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Philosophie des Motorradfahrens

Viele Fragen gehen mir bei unseren Touren durch den Kopf. An dieser Stelle unserer Homepage möchte ich diesen Gedanken etwas nachhängen und von verschiedenen Seiten zu erklären versuchen.

Wie kommt man zum Motorrad?
Nun, eigentlich und nüchtern betrachtet, dient ein Motorrad zum Transportieren eines (oder zwei) Menschen von Punkt A zu Punkt B. Die Nachteile, welche durch die Wahl dieses Transport­mittels entstehen, sind sicherlich mannigfaltig. Einschränkungen beim Reisegepäck, Erfrierungen ersten Grades bei Herbst- und Winterfahrten, tropisches Klima bei sommerlichen Regenfahrten in der Regenkombi, saunaartige Auswüchse bei Fernreisen in voller Montur und nicht zuletzt kann, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, ein Motorrad samt Besatzung auch dann und wann umfallen. Was bewegt dann einen, vorsichtig ausgedrückt, halbwegs normalen Menschen, diese Art von Fortbewegung dem des Autos vorzuziehen?

Erklärungsversuch
Klar, motorradfahren ist mehr als eine nüchterne Angelegenheit. Es gibt für mich ein paar Punkte bei der Sache, welche mich diese Nachteile ziemlich weit in den Hintergrund drängen lassen. Das Gefühl der Freiheit, ungebunden zu sein, Abenteuer erleben zu können, welche man in dieser Weise mit dem Auto nicht erleben kann. Das Gefühl eine Landschaft buchstäblich "erfahren" zu können. Die Gewissheit Macht ausüben zu können. Macht in Bezug auf die Maschine unter mir. Anders ausgedrückt, mein Motorrad "Macht" das, was ich ihm sage, zumindest solange kein tech­nischer Defekt vorliegt. Der Flow-Effekt bei schnellen Überlandfahrten. Das Gefühl von Schräg­lage und vom Auto nicht erreichbarer Bremsverzögerung und Beschleunigung. Das ständig wechselnde Empfinden von Gerüchen, vom Smog bis zur herrlich duftenden Frühlingswiese und ein ungetrübter Rundumblick ohne Türholme bei trockenem Wetter. Diese Gefühls-Defizite versuche ich nun schon seit meinem 16. Lebensjahr in den Trockenmonaten zu füllen. Diese Zeit seit den Anfängen scheint noch nicht genug zu sein, um diese Gefühle vollständig zu befriedigen und somit als erledigt zu erklären. Da ich davon ausgehe, daß es vielen anderen genauso oder ähnlich geht, scheint dies für mich die Erklärung dafür zu sein, wie man/frau zum Motorrad­fahren kommt.

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