zerstörte in Südostsizilien
25 Dörfer und 10 Städte.
So auch die Stadt Noto. Sie wurde jedoch nicht an altem Platz wieder
aufgebaut, sondern nordwestlich sechs Kilometer entfernt. Natürlich
nun wie alle Barockstädte mit regelmäßiger, schachbrettartiger
Straßenführung und im architektonischem Stil des 18.
Jahrhunderts. Neton (lat. Netum, heute Noto Antica oder Noto Vecchia
genannt) befindet sich zwischen zwei beginnenden Schluchten auf
einer Hochebene. Diese Stadt war 1091 die letzte muslimische Bastion
in Italien.
Die
Anfahrt führt uns durch die karstigen Berge und Schluchten
der Region. Nachdem wir über eine Brücke gefahren sind,
stehen wir vor dem Tor eines ehemaligen Kastells, das das Eingangstor
von Noto Antica bildet.
Wir sind ganz allein in dem Gelände, durch das ein breiter
Weg führt. Das einzige, was wir hören, ist ein tausendfaches
Summen und Gezirpe der Insekten. Die Natur hat sich die meisten
Ruinen großflächig zurückgeholt. Meist kann man
noch Grundrisse einzelner Gebäude entdecken oder höhlenhafte
Ruinen mit einer angedeuteten Decke wird von Gesträuch überwuchert.
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