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Service Philosophie Die Realität!

Die Relität!

Beim genaueren Betrachten des Begriffes "Realität" tritt spätestens dann die Unterscheidung zwischen einer "äußeren" und einer "inneren" Realität ein. Anders ausgedrückt handelt es sich um die objektive und subjektive Realität.

Objektive Realität

Alle Vorkommnisse, Ereignisse und Begebenheiten, welche unabhängig unserer eigenen Persönlichkeit real vorhanden sind. Der Berg, die Kurve, das Motorrad – diese Dinge sind real und können von jedem Individuum, welches über die Fähigkeit des Denkens verfügt, wahrgenommen werden.

Subjektive Realität

Grundbedingung für die Wahrnehmung der subjektiven Realität, jedenfalls in diesem Kontext, da sonst sicherlich noch viele psychologische Komponenten hineinfallen würden, welche ich hier außer Acht lasse, ist das Vorhandensein der objektiven Realität. Da nun jeder Mensch, geprägt durch frühere Wahrnehmungen, gepaart mit den dazugehörigen Empfindungen, sich eben ein "eigenes" Bild dieser Realität macht, handelt es sich dadurch um eine rein subjektive Wahrnehmung einer objektiven Realität.

Noch deutlicher wird diese Thematik, wenn wir zu Hause von den eigenen Erlebnissen berichten. Dann werden schon mal aus 400 km real gefahrener Wegstrecke 500, aus tatsächlich vorhandenen 32 °C – 36 °C, aus einer 6stündigen Regenfahrt mit sintflutartigem Charakter ein kleiner, kurzer Landregen (oder umgekehrt), usw. Oder anders, nach dem die Tour dann schon längere Zeit hinter einem liegt, fallen plötzlich negative Begebenheiten zur Gänze raus, positive treten verstärkt in den gedanklichen Vordergrund.

Was bringt diese Darstellung? Ich denke, seine subjektive Realität mit aller Gewalt auf die objektive Ebene zu bringen, kann's nicht sein! In letzter Konsequenz kann sich ein Dritter doch sowieso nur aus unseren Erzählungen eine eigene, subjektive Meinung (Realität) bilden, ohne diese, vorausgesetzt, er fährt nicht die gleiche Tour nach, mit der objektiven Realität messen zu können.

Auf's Motorrad bezogen ergibt sich die Konsequenz: Die Tour einfach genießen, Augen auf für die objektive Realität, staunen, freuen und Spaß haben, dabei entsteht eine subjektive Realität, welche uns in grauen Altagssituationen gerne zurück erinnern läßt. Wir dürfen nur nicht unsere subjektive Realität für allgemein gültig erklären und sie somit zur objektiven erklären – das geht nämlich nicht!

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