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Haute Provence/Seealpen

Meilenstein Murmeltier am Col de Allos So neugierig wie dieses Murmeltier am Col de la Cayolle, der von uns in "Murmeltier-Pass" umgetauft wurde, waren wir auch auf unser diesjähriges Tourziel. Die Landschaft in den Regionen der Haute Provence und der Seealpen übertrifft jede Vorstellung. Und wenn man Kontrastprogramm sucht – Nizza und Monaco sind nur einen Katzensprung entfernt. Es verwundert eigentlich, dass wir nur wenige Touristen sehen. Autos mit gelb-schwarzen Kennzeichen sind eher die Ausnahme.

Meist sind wir allein auf den Straßen. Wo hat man das sonst schon? Kilometerfresser Achtung! Selbst Nationalstraßen sind oft sehr kurvenreich und alle Naselang "muss" man anhalten, um den Ausblick zu genießen! Auf den unzähligen, einspurigen "Micky-Maus-Straßen" bleibt die Kilometerstatistik erst recht blamabel ... 

Castellane liegt rund neunzig Kilometer in nord-westlicher Richtung von Nizza entfernt. Wegen seiner Lage eignet sich das 1500-Seelen-Städtchen Castellane sehr gut als Ausgangspunkt für Touren in die Seealpen, der Haute Provence und an die Cote d'Azur. Es hat alles, was man braucht: Tankstellen, Läden, einen Supermarkt, kleine Hotels, Campingplätze und Restaurants. 

Und in der Vorsaison geht es noch recht beschaulich zu, obwohl es sich anhand der Infrastruktur gut vorstellen lässt, wie hier in der Hochsaison "der Bär abgeht". Ein 184 Meter hoher Felsen (Roc du Castellane) ist das Wahrzeichen der Stadt. Auf ihm thront eine im Jahr 1703 erbaute Kapelle. Und last but not least ist der berühmte Canyon du Verdon ganz nah.

Atemberaubende Tiefblicke, majestätisch vorbeiziehende Adler und ein Kurvenkarussell ohne Ende – das sind nur einige der Leckerbissen, mit welchen der Canyon du Verdon aufweisen kann. Auch für Bergsteiger, Rafting-Freaks und Wanderer ist es ein Highlight. Der Canyon du Verdon sollte in keiner Südfrankreichtour fehlen.

Die Seealpen werden von vielen Schluchten durchschnitten. Die Geister streiten sich, welche Schlucht die spektakulärere ist: Cians oder Daluis? Doch jede Schlucht hat ihre Reize und kann mit der anderen nicht verglichen werden. Die Straße der Cians-Schlucht führt vorwiegend an der Talsohle entlang, die Sonne kann an einigen Stellen nur spärlich bis nach unten dringen. In der Daluis-Schlucht bewegt man sich dagegen streckenweise hoch über dem Var, der sich auf wilden und verschlungenen Wegen durch den Felsen kämpft.

 

Es gibt drei Möglichkeiten, in der Haute Provence von Nord nach Süd oder umgekehrt zu gelangen: über den Col de la Bonette (2802 Meter), über den Col de la Cayolle (2327 Meter) oder über den Col d'Allos (2250 Meter). Die Aufzählung deutet schon an, in welches Ranking wir die Strecken stellen. Wie schon an den vergangenen Tagen sind wir wieder ziemlich allein auf der Straße. Nur unzählige Murmeltiere beobachten meist aus sicherer Entfernung unsere Auffahrt von Süd nach Nord.

Nach dem Stadtgewühl von Nizza und Monaco zieht es uns wieder in motorradfreundlichere Gefilde. Schon kurz nach Sospel biegen wir in nördlicher Richtung ab – sonst wären wir ja wieder in Italien gewesen – und schon nach relativ kurzer Fahrt befinden wir uns auf erlebnisreichem Terrain.

Fahrerisch interessant ist der durch die Ralley Monte Carlo ("Nacht der langen Messer") bekannt gewordene Pass als Bergstrecke zwischen dem Tal der Vésubie und Sospel im Tal der Bévera. Das Glanzstück bildet eine fünfzehn Kilometer lange Westrampe, welche mittels zahlreicher Kunstbauten auf relativ kurzer Distanz einen Höhenunterschied von 1100 Metern überwindet.

Dem Tourverlauf folgen:
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