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Am anderen Ende der Schlucht befindet sich die Stadt Ispica, die
wir widerum mit dem Motorrad erreichen. Bis zum Erdbeben 1693 befand
sich in diesem Ende der Schlucht die Stadt Spaccaforno, wie Ispica
im Mittelalter genannt wurde. Erst seit 1935 trägt sie ihren
heutigen Namen.
Aufgrund
archäologischer Ausgrabungen konnte man feststellen das Ispica
bereits seit der Steinzeit bewohnt gewesen sein muss, doch die ersten
schriftlichen Belege sind aus dem 12 Jahrhundert. Nach dem schweren
Erdbeben von 1693, bei dem weite Teile der Ortschaft zerstört
wurden, verlagerte man das Dorfzentrum auf das höher gelegene
Kalkplateau, wo es sich bis heute befindet.
In die Schlucht kann man von dieser Seite aus hinunterfahren, was
unheimlich schön ist. Ein schneller Wechsel von Kurven, begrenzt
von Felsen links und rechts, die von Dutzenden von künstlichen
Höhlen durchzogen werden. Diese werden augenscheinlich als
Lager, Keller, ja sogar als Pferdestall genutzt - einzigartig!
Damit
gelangt man in das Gebiet "Parco Archeologico Forza".
Das Gebiet des Archäologischen Parks kann man ohne Eintrittsgebühr
betreten, es war bereits schon in der Vorgeschichte bewohnt und
beherbergte später eine Festung, die auch Namensgeber für
"Forza" war: Fortilitium.
Bis zum Erdbeben war dieses Fort der Eingang zur Stadt Spaccaforno.
Man soll etwa 3 Kilometer in die Schlucht hineinlaufen können
- wir haben es jedoch nicht ausprobiert.
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Die Sikeler, auch Sikuler oder Sikulen (griechisch Sikeloi)
genannt, waren ein Volk, das in der Antike Ost- und Mittel-Sizilien
bewohnte. Der Name der Insel leitet sich von diesem Volk ab.
Thukydides (IV, 2) zufolge siedelten sie ursprünglich
in Italien, das seinen Namen dem Sikelerfürsten Italos
verdanken soll. Als die Sikeler Sizilien besiedelten verdrängten
sie die ursprünglich dort lebenden Sikanen in den Westen
und Süden der Insel.
Im 8. Jahrhundert v. Chr. wurden sie durch die griechische
Kolonisation ins Landesinnere verdrängt.
Die Sikeler sprachen eine indogermanische Sprache, von der
nur noch einzelne Wörter bekannt sind. Man vermutet,
dass es sich bei ihnen um Italiker handelte, die eine italische
Sprache verwendeten.
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